Tiroler wechseln am seltensten den Strom-Anbieter

5. Feber 2026, Wien

Exakt 11.642 Tiroler:innen suchten sich im vergangenen Jahr einen neuen Strom- oder Gaslieferanten. Das sind zwar etwas mehr als im Jahr davor, als sich 10.719 Kund:innen in Tirol einen anderen Versorger gesucht hatten, Tirol war 2025 aber dennoch laut einem aktuellen Bericht der E-Control Schlusslicht beim Wechsel des Stromlieferanten. „Einen neuen Stromlieferanten haben im Vorjahr 10.133 Kund:innen gewählt, einen neuen Gasanbieter 1509. Das entspricht einer Wechselrate von 2 Prozent bei Strom und 2,8 Prozent bei Gas“, zitiert Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand des Strom- und Gasregulators, aus der aktuellen Marktstatistik. In Tirol war der Strompreis bundesweit zuletzt am günstigsten.


Österreichweit wechselten im Jahr 2025 insgesamt 420.904 Konsument:innen ihren Anbieter, im Jahr davor waren es 378.795, im Jahr 2023 nur 346.019. Im Vorjahr betrug die Wechselrate bei Strom damit 5,4 Prozent (nach 4,7 Prozent im Jahr davor) und bei Gas 6,3 Prozent (nach 6,5 Prozent 2024). Am häufigsten wechselten den Anbieter die Niederösterreicher:innen, Steirer:innen und Oberösterreicher:innen.


Neben den Kosten für Strom und Gas ist für die Österreicher auch der Pellets-Preis in Sachen Energie wichtig. Das Heizen mit Holz-Pellets ist nun deutlich teurer geworden. Im Jänner mussten Kunden für lose Pellets um bis zu 28 Prozent mehr bezahlen als noch vor einem halben Jahr. Konkret stieg der durchschnittliche Preis in Westösterreich von 308 Euro pro Tonne im August 2025 auf 396 Euro im Jänner 2026 – ein Plus von 28,5 Prozent. Im Norden wurde es um 22,7 Prozent teurer (374 Euro), im Süden lag der Preisanstieg bei 19,7 Prozent (364 Euro). Nach wie vor zahlen die Nutzer:innen in Tirol und Vorarlberg am meisten.

Tiroler Tageszeitung