
Der südkoreanische Batteriehersteller LG Energy Solution übernimmt für einen symbolischen Preis die volle Kontrolle über ein gemeinsames Werk mit dem Autobauer Stellantis in Kanada. LG werde den 49-prozentigen Anteil von Stellantis für einen Nennwert von 100 Dollar erwerben, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Bisher seien in den Standort mehr als 5 Mrd. kanadische Dollar (3,1 Mrd. Euro) investiert worden.
Der Rückzug von Stellantis ist ein weiteres Zeichen für die Krise der Elektroautobranche. Viele Autohersteller fahren ihre ambitionierten Elektro-Pläne derzeit zurück. Als Gründe gelten die schwächelnde Nachfrage sowie der politische Kurswechsel in den USA unter Präsident Donald Trump, der die Kaufprämie von 7.500 Dollar (6.357 Euro) für E-Autos gestrichen hat.
LG Energy Solution bekommt dies deutlich zu spüren: Das Unternehmen hatte sich im vergangenen Jahr bereits mit General Motors auf die Übernahme von dessen Anteilen an einem Werk in Michigan geeinigt. Zudem stornierte Ford einen Milliardenauftrag bei den Südkoreanern.
APA/Reuters


