
Strategiewechsel bei BP: Der britische Ölkonzern legt sein Aktienrückkaufprogramm trotz Gewinnsteigerungen auf Eis, um wieder stärker in das klassische Öl- und Gasgeschäft zu investieren. Der bereinigte Nettogewinn stieg im vierten Quartal um rund 32 Prozent auf 1,54 Mrd. US-Dollar (1,3 Milliarden Euro), wie der Konzern am Dienstag mitteilte. In den vergangenen drei Monaten hatte der Ölmulti noch eigene Aktien im Wert von 750 Mio. Dollar zurückgekauft.
BP, dessen künftige Konzernchefin Meg O’Neill ihr Amt im April antritt, will überschüssige Barmittel nun in neue Öl- und Gasprojekte lenken. Der Konzern musste hohe Abschreibungen von 4,2 Mrd. Dollar vornehmen, die vor allem die Solarsparte Lightsource BP und das US-Biogasgeschäft Archaea betrafen. Zudem gab BP den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an seinen Onshore-Ölfeldern in den USA für 1,5 Milliarden Dollar bekannt.
Seit Jahren hinkt BP bei der Profitabilität Rivalen wie Exxon Mobil und Shell hinterher. Der neue Verwaltungsratschef Albert Manifold will die Investitionen bei BP von kohlenstoffärmeren Geschäftsfeldern wieder zurück zu Öl und Gas lenken, um die Rentabilität zu verbessern.
APA/Reuters



