Photovoltaik auf Schotterteich geplant Auf Acht Hektar

12. Feber 2026, Goldgeben

9,2 Millionen Kilowattstunden Strom sollen auf einem Schotterteich in Goldgeben produziert wer-den. Bürger können in Kürze Stellungnahmen zum Projekt abgeben.



Bereits im Juni 2025 wurde im Hausleitener Gemeinderat nach einer hitzigen Diskussion ein Grundsatzbeschluss zur Befürwortung des Projekts „Floating Photovoltaik“ gefasst. Floating-PV-Anlagen produzieren Solarstrom durch auf Gewässern schwimmende Photovoltaikmodule.


Mittlerweile sei das Projekt so weit gediehen, dass in diesen Tagen ein Widmungsplan am Gemeindeamt aufgelegt werde, sagt Bürgermeister Andreas Neubauer (ÖVP). Bürger haben die Möglichkeit, das Projekt zu beeinspruchen. Ist diese Hürde geschafft, muss das Widmungsver-fahren den Gemeinderat passieren. Danach ist ein Bauansuchen bei der Baubehörde nötig. Neubauer rechnet damit, dass dies nicht vor Ende Juni stattfinden kann. Der Baustart würde wohl erst im nächsten Jahr sein.


Die geplante Anlage in Goldgeben soll auf einer acht Hektar großen Wasserfläche neben der Bahn – einem bestehenden Schotterteich – errichtet werden und eine Leistung von 8,67 Mega-watt Peak erzielen, erklärt Michael Fuker von „ECOwind“. Dieses Unternehmen hat gemeinsam mit der EVN in Grafenwörth bereits ein Floating-PV-Projekt in Betrieb genommen.


Mit einem prognostizierten Jahresertrag von rund 9,2 Millionen Kilowattstunden können von der Photovoltaik-Anlage in Goldgeben etwa 2.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt wer-den. Das Projekt liegt mit einer Abdeckung von 55 Prozent deutlich unter dem Schwellenwert von 70 Prozent, ab dem es negative Auswirkungen auf das Ökosystem geben kann. Die Fauna – von Vögeln über Libellen und Insekten bis hin zu Amphibien – sowie die Flora im und um das Gewässer und auch das Gewässer selbst werden schon in der Pla- nungsphase erhoben und analysiert.

Von Herwig Mohsburger

NÖN Niederösterreichische Nachrichten