
Die Akzeptanz für Grünstrom-Projekte in der österreichischen Bevölkerung ist 2025 auf einem hohen Niveau geblieben. Das zeigt eine jährliche Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte gemeinsam mit der Universität Graz und Wien Energie. Besonders beliebt waren weiterhin Photovoltaik-Anlagen. Auch Elektroautos seien im abgelaufenen Jahr gefragter gewesen, die Studienautoren orten hier eine Trendumkehr.
Laut Umfrage standen 69 Prozent der Befragten hinter erneuerbaren Energieprojekten in oder nahe der eigenen Gemeinde. Die Akzeptanz ist damit im Jahresvergleich geringfügig gesunken (2024: 70 Prozent). „Wir sehen, dass wir seit 2022 einen Trend nach unten haben“, sagte Studienautorin Nina Hampl von der Uni Graz bei der Präsentation der Umfrageergebnisse. Allerdings habe sich der Rückgang verlangsamt und es sehe danach aus, „dass ein Plateau erreicht wurde“. Bei Photovoltaik-Projekten lag die Zustimmung bei 79 Prozent (2024: 81 Prozent), bei Windkraft waren es 59 Prozent (2024: 60 Prozent). Insgesamt sei die Zustimmung hierzulande damit auf einem hohen Niveau.
Kosteneinsparung Hauptgrund für PV-Anlagen
Die Befragung wird seit 2015 jährlich durchgeführt. Für die aktuelle Veröffentlichung wurden vergangenen im November und Dezember 1.182 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren zu ihren Einstellungen in Bezug auf erneuerbare Energie befragt. Die Stichprobe sei repräsentativ für die österreichische Bevölkerung.
Während die Zustimmung zur Photovoltaik grundsätzlich hoch ist, ist die Anzahl der installierten Anlagen 2025 zurückgegangen. Höherer Beliebtheit erfreuten sich unterdessen Stromspeicher. Etwa ein Drittel der Befragten (27 Prozent) haben auf ihrem Haus bereits eine PV-Anlage installiert, der Anteil blieb damit im Jahresvergleich unverändert. Der Großteil von ihnen nannte Kosteneinsparungen als Hauptgrund für die Anschaffung. Dahinter folgten der Schutz von Klima und Umwelt und öffentliche Förderungen.
Elektroautos gefragter
Beim Interesse an Elektroautos orten die Studienautorinnen und -autoren eine Trendumkehr: Demnach sei der Anteil der Befragten, die ein Elektroauto kaufen würden, 2025 auf 42 Prozent gestiegen (2024: 36 Prozent). Aus Sicht der Befragten sprechen vor allem geringere Betriebskosten für die Anschaffung eines E-Autos (67 Prozent). Dahinter folgen Umweltschutzgründe (60 Prozent) und öffentliche Förderungen (57 Prozent). Für Bedenken beim Kauf eines E-Autos sorgen hohe Anschaffungskosten, eine zu geringe Reichweite und die Ladeinfrastruktur, vor allem im Ausland.
APA




