
Die Ölpreise haben am Donnerstag eine schwächere Tendenz aufgewiesen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 70,19 US-Dollar. Das waren 1,10 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,14 Prozent auf 64,79 Dollar.
Die Ölpreise stabilisierten sich in der laufenden Woche in der Nähe der Marke von 70 Dollar. Damit wurden die deutlichen Kursaufschläge der Vorwoche gehalten. Im Blick der Märkte bleibt der Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. Der Iran und die USA gehen an diesem Donnerstag in eine entscheidende Verhandlungsrunde. Der Ölmarkt wartet daher die Entwicklung ab.
Der Iran hat nach eigenen Angaben einen Entwurf für ein neues Atomabkommen mit den USA übermittelt. Außenminister Abbas Araqchi präsentierte am Mittwochabend die „Elemente bezüglich einer möglichen Vereinbarung“ kurz vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde dem omanischen Vermittler, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete.
Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte der Iran mehr Erdöl exportierten, wodurch das Angebot auf dem Weltmarkt steigen und der Ölpreis entsprechend sinken dürfte. Allerdings könnte der Konflikt auch eskalieren.
Die Märkte warten zudem auf das Treffen des Ölkartells OPEC+. Laut Medienberichten erwarten einige Delegierte eine moderate Ausweitung der Förderung. Die Unsicherheit sei aber angesichts des Iran-Konfliktes hoch. Die Erwartung eines hohen Angebots an Rohöl dämpft tendenziell die Ölpreisentwicklung.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Donnerstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 69,29 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das waren 40 Cent weniger als am Vortag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
APA/dpa-AFX




