EU-Kommission mit Maßnahmenpaket zur Energieversorgung

22. April 2026, Brüssel
Von der Leyen verkündete geplante Entlastungsmaßnahmen
 - Brussels, APA/AFP

Die EU-Kommission schlägt ein Maßnahmenpaket vor, um die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Energieversorgung in Europa abzumildern. Dazu gehöre etwa, die Kerosinverteilung zwischen den EU-Ländern zu optimieren, um Engpässe zu vermeiden, so die Brüsseler Behörde am Mittwoch. "Die Entscheidungen, die wir heute treffen, werden unsere Fähigkeit prägen, den Herausforderungen von heute und den Krisen von morgen zu begegnen", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

APA/Reuters

EU-Gipfel diskutiert Energieversorgung und Iran-Krieg

22. April 2026, Brüssel

Ganz oben auf der Agenda des informellen EU-Gipfels am Donnerstag und Freitag in Zypern steht das "herausfordernde geopolitische Umfeld und Europas Antwort darauf", wie EU-Ratspräsident António Costa in seinem Einladungsschreiben an die EU-Staats- und Regierungschefs schrieb. Gestartet wird mit einem Abendessen mit Ukraines Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) wird von einem Amtskollegen vertreten. Sein Vater war am Wochenende verstorben.

APA

Rosneft prüft Alternativen für Öl aus Kasachstan für PCK

21. April 2026, Rostock

Rosneft Deutschland prüft mögliche Transportprobleme für Öl aus Kasachstan für die Raffinerie PCK in Schwedt im Nordosten Brandenburgs. Nach dpa-Informationen hat die unter Treuhand stehende deutsche Tochter der russischen Rosneft eine Benachrichtigung über ihre kasachischen Partner bekommen, dass es ab Mai Schwierigkeiten beim Transport von Öl aus Kasachstan über die Druschba-Pipeline geben soll.

APA/dpa-AFX

Empfehlungen zu Vorkehrungen gegen eine Energie- und Kerosinkrise
 - Schwechat, APA/THEMENBILD

EU sieht keinen akuten Kerosinmangel – beugt aber vor

21. April 2026, Brüssel

Trotz der Sorgen über Kerosinmangel infolge des Iran-Krieges gibt es in Europa nach Einschätzung der EU-Kommission keine Hinweise auf umfangreiche Flugausfälle im Sommer. EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas gab am Dienstag in Brüssel zugleich einen Ausblick auf die für Mittwoch angekündigten Empfehlungen der Behörde zu Vorkehrungen gegen eine Energie- und Kerosinkrise.

APA/Reuters

Sicherheitsrat in Deutschland: Keine Treibstoff-Notlage

21. April 2026, Berlin
Merz kündigte Sitzung an
 - Berlin, dpa

Der Nationale Sicherheitsrat in Deutschland hat sich mit der Energiekrise infolge des Iran-Kriegs befasst und ist zu dem Schluss gekommen, dass es derzeit keine Versorgungsnotlage für Treibstoff in Deutschland gibt. Die Vorräte gerade an Kerosin seien als "für eine absehbare Zeit" ausreichend erachtet worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Es gebe zudem "Raffinerieoptionen", die eine schnelle Reaktion auf mögliche Lücken ermöglichten. 

APA/dpa

Spritpreise gehen in Österreich seit zwei Wochen zurück

21. April 2026, Wien
Die Preise für Benzin und Diesel sind auf Talfahrt
 - Hainburg, APA/THEMENBILD

Die Spritpreise in Österreich sind zu Wochenbeginn weiter gesunken. Seit gut zwei Wochen gehen die Preise für Benzin und Diesel an den heimischen Tankstellen zurück. Am Montag kostete Diesel im Mittel 1,879 Euro pro Liter und Benzin 1,678 Euro pro Liter. Diesel ist damit um gut 40 Cent günstiger als Ende März, bei Benzin beträgt der Rückgang gegenüber dem Höchstwert 20 bis 25 Cent. Neben der Spritbremse der Regierung wirkt sich vor allem der Rückgang der Rohölpreise aus.

APA

Geplantes Reststoffkraftwerk stößt auf Widerstand

21. April 2026, Bregenz
Projekt würde Gasverbrauch Vorarlbergs deutlich reduzieren
 - St

Ein einzelnes Projekt könnte auf einen Schlag den Gasverbrauch Vorarlbergs um sieben Prozent reduzieren. Dennoch stößt das geplante und zunächst durchwegs begrüßte Reststoffkraftwerk des Wellpappeherstellers Rondo Ganahl AG in Frastanz (Bezirk Feldkirch) und weiterer Partner im Genehmigungsprozess auf Widerstände. So fiel kürzlich die Stellungnahme der Gemeindevertretung einstimmig negativ aus, Anrainer und Anrainerinnen sorgen sich um Mehrverkehr und Luftgüte.

APA

Vulcan Energy kooperiert bei Lithiumprojekt mit Siemens

20. April 2026, München
Vulcan Energy tut sich mit Siemens zusammen
 - Frankfurt, APA/AFP

Der australische Lithium-Förderer Vulcan Energy arbeitet beim Aufbau der Förderung des Batterierohstoffs in Deutschland mit Siemens zusammen. Der Münchner Konzern liefert Automatisierungs- und Digitalisierungstechnologie und beteiligt sich auch finanziell an dem Förderprojekt, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Siemens werde als Minderheitsinvestor zu einem Konsortium aus strategischen Investoren wie Hochtief und Demea Sustainable Investment gehören.

APA/Reuters

Merz mit Brasiliens Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva
 - Hannover, APA/dpa

Merz: Brasilien wichtiger Lieferant Seltener Erden

20. April 2026, Hannover

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz betrachtet Brasilien als potenziell wichtigen Rohstofflieferanten für Deutschland. "Brasilien verfügt über ein enormes Potenzial bei Seltenen Erden", sagte Merz am Montag auf den deutsch-brasilianischen Wirtschaftstagen in Hannover. "Nach Schätzungen sind es weltweit die zweitgrößten Reserven." 90 Prozent seien es bei den bekannten Reserven des kritischen Rohstoffs Niob, der für die Solarzellenproduktion dringend gebraucht wird.

APA/ag

Katherina Reiche, Ministerin für Wirtschaft und Energie in Deutschland
 - Berlin, APA/dpa

D – Energieministerin warnt vor Belastung der Raffinerien

20. April 2026, Berlin

Die für Energie zuständige deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche weist mit Blick auf einen möglichen Treibstoffmangel auf die Bedeutung der Raffinerien in Deutschland hin. "Heute spreche ich mit der Branche darüber, wie wir nicht nur mit Vorräten umgehen, sondern Importe sicherstellen können und - auch das ist ein wichtiger Punkt - unsere Raffineriekapazitäten hochhalten können", sagte die CDU-Politikerin am Montag im deutschen Radio.

APA/dpa

Kammer empfiehlt Pauschalzahlungen gezielt an die ärmsten Haushalte
 - Washington, APA/AFP

IWF warnt Europa vor zu breiten Energiehilfen

17. April 2026, Washington

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt die EU-Länder vor übermäßigen Staatshilfen als Reaktion auf die stark gestiegenen Energiepreise. Breite Entlastungen verfälschten das Preissignal, das eigentlich zur Senkung des Verbrauchs führen sollte, sagte der Direktor der IWF-Europa-Abteilung, Alfred Kammer, der Nachrichtenagentur Reuters. "Viele der diskutierten Maßnahmen schwächen dieses Signal ab", erklärte er.

APA/Reuters

Steigende Kerosin-Nachfrage verschärft Importabhängigkeit

17. April 2026, Wien
In der EU wird weniger Kerosin hergestellt als verbraucht
 - Schönefeld, APA/dpa

Durch die wegen des Iran-Kriegs blockierte Straße von Hormuz droht Kerosin knapp zu werden. Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) sagte, im Mai würden in Europa wegen geringerer Lieferungen 5 Prozent des Diesels und 15 Prozent des Kerosins fehlen. Bei Kerosin ist die Importabhängigkeit besonders groß, weil die Nachfrage nach Flugbenzin steigt, während sie bei Benzin und Diesel stagniert oder sogar sinkt und deshalb die Zahl der Raffinerien in Europa zurückgeht.

APA