Oö. Grüne wollen Flaute bei Windkraft beenden

18. Mai 2022, Linz

Die Grünen kritisieren die Flaute bei der Windkraft in Oberösterreich: In den vergangenen sechs Jahren sei nur ein einziges neues Windrad gebaut worden, lediglich zwei Prozent des Potenzials von 2.300 MW werde genutzt, rechneten Landesrat Stefan Kaineder und Klubobmann Severin Mayr in einer Pressekonferenz vor. Sie fordern 100 neue Windräder bis 2030, um 400 MW zu erreichen. Ausgereifte Projekte würden laut den Grünen am Tisch liegen, aber man müsse sie auch ermöglichen.

APA

300 Milliarden für Unabhängigkeit von russischer Energie

18. Mai 2022, Brüssel
Die EU soll unabhäniger von Brennstoff aus Russland werden
 - Strasbourg, APA/AFP

Um unabhängig von russischer Energie zu werden, muss die Europäische Union nach Einschätzung der EU-Kommission bis 2030 bis zu 300 Milliarden Euro investieren. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierte am Mittwoch einen Plan, um sich von fossilen Brennstoffen aus Russland zu lösen und die Energiewende zu beschleunigen.

APA/dpa

E-Control: Hohe Energiepreise zentrales Thema für Kunden

18. Mai 2022, Wien

Die höheren Energiepreise, die sich auf die Strom- und Gasrechnung durchschlagen, und damit einhergehend auch Probleme mit hohen Nachzahlungen und Teilbeträgen sind zentrale Themen, die die Berater bei der Regulierungsbehörde E-Control weiterhin beschäftigen. Nummer eins bei Eingaben an die Schlichtungsstelle war im Vorjahr die Energierechnung. Auch der Anschluss von Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung von Ökostrom ist zunehmend Gegenstand von Anfragen.

APA

Regierung beschließt weitreichendes Gaspaket

18. Mai 2022, Wien/Kiew (Kyjiw)/Moskau
Die strategische Gasreserve wird ausgebaut
 - Baumgarten an der March, APA/THEMENBILD

Die Bundesregierung hat am Mittwoch im Ministerrat ein weitreichendes Maßnahmenpaket zur Befüllung der Erdgasspeicher beschlossen. Ungenutzte Gas-Speicherkapazitäten müssen abgegeben werden und der strategisch wichtige Gasspeicher Haidach in Salzburg soll nach Möglichkeit noch heuer an das österreichische Gasnetz angeschlossen werden. Weiters soll die strategische Gasreserve um 7,4 Terawattstunden (TWh) auf 20 TWh aufgestockt werden.

APA

Industrie bekommt Zugriff auf eigene Gasvorräte gesichert

17. Mai 2022, Wien/Moskau/Kiew (Kyjiw)
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Das Thema Gasbevorratung steht am Donnerstag im Nationalrat am Programm. Eine Änderung des Gaswirtschaftsgesetzes (GWG) soll ein weiteres Sicherheitsnetz für die Gasversorgung bringen, indem der Staat Versorger mit der Vorhaltung und Speicherung von Erdgas beauftragen kann. Eine Novelle des Energielenkungsgesetzes (EnLG) soll Industriebetrieben, die Gas einspeichern, Sicherheiten geben. Voraussetzung für Teile des Gesetzes ist eine Verfassungsmehrheit.

APA

Top Artikel der Woche

Regulator: Verbund könnte Strompreis senken

13. Mai 2022, Wien

Aus Sicht von Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der Regulierungsbehörde E-Control, wäre es nicht Untreue, würden Energieerzeuger Strom günstiger verkaufen, als es im Großhandel möglich ist. Das "sehe ich nicht", sagt er den "Salzburger Nachrichten" (SN). Da gebe es "unternehmerischen Spielraum".

APA

Neues Recht auf Raten bei Stromrechnung-Nachzahlungen

12. Mai 2022, Wien

Die Preissteigerungen am Strommarkt belasten viele Konsumentinnen und Konsumenten. Für Nachzahlungen bei der Stromrechnung gibt es nun ein Recht auf Ratenzahlungen bis zu 18 Monate. Das regelt eine neue Verordnung der Energieregulierungsbehörde E-Control, die ab sofort in Kraft ist. Solche Ratenzahlungen waren auch bisher schon möglich, sie mussten aber mit dem Stromlieferanten oder Netzbetreiber vereinbart werden.

APA

E.ON: Derzeit keine Gespräche über Verkauf von Urenco

12. Mai 2022, Düsseldorf/Essen

Der deutsche Energiekonzern E.ON führt nach eigenen Angaben gegenwärtig keine Gespräche über einen Verkauf seiner Beteiligung an dem Atomunternehmen Urenco. "Es gibt derzeit keine aktiven Gespräche zum Verkauf der Minderheitsbeteiligung an Urenco", sagte Vorstandschef Leonhard Birnbaum am Donnerstag auf der virtuellen Hauptversammlung des Konzerns. Das liege unter anderen daran, dass der Verkauf sehr komplexe regulatorische Rahmenbedingungen erfüllen müsse.

APA/ag

Kostenfalle Fernwärme bei Wien Energie: Preis verdoppelt

30. März 2022

Erdgas. Die Müllverbrennung alleine reicht nicht für Heizung und Warmwasser

Die Bewohner eines Mehrparteienhauses in Wien staunten nicht schlecht: Die monatlichen Kosten für die Fernwärme, mit der sie Heizung und Warmwasser beziehen, haben sich diesen Winter schlagartig verdoppelt. Die Bewohner wendeten sich an den KURIER, da die Erklärungen dazu eher schwammig waren. Die mehrere Seiten lange Berechnung liegt der Redaktion vor.

Geht das also? Gleich 100 Prozent mehr für Heizung und Warmwasser, eine Erhöhung im dreistelligen Bereich? Nun: 20 Prozent der Anhebung entfallen nicht auf den Wärmelieferanten Wien Energie, sondern auf einen Energiedienstleister, der für die Hausverwaltung die Verrechnung übernimmt. Da die Kosten erst mit Verzögerung an die Bewohner weitergegeben wurde, so wird erklärt, falle die Erhöhung der Vorschreibung um 20 Prozent höher aus. Der Großteil der verbliebenen 80 Prozent geht auf eine Anhebung der Vorschreibung von Wien Energie zurück – und zwar, obwohl der Verbrauch im Jahresvergleich nur um zehn Prozent gestiegen ist.

Einerseits kommt auf die Bewohner eine Nachzahlung zu. Neben dem höheren Verbrauch wirkt sich dabei der höhere Gaspreis im vergangenen Jahr aus – denn die Wiener Fernwärme ist zu einem Gutteil fossil, die Müllverbrennung hat nicht ausreichend Leistung. Der Großhandelspreis für Gas hat sich im letzten Jahr – und schon vor dem Ukraine-Krieg – vervielfacht. Und da der Vertrag mit dem Großhandelspreis steigt und fällt („Indexierung“) hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass die Energiekosten höher waren als veranschlagt. Bei einem um zehn Prozent höheren Verbrauch betragen die Mehrkosten etwa ein Drittel.

Zweitens wirkt dieser Mechanismus auch in die Zukunft: Das bedeutet, dass die Akontovorschreibung für das laufende Jahr um 45 Prozent erhöht wurde, heißt es bei Wien Energie auf Anfrage des KURIER. „Ziel der Akontovorschreibungen ist immer, die Jahreskosten im Vorhinein bestmöglich abzubilden“, Nachzahlungen sollen so vermieden werden.

Kurier

Deutschland will Biosprit-Einsatz unattraktiver machen

17. Mai 2022, Berlin

Das deutsche Umweltministerium will die Anreize für den Einsatz pflanzenbasierter Biokraftstoffe im Verkehr nach und nach abschaffen. Wie am Dienstag aus Regierungskreisen zu erfahren war, will das Ministerium die staatliche Förderung von Biokraftstoffen aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen wie Mais oder Soja bis 2030 schrittweise auf null senken. So soll es sich für Mineralölkonzerne in naher Zukunft nicht mehr rentieren, diese Art von Biokraftstoffen beizumischen.

APA/dpa