Spritpreise im November wieder zurückgegangen

7. Dezember 2022, Wien

Sprit ist im November wieder billiger geworden. Der Preis für einen Liter Super Benzin ging zum Vormonat um 8 Cent zurück und kostete im Schnitt 1,678 Euro. Diesel wurde um 13 Cent billiger und kostete zuletzt 1,905 Euro pro Liter, teilte der Mobilitäts- und Autofahrerclub ÖAMTC am Dienstag mit. Die Auswirkungen des kürzlich in Kraft getretenen Ölembargos gegen Russland auf die Spritpreise hält der ÖAMTC für begrenzt.

APA

Burgenland: Grüner Wasserstoff soll Stromnetz entlasten

7. Dezember 2022, Wien
Wasserstoff soll Sonnen- und Windenergie speichern
 - Wien, APA/THEMENBILD

Die bestehenden Stromnetze sind ausgelastet und auch ein Ausbau wird nicht ausreichen, um den mit Windkraft und Photovoltaik erzeugten Strom zu den Verbrauchern zu bringen, sagt Netz-Burgenland-Geschäftsführer Wolfgang Trimmel. Abhilfe könnte ein Projekt bringen, das grünen Wasserstoff aus dem Burgenland nach Wien bringen soll. Das Projekt soll im ersten Quartal 2023 zur Genehmigung eingereicht werden, "2027 könnte man schon was sehen", so Trimmel.

APA

Airline-Dachverband: Produktion von Biokerosin verdreifacht

7. Dezember 2022, Genf

Die Produktion von nachhaltigen Kraftstoffen für den Flugbetrieb macht große Sprünge - wenn auch auf noch niedrigem Niveau. In diesem Jahr habe sich die Produktion im Jahresvergleich mindestens verdreifacht, auf 300 Millionen Liter, berichtete der Dachverband vieler Fluggesellschaften, IATA, in Genf. Optimistische Schätzungen gingen von 450 Millionen Liter aus. Der Verband hält es für möglich, dass bis 2030 schon hundertmal so viel produziert wird.

APA/dpa

Stau von Tankern mit russischem Öl in türkischen Gewässern

6. Dezember 2022, Istanbul

Der von den führenden Industriestaaten (G7) verhängte Preisdeckel für auf dem Seeweg transportiertes russisches Öl zeigt offenbar erste Nebenwirkungen. Mindestens 20 Öltanker stauen sich in türkischen Gewässern, um von den russischen Schwarzmeerhäfen über den Bosporus ins Mittelmeer zu gelangen, sagte ein Insider aus der Schifffahrtsbranche der Nachrichtenagentur Reuters.

APA/ag

Grünes Licht für zwei neue Wasserkraftwerke in Salzburg

6. Dezember 2022, Salzburg

Der Aufsichtsrat der Salzburg AG hat am Dienstag Grünes Licht für den Bau von zwei weiteren Wasserkraftwerken gegeben. An der Salzach soll im Bereich des Pass Lueg gemeinsam mit dem Verbund das Laufkraftwerk Stegenwald errichtet werden, und im Pinzgau wird im Obersulzbachtal bei Neukirchen das Kraftwerk Sulzau errichtet. Die beiden Projekte sind Teil eines 252 Millionen Euro schweren Investitionsprogrammes, das der Aufsichtsrat heute auf den Weg gebracht hat.

APA

Top Artikel der Woche

Bertsch Energy steht vor der Insolvenz

1. Dezember 2022, Bregenz

Der Bludenzer Kraftwerksbauer Bertsch Energy GmbH & Co KG muss in den nächsten Tagen Insolvenz anmelden. Das berichteten die "Vorarlberger Nachrichten" am Donnerstag unter Berufung auf die Geschäftsführung. Betroffen sind 156 Mitarbeiter, alle am Standort Bludenz. Sie werden beim AMS zur Kündigung angemeldet, eine Fortführung des Betriebs wird angestrebt. Die weiteren Unternehmen der Bertsch Gruppe, Bertsch Foodtec und Bertsch-Laska, seien nicht betroffen.

APA

Kelag senkt Grundversorgungstarif auf 10,87 Cent

3. November 2022, Velden

Der Kärntner Landesenergieversorger Kelag hat den Grundversorgungstarif von 60 Cent pro Kilowattstunde auf 10,87 Cent - jenen Tarif für Privatkunden - abgesenkt. Vorstandssprecher Manfred Freitag reagierte am Donnerstag vor Journalisten auf Diskussionen um die Stromtarife. Demnach würden 92 Prozent der Kelag-Privatkunden 10,87 Cent bezahlen, die Stromkosten "für die allermeisten Privatkunden der Kelag" seien im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

APA

Hoher Strompreis bringt privaten Erzeugern Profit

20. September 2022, Salzburg

Photovoltaik boomt. Für Überschussstrom gibt es jetzt deutlich höhere Tarife – aber längst nicht bei allen Anbietern.

Auf immer mehr Dächern schimmert es blau: Angetrieben durch steigende Energiepreise, Klimakrise und entsprechende Förderungen entstehen immer mehr Photovoltaikanlagen auf Hausdächern. Scheint die Sonne, wird dabei oft mehr Strom produziert, als zu Hause gerade verbraucht wird. Der geht zurück ins Netz – und spült je nach Vertrag sehr unterschiedliche Summen in die Haushaltskasse. Die Einspeisetarife variieren stark, selbst innerhalb eines Energieversorgers: 30,5 Cent zahlt etwa die Salzburg AG Altkunden pro eingespeister Kilowattstunde. Wer allerdings einen neuen Vertrag ab Februar abgeschlossen hat, muss sich mit 12,3 Cent zufriedengeben.

Woher der Unterschied kommt? Früher koppelte die Salzburg AG ihren Tarif an den von der Regulierungsbehörde E-Control errechneten Marktpreis laut Ökostromgesetz. Und der war in der Vergangenheit nicht hoch: 2019 und 2020 lag er zwischen 3 und 5 Cent. Mit den steigenden Strompreisen ist er nun auf mehr als 30 Cent geklettert. Die Salzburg AG reagierte – und setzt die Tarife nun selbst fest. Der Energieversorger zahle auch für neue private Stromlieferanten marktgerechte Einspeisetarife, rechtfertigt sich eine Sprecherin der Salzburg AG. „Zur Abnahme von Ökostrom ist allerdings ausschließlich die OeMAG verpflichtet. Über Förderungen kann die OeMAG marktunübliche Preise bezahlen.“

Die OeMAG, die Abwicklungsstelle für Ökostrom, kann sich derzeit deshalb vor Anfragen kaum retten. Bezahlt wird der Marktpreis, und den hat die Regulierungsbehörde E-Control für das 3. Quartal 2022 mit 30,73 Cent ermittelt. Insgesamt seien bereits an die 60.000 Anträge eingegangen, berichtet Vorstand Gerhard Röthlin. Ende 2021 haben 800 PV-Anlagen über die Abwicklungsstelle eingespeist, aktuell seien es bereits rund 35.000. „Seitens der OeMAG wurden bisher 50.000 Verträge ausgestellt“, so Röthlin. Die Wartezeit auf einen Vertrag liege aktuell bei rund sechs Wochen. Wenn die Photovoltaikanlage bereits errichtet sei, könne der Antrag beschleunigt bearbeitet werden.

Salzburger Nachrichten

Tiwag-Preissprung wirft Fragen auf

16. September 2022

Als die Strompreisbremse fixiert wurde, vervierfachte die Tiwag die Neukunden-Preise. Sint (Liste Fritz) ortet Zusammenhang mit Strom-Subventionen, Tiwag-Chef weist das zurück.

Innsbruck - Mit der von der Regierung verkündeten Strompreisbremse dürfen Energieversorger den Privathaushalten ab Dezember für die ersten 2900 kWh maximal 10 Cent netto je kWh verrechnen. Sollte ihr tatsächlicher Strompreis höher sein, wird den Energiefirmen die Differenz bis zum Preis von 40 Cent subventioniert. Das heißt, der Steuerzahler schießt den Stromfirmen bis zu 30 Cent je kWh zu. Einige Ökonomen befürchten, dass Energieunternehmen ihren Strompreis ohne Zwang auf 40 Cent erhöhen, nur um die 30 Cent an Subvention zu kassieren.

In diesem Zusammenhang wirft die kräftige Erhöhung der Neukunden-Strompreise bei Tiwag (und ihrer Tochter IKB) aus Sicht von Liste-Fritz-Klubchef Markus Sint Fragen auf. Denn just an dem Tag, an dem die Strompreisbremse fixiert wurde, vervierfachte die Tiwag ihren Strom-Arbeitspreis für Neukunden.

Der Vergleich zweier Preisblätter der Tiwag, jeweils mit Gültigkeit ab September 2022, veranschaulicht die Entwicklung. In einem im Juli erstellten Preisblatt gab die Tiwag für Neukunden etwa beim Eco-Tarif noch einen Arbeitspreis von 10,46 Cent netto an. In dem aktuellen Preisblatt, ebenfalls mit September 2022 datiert, wird der Eco-Arbeitspreis nun mit netto 38 Cent je kWh angegeben. Laut den Metadaten des pdf-Dokuments wurde das neue Preisblatt (38 Cent) am Morgen des 7. September 2022 erstellt -jener Tag, an dem im Ministerrat gegen Mittag die Strompreisbremse fixiert wurde. LA Sint mag hier nicht an Zufall glauben und bringt eine weitere Parallele ins Spiel. So hält die Tiwag im Neukunden-Preisblatt fest, dass eine Anpassung des Strompreises, also auch eine mögliche Vergünstigung, abweichend von den üblichen Lieferbedingungen (mit jährlicher Preisanpassung) erst im Juni 2024 erfolgen wird - auch die Strompreisbremse läuft Mitte 2024 aus. Der Comfort-Tarif für Neukunden wurde ebenso am 7.9. auf etwa 38 Cent erhöht, gleichermaßen bis Mitte 2024. Und auch die Tiwag-Tochter IKB habe rund um den 7. September die Neukundenpreise von zuvor 9,5 Cent netto auf ca. 38 Cent erhöht, so Sint. "Wer hier an Zufall glaubt, glaubt auch ans Christkind", sagt der wahlkämpfende Liste-Fritz-Mandatar: "Das ist natürlich kein Zufall, sondern bewusst gemacht, um bei Neukunden die Subventionen von bis zu 30 Cent einzustreifen. Ausgerechnet öffentliche Unternehmen greifen in die Taschen der Steuerzahler. Energieministerium und Wettbewerbshüter müssen hier einschreiten."
Tiwag-Chef Erich Entstrasser bestätigt zwar die Neukunden-Preise seit 7. September, weist aber einen Zusammenhang mit der Strompreisbremse zurück. Dies sei lediglich "eine zulässige Denkübung", sagt er. "Wir wussten zwar, dass eine Strompreisbremse kommt. Die genauen Details kannten wir aber nicht."

Tiroler Tageszeitung

illwerke vkw will Wärmelösungen anbieten

6. Dezember 2022, Bregenz

Der Vorarlberger Energiekonzern illwerke vkw erweitert sein Produktportfolio und bietet ab 2023 auch Wärmelösungen für Privat- und Geschäftskunden an. Im Rahmen eines Joint Ventures mit der Rene Haag GmbH in Hörbranz (Bez. Bregenz) werden Wärmelösungen im Neubau, Heizungssanierungen, Photovoltaik-Anlagen oder Ladestationen umgesetzt bzw. installiert. Zudem forciert illwerke vkw Nahwärmeversorgungsprojekte.

APA

Der frühere OMV-Chef Gerhard Roiss
 - Wien, APA/HELMUT FOHRINGER

Ex-OMV-Chef Roiss: Gas-Handelstochter der OMV verstaatlichen

6. Dezember 2022, Wien

Der frühere OMV-Chef Gerhard Roiss hat sich dafür ausgesprochen, die OMV-Gashandelstochter OGMT vorübergehend, "für zwei, drei, vier Jahre" zu verstaatlichen. Der Staat würde dann das Risiko der Mengenbeschaffung und das Preisrisiko tragen, danach könnte man das Unternehmen wieder privatisieren, sagte Roiss im ORF-"Mittagsjournal" und den "OÖ Nachrichten". Zuvor hatte OMV-Chef Alfred Stern gegenüber "Kurier" und "Presse" eine Verstaatlichung als Möglichkeit genannt.

APA

Brunner: Begeisterung sieht anders ausa
 - Wien, APA/GEORG HOCHMUTH

Brunner reagiert zurückhaltend auf OMV-Vorschlag

6. Dezember 2022, Wien

Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) hat auf den Vorschlag von OMV-Chef Alfred Stern, die OMV-Gashandelstochter OGMT zu verstaatlichen, zurückhaltend reagiert. Er werde sich in operative Angelegenheiten der OMV nicht einmischen, sagte Brunner am Dienstag zur APA und verwies auf die staatliche Beteiligungsholding ÖBAG. Die will aber eine noch laufende Analyse abwarten, bei der auch eine Übernahme der Verantwortung durch die Republik geprüft werde.

APA

Erste Zulassung für CO2-Lagerungsprojekt in Dänemark

6. Dezember 2022, Kopenhagen

Ein Pilotprojekt zur Lagerung von bis zu 15.000 Tonnen CO2 in einem früheren Ölfeld in der Nordsee hat in Dänemark die behördliche Zustimmung erhalten. Es sei das erste Mal, dass eine Genehmigung für ein CO2-Speicherprojekt in dem skandinavischen EU-Land erteilt worden sei, erklärte die dänische Energiebehörde (Energistyrelsen) am Dienstag. Die Zulassung stelle somit einen wichtigen Meilenstein für das Land dar.

APA/dpa