Deutsche Energiediskonter nach Kündigungen im Behördenvisier

14. Jänner 2022, Hamburg
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Nach der Einstellung der Lieferungen und der Kündigung hunderttausender Strom- und Gaskunden in Deutschland durch die Energiediskonter Stromio, Grünwelt und Gas.de ist deren Geschäftsführer ins Visier der Behörden geraten. Die Bundesnetzagentur geht laut "Spiegel"-Bericht dem Verdacht nach, dass die von dem mutmaßlichen Eigentümer Ömer V. geleiteten Firmen Gas und Strom lieber gewinnbringend an Großhändler verkauften, anstatt die eigenen Endkunden zu beliefern.

APA/ag

Wiener Studie: Klein-AKW teurer und ebenfalls riskant

14. Jänner 2022, Wien

Dass die EU unter gewissen Auflagen auch die Atomkraft als "grün" einstufen will, sorgt hierzulande für teils harsche Kritik. Der Frage, ob kleinere Kernkraftwerke - sogenannte Small Modular Reactors - eine Lösung sein könnten, hat sich eine von der Stadt Wien geförderte Studie des Forums Wissenschaft & Umwelt gewidmet. Ergebnis: Derartige Anlagen werden nicht als günstiger, sondern sogar als teurer eingestuft. Auch das Risiko ist keinesfalls geringer, wird betont.

APA

Siemens-Kunden müssen auf Steuerungschips warten

14. Jänner 2022, München

Auch Siemens-Kunden bekommen die Engpässe bei der Chipproduktion laut einem Magazinbericht nun zu spüren. Der deutsche Technologiekonzern habe Probleme, seine Kunden, vor allem kleinere Autozulieferer, mit Chips für die Steuerung von Fabrikanlagen zu beliefern, berichtete "Der Spiegel" am Freitag im Voraus unter Berufung auf mehrere Kunden.

APA/Reuters

Umfrage: Große Skepsis gegenüber Atomkraft in Deutschland

14. Jänner 2022, EU-weit/Brüssel/Berlin

Die meisten Menschen in Deutschland sind einer Umfrage zufolge gegen den Plan der EU-Kommission, Atomkraft als klimaneutral einzustufen und damit finanziell zu begünstigen. Laut dem ZDF-"Politbarometer" lehnen 74 Prozent der Befragten dies ab, nur 22 Prozent sind dafür. Eine Mehrheit findet es außerdem richtig, dass die restlichen Atomkraftwerke in Deutschland bis Jahresende vom Netz gehen. Einverstanden damit sind 54 Prozent, 40 Prozent der Befragten halten es für falsch.

APA/dpa

Slowenien plant Kohleausstieg bis 2033

14. Jänner 2022, Ljubljana

Slowenien plant spätestens bis 2033 aus der Kohleverstromung auszusteigen. Das sieht die nationale Strategie zum Kohleausstieg vor, die am Donnerstag von der slowenischen Regierung beschlossen wurde. Die Strategie fokussiert sich auf die Umstrukturierung der beiden Kohleregionen des Landes.

APA

Top Artikel der Woche

Kein Weihnachtsfriede bei der OMV

27. Dezember 2021

Öl- und Gaskonzern. CEO bei der Konkurrenz: Wurden bei Aufsichtsratschef Marc Garrett die Compliance-Regeln eingehalten? Überraschender Abgang des Chefs der Konzern-Revision Die neue Strategie der OMV hat im Unternehmen, in der Politik sowie in der Öl- und Gasindustrie heftige Diskussionen ausgelöst. Kein Zufall, dass jetzt auch Kritik an Marc Garrett, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, laut […]

Kurier

Gasspeicher auf historisch niedrigem Stand

20. Dezember 2021, Berlin

Netzbetreiber mobilisieren Reserven. EU-Kommission mahnt Kooperation der EU-Staaten an. Die Reserven der Gasspeicher in Deutschland bewegen sich auf niedrigem Niveau. Der Füllstand habe „die 60-Prozent-Marke unterschritten“, sagte Sebastian Bleschke, Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (INES), dem Handelsblatt. In der Initiative haben sich die Betreiber von Erdgasspeichern zusammengeschlossen.Mit einem Füllstand von derzeit rund 59 Prozent bewege […]

Handelsblatt

Novelle zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz beschlossen

12. Jänner 2022, Wien

Die Novelle zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) hat den parlamentarischen Wirtschaftsausschuss passiert und soll Ende kommender Woche vom Nationalrat beschlossen werden. Auf Antrag von ÖVP, SPÖ und Grünen wird damit die Erneuerbaren-Förderpauschale für das Jahr 2022 ausgesetzt, außerdem erfolgen beihilfenrechtliche Anpassungen beim Ausbau erneuerbarer Energieformen in Bezug auf das EU-Notifikationsverfahren zum EAG.

APA

Frankreichs Atomkraftwerke bereiten zahlreiche Probleme

10. Jänner 2022, Paris/EU-weit/Brüssel

Atomkraft? Oui merci! - das ist die Devise der französischen Regierung, um klimaschädliche CO2-Emissionen zu senken. In Brüssel setzt sich Frankreich dafür ein, Atomkraft als nachhaltig einstufen zu lassen, um Investoren anzuziehen. Dabei bereitet der französische Atompark eine Menge Probleme - von aktuellen Versorgungsschwierigkeiten bis zu einer fehlenden Strategie der Erneuerung.

APA/AFP

Burgenland mit neuer „Wärmestrategie“ gegen Energiepreise

14. Jänner 2022, Steinbrunn/Eisenstadt

Die Energie Burgenland und das Land haben am Freitag eine neue "Wärmestrategie" vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf Luft-Wärmepumpen, sie sollen einen Beitrag zur angestrebten Energie-Autarkie und zur Klimaneutralität bis 2030 leisten. "PumpenPeter" sei das erste Wärmepumpen-Abo Österreichs, erklärte Vorstandsvorsitzender Stephan Sharma bei der Präsentation in Steinbrunn (Bezirk Eisenstadt Umgebung).

APA

Größte Photovoltaik-Freiflächenanlage Oberösterreichs genehmigt

14. Jänner 2022, Lenzing

Die Raumordnung des Landes Oberösterreich hat dem Faserhersteller Lenzing den Bau der größten Photovoltaik-Freiflächenanlage in dem Bundesland genehmigt. 16.000 Module der Anlage auf der ehemaligen Deponie Ofenloch sollen knapp 5.500 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugen, was dem durchschnittlichen Jahresstrombedarf von mehr als 1.700 Haushalten entspreche, hieß es in einer Aussendung von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP). Der Naturschutzbescheid steht noch aus.

APA

Ein Kontinent, (fast) hilflos im Sturm der Preise

14. Jänner 2022, Wien

Teuerung. Europa muss heuer eine Billion Dollar für Energie ausgeben. Das dämpft die Kaufkraft und bringt Haushalte in Bedrängnis.

Wem in diesem Winter angesichts der hohen Energiepreise kalt wird, soll Hampelmänner machen, Ingwer essen oder mit dem Haustier kuscheln. Diese Tipps hatte der britische Stromversorger Ovo Energy für seine fünf Millionen Kunden parat, die sich über um bis zu 50 Prozent höhere Rechnungen beschwert hatten. Der Shitstorm ließ nicht lang auf sich warten, das Unternehmen hat sich mittlerweile in aller Form für den "wenig hilfreichen" Blog-Eintrag entschuldigt. Aber das eigentliche Problem ist damit nicht aus der Welt geschafft.

Die europäischen Großhandelspreise für Strom und Gas in Europa haben sich in den vergangenen Monaten vervielfacht. Eine echte Entspannung ist nicht in Sicht. Chris O'Shea, Chef des British-Gas-Eigentümers Centrica, erwartet, dass Erdgas noch zwei Jahre lang so teuer bleiben wird. Gas deckt ein Viertel des gesamten europäischen Energiebedarfs. Entsprechend hoch dürfte die Rechnung ausfallen, die der Kontinent heuer begleichen muss, um Wohnungen warm und Unternehmen in Betrieb zu halten. Europa wird 2022 rund eine Billion US-Dollar (880 Milliarden Euro) für Energie ausgeben, schätzen die Analysten der Citigroup. Diesmal ist es nicht der Ölpreis, der die Kosten nach oben treibt. "Gas und Strom werden in Europa unerschwinglich teuer", schreiben die Autoren. Den Konsumenten stünden "einige harte Entscheidungen bevor".

Die Presse

In der Ost-Region wird Gas ab Februar teurer

14. Jänner 2022

Großhandelspreis 2021 stark gestiegen

Haushaltsenergie. Für Kunden der Landesversorger Wien Energie, EVN und Energie Burgenland erhöhen sich ab Februar die Gaspreise.

Kleine Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 8.000 Kilowattstunden (kWh) müssen mit monatlichen Mehrkosten von elf Euro rechnen, bei einem Verbrauch von 15.000 kWh sind es 21 Euro. Betroffen sind alle Standardtarife, die keine detaillierten Preisanpassungsklauseln oder Preisgarantien haben.

Der Grund für die Tariferhöhungen sind die international hohen Großhandelspreise. So ist der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) derzeit sieben Mal so hoch wie vor einem Jahr. Strom wurde bei den drei Versorgern, die auch die Vertriebsgemeinschaft EnergieAllianz bilden, bereits ab Jänner um durchschnittlich 12 bis 13 Euro pro Monat teurer.

Kurier