Ölembargo gegen Russland könnte Diesel verteuern

27. Jänner 2023, Wien/Kiew (Kyjiw)/Moskau
Dieselpreis wieder vor Höhenflug?
 - Herne, APA/AFP

Zwar importiert Österreich keine Erdölprodukte mehr aus Russland, trotzdem könnte sich der zweite Teil des EU-Embargos indirekt auch auf Österreich auswirken. "Österreich importiert ungefähr 60 Prozent des österreichischen Dieselbedarfs. Von dieser Menge kommen circa 60 Prozent aus Deutschland", sagte die Geschäftsführerin des Fachverbandes der Mineralölindustrie in der Wirtschaftskammer, Hedwig Doloszeski, am Freitag im ORF-"Morgenjournal".

APA

Ungarn lehnt EU-Sanktionen gegen russische Atomwirtschaft ab

27. Jänner 2023, Kiew (Kyjiw)/Moskau/Budapest
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban
 - Budapest, APA/AFP

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban bekräftigt seine Ablehnung von Forderungen nach EU-Sanktionen gegen die russische Atomwirtschaft. Die ungarische Regierung werde es nicht zulassen, dass die Kernenergie in die Sanktionen einbezogen werde, sagt Orban im staatlichen Rundfunk. "Das ist indiskutabel." Die Ukraine fordert von der Europäischen Union, das staatliche russische Kernenergie-Unternehmen Rosatom in die Sanktionen einzubeziehen.

APA/ag

Energie AG senkt Strom- und Gaspreise für Neukunden

27. Jänner 2023, Linz
Neukunden zahlen weniger
 - Würzburg, APA/dpa

Die Energie AG Oberösterreich senkt die Strom- und Gastarife für Neukundinnen und -kunden. Alle, die zwischen 21. Dezember 2021 und Ende Jänner einen Vertrag abgeschlossen haben, werden mit Anfang Februar auf die Tarife für Bestandskunden umgestellt. Auch für jene, die ab Februar zur Energie AG wechseln, wird es billiger, wenn auch nicht im selben Ausmaß.

APA

Deutschland: Keine Doppelbesteuerung von CO2-Emissionen

27. Jänner 2023, Berlin

Deutsche Unternehmen sollen für den Ausstoß von Kohlendioxid nicht doppelt belastet werden. Eine entsprechende Verordnung hat der Bundestag am frühen Donnerstagabend beschlossen. Danach werden Unternehmen vom nationalen CO2-Preis befreit, wenn sie für den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen bereits Verschmutzungszertifikate über den europäischen Emissionshandel erworben haben.

APA/dpa

EU treibt Preisdeckel-Pläne für Ölprodukte voran

27. Jänner 2023, Brüssel

Die EU soll nach Ansicht der Kommission einem Insider zufolge einen abgestuften Preisdeckel für russische Mineralölprodukte verhängen. Die EU-Kommission empfehle den Mitgliedsstaaten eine Obergrenze von 100 Dollar je Barrel für hochwertige Erzeugnisse wie Diesel und 45 Dollar je Barrel für billigere Produkte wie Schweröl, sagte ein EU-Vertreter.

APA/ag

Top Artikel der Woche

Stromkostenzuschuss für Mehrpersonenhaushalte kommt

25. Jänner 2023, Wien

In der Sondersitzung des Nationalrats am Mittwoch geht es nicht nur um die Antiteuerungswünsche der SPÖ, sondern auch um eine konkrete Maßnahme der Koalition. Beschlossen werden soll eine Stromkostenbremse für größere Haushalte mit mehr als drei Personen. Pro weiterem Kopf werde man jährlich weitere 105 Euro von der Stromrechnung abziehen, teilte das Finanzministerium mit. Debattiert und beschlossen wird das Vorhaben zu Sitzungsbeginn ab 10.00 Uhr.

APA

Steiermark bringt 824 Hektar für Fotovoltaik in Begutachtung

25. Jänner 2023, Graz

Die steirische Landesregierung hat am Mittwoch bei einer Pressekonferenz 37 konkrete Vorzugsflächen für den Bau von großen Fotovoltaikanlagen bekannt gegeben. Diese werden nun in einer entsprechenden Verordnung in einem Begutachtungsverfahren aufgelegt. Die meisten der Flächen sind in der Südoststeiermark und reichen von zehn bis über 45 Hektar Größe. Die Begutachtung läuft bis 23. März.

APA

ADX will in Molln Gas für heimischen Markt fördern

23. Jänner 2023, Molln/Wien

Das Management der australisch-österreichischen Firma ADX, die in Molln (OÖ) Gas fördern will, versichert, dass man dieses für den heimischen Markt zur Verfügung stellen wolle. Alles andere wäre ökonomisch sinnlos. Dennoch: Verpflichtet sei man dazu nicht. Die Umsätze des Konzerns werden derzeit praktisch nur in Österreich generiert. Mit 10 Mio. Euro Umsatz und 13 Mitarbeitern ist die Österreich-Tochter ADX Vie überschaubar. Projekte finanziert man mit Finanzinvestoren.

APA

Kelag erhöht Preise für Teil der Kunden

25. Jänner 2023

Stromabnehmer außerhalb Kärntens zahlen 27 Cent/kWh. Vorerst keine Tariferhöhung für Kelag-Kunden in Kärnten. Tarif für Neukunden wird jetzt auf 35 Cent/kWh gesenkt.

Der steirische Kunde war einigermaßen überrascht, als ihm die Kärntner Kelag den Stromliefer-Vertrag kurzerhand per E-Mail aufkündigte. „Die Energiekrise wirkt auch auf die Kelag, sodass wir nun eine Neugestaltung der Mehrheit unserer Tarife vornehmen müssen“, heißt es in dem Schreiben. „Davon ist auch Ihr Tarif betroffen, der mit 31. März 2023 eingestellt wird.“ Etwas mehr als 10 Cent netto zahlt der Kunde bisher, der mit seiner Wärmepumpe mehr als 10.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr verbraucht. Die Kelag macht ihm „ein neues, attraktives Angebot“ – 27 Cent pro kWh, also beinahe eine Verdreifachung des Energiepreises. „Deutlich günstiger als Preise für Neukunden und eine Preisgarantie bis 31. Dezember 2023“, versucht die Kelag ihre gekündigten Kunden zu umgarnen. „Wir heben die Preise laufend und kontinuierlich auf ein marktkonformes Niveau an“, erklärt dazu Alexander Jordan, der Vertrieb und Marketing bei der Kelag leitet. Allerdings vorerst nur für Kunden außerhalb Kärntens. „Wir hatten historisch sehr günstige Tarife mit einer sehr heterogenen Tarifstruktur. Das wird nun auf den aktuellen Stand gebracht.“ Eine „hohe zweistellige Zahl“ an Tarifen werde daher auf einen einzigen Tarif umgestellt, der neue einheitliche Bestandskundentarif für Strom-Abnehmer außerhalb Kärntens liege bei erwähnten 27 Cent.

Mehr als neun von zehn Kunden würden durchschnittlich den höheren Tarifen zustimmen – mangels Alternativen ist auch der eingangs erwähnte steirische Stromkunde dazu bereit. Denn wer nicht zustimmt, muss sich einen neuen Lieferanten suchen. Sonst kommt es zu einer Abschaltung durch den Netzbetreiber ab 1. April, warnt die Kelag. Den höheren Preis – die Ausgangstarife seien je nach Vertrag unterschiedlich – argumentiert die Kelag mit den deutlich gestiegenen Energiekosten. „Die Kelag hat die Tarife für Bestandskunden so lange wie möglich auf einem niedrigen Niveau gehalten, um Sie als treuen Kunden vor der Energiekrise zu schützen.“

Wie andere Stromversorger – etwa zuletzt der Verbund – verweist auch die Kelag im Zuge der Preiserhöhung auf die Stromkostenbremse, die Haushalte bis zu einem Verbrauch von 2900 kWh automatisch entlastet. Der Verbrauch über dieser Marke wird zum dann gültigen Strompreis abgerechnet, darunter fallen seit 1. Dezember 2022 im Normalfall 10 Cent pro kWh an Stromkosten an.

Kleine Zeitung

Austro-Kfz-Zulieferer wollen E-Fuels statt E-Autos pushen

26. Jänner 2023, Wien

Die milliardenschwere heimische Automobilzulieferindustrie fordert vehement die Umsetzung einer Technologieneutralität auf dem Weg zum (möglichst) emissionsfreien Auto. Es dürfe nicht länger rein auf Elektromobilität gesetzt werden sondern unbedingt auch auf E-Fuels. Das forderte der Vorsitzende der ARGE Automotive Zulieferindustrie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Dietmar Schäfer, am Donnerstag vor Journalistinnen und Journalisten in Wien.

APA