EnBW verdiente im ersten Halbjahr weniger

12. August 2022, Karlsruhe
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Der deutsche Energiekonzern EnBW kämpft wegen der Gas-Lieferkürzungen Russlands mit stark gestiegenen Beschaffungskosten und wird anders als der Konkurrent RWE auf die geplante Gasumlage zurückgreifen. "Die Situation ist nicht vergleichbar", sagte Finanzchef Thomas Kusterer am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. RWE habe erklärt, wenig von den russischen Gaskürzungen betroffen zu sein.

APA/ag

Gasspeicher-Füllstand in Deutschland noch knapp unter 75 %

12. August 2022, Brüssel
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Der registrierte Füllstand der deutschen Gasspeicher hat sich dem ersten Speicherziel von 75 Prozent weiter angenähert. Wie am Freitag aus vorläufigen Daten der europäischen Gasspeicherbetreiber im Internet hervorging, waren die Speicher am Mittwochvormittag zu 74,4 Prozent gefüllt. Das waren etwa um 0,6 Prozentpunkte mehr als am Vortag.

APA/dpa

Bank aus EU lässt Zahlung für Öltransit doch zu

12. August 2022, Bratislava

Die Zahlung für den Transit von russischem Öl durch die Ukraine wird dem slowakischen Raffineriebetreiber Slovnaft zufolge nun doch von einer europäischen Bank abgewickelt. "Die Bank hat die ursprünglich blockierte Gebühr zwischen den Transitgesellschaften noch einmal geprüft und schließlich akzeptiert", sagt ein Slovnaft-Sprecher. Sollte sich dies bestätigen, wäre ein Hindernis für russische Ölexporte in die Slowakei, nach Tschechien und Ungarn beseitigt.

APA/ag

Photovoltaik für die Mariazellerbahn

12. August 2022, Weinburg

Beim Umformerwerk Klangen in der Gemeinde Weinburg im Bezirk St. Pölten ist die erste Photovoltaikanlage der Niederösterreich Bahnen in den Probebetrieb gegangen. Mithilfe der Freiflächen- und Dacheinrichtung soll einer Aussendung vom Freitag zufolge nun ein Teil des Energiebedarfs der Mariazellerbahn gedeckt werden.

APA

Uniper: Könnten Asien-Gas nach Europa umleiten

12. August 2022, Düsseldorf
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Der deutsche Gasversorger Uniper hat ein ungewöhnliches Tauschgeschäft vorgeschlagen, bei dem für Asien bestimmtes Flüssiggas aus den USA nach Europa umgeleitet würde, um dort Versorgungslücken zu stopfen. Dem Plan zufolge würden asiatische Kunden dafür Gas des australischen Uniper-Kooperationspartners Woodside erhalten, wie Uniper am Donnerstag mitteilte. Das Unternehmen bestätigte damit die Angaben von Händlern, die von dem Vorschlag berichtet hatten.

APA/ag

Top Artikel der Woche

RHI-Magnesita-Chef will „klare Energiestrategie“ in Europa

8. August 2022, Wien

Die hohen Energiepreise gefährden die Wettbewerbsfähigkeit Europas, warnte der Chef des Feuerfestkonzerns RHI Magnesita, Stefan Borgas, am Montag im Interview mit der "Kleinen Zeitung". Ohne eine "klare Energiestrategie", wie Europa wieder wettbewerbsfähig wird, müsse das Unternehmen im kommenden Jahr über Produktionsverlagerungen nachdenken, so Borgas. Neben grünem Wasserstoff müsse auch Atomkraft und Fracking in Österreich als Teil der Lösung diskutiert werden.

APA

Boltz: Aus für Merit-Order-Prinzip brächte preislich wenig

10. Mai 2022, Wien

Auch ein Abgehen von der sogenannten Merit Order zur Strompreisbildung, wonach das jeweils letzte - in der Regel teuerste - (Gas-)Kraftwerk das Preisniveau bestimmt, würde nach Meinung des Energie-Experten Walter Boltz nicht viel ändern. Würde man stattdessen etwa ein Pool-Modell anwenden, würde es preislich "nicht um so viel besser", so Boltz im Radio. Zuletzt hatte die WKÖ eine Änderung des Prinzips verlangt, die AK machte sich für einen Gaspreisdeckel für Kraftwerke stark.

APA

„Strompreise steigen 2023 erneut um 100 Prozent“

1. Juni 2022

Theodor Tanner. Ex-Chef der Bundeswettbewerbsbehörde sieht die EU in der Pflicht

In den vergangenen Wochen sind die Preise für Energie massiv gestiegen. Beim Verbund etwa betrug der Zuwachs im Durchschnitt 77 Prozent. Viele Verbraucher ächzen unter diesem Anstieg. Doch es könnte noch schlimmer kommen, glaubt man Theodor Thanner. Er war bis vor kurzem Chef der heimischen Bundeswettbewerbsbehörde BWB. Bis Mai hätten die Preise an der Stromhandelsbörse in Leipzig bereits um rund 30 Prozent zugelegt. „Rechnet man
das aufs ganze Jahr hoch, kommt man auf 100 Prozent.“ Das würde bedeuten, dass die Preise im kommenden Jahr in diesem Ausmaß erneut steigen würden. Thanner will das so nicht akzeptieren.

„Es gibt dringenden Handlungsbedarf“, sagte er im Klub der Wirtschaftsjournalisten. Der Strommarkt sei kein freier Markt. Daher fordert er die EU-Kommission auf, tätig zu werden. „Sie sollte sich intensiv mit der Merit-Order beschäftigen.“ Diese besagt, dass das teuerste Kraftwerk, das zur Deckung der Stromnachfrage benötigt wird, den Preis bestimmt. Das ist meist ein Gaskraftwerk – und wegen der aktuell hohen Gaspreise ist auch der Strom teuer.
Konkret sollte die EU sich in dem Zusammenhang damit beschäftigen, ob das Kartellrecht hier greifen könnte. „Das System ist nicht wettbewerbsfördernd.“ Zudem hinterfragt er generell die Merit-Order. „Man könnte auch den Strom- vom Gaspreis lösen.“ Dies sei natürlich nicht von heute auf morgen möglich, „sonst würden die Märkte zusammenbrechen.“

Des Weiteren sei die Einführung einer Obergrenze für den Gaspreis möglich, wie dies etwa schon Spanien oder Portugal vollzogen haben.

Kurier

Kostenfalle Fernwärme bei Wien Energie: Preis verdoppelt

30. März 2022

Erdgas. Die Müllverbrennung alleine reicht nicht für Heizung und Warmwasser

Die Bewohner eines Mehrparteienhauses in Wien staunten nicht schlecht: Die monatlichen Kosten für die Fernwärme, mit der sie Heizung und Warmwasser beziehen, haben sich diesen Winter schlagartig verdoppelt. Die Bewohner wendeten sich an den KURIER, da die Erklärungen dazu eher schwammig waren. Die mehrere Seiten lange Berechnung liegt der Redaktion vor.

Geht das also? Gleich 100 Prozent mehr für Heizung und Warmwasser, eine Erhöhung im dreistelligen Bereich? Nun: 20 Prozent der Anhebung entfallen nicht auf den Wärmelieferanten Wien Energie, sondern auf einen Energiedienstleister, der für die Hausverwaltung die Verrechnung übernimmt. Da die Kosten erst mit Verzögerung an die Bewohner weitergegeben wurde, so wird erklärt, falle die Erhöhung der Vorschreibung um 20 Prozent höher aus. Der Großteil der verbliebenen 80 Prozent geht auf eine Anhebung der Vorschreibung von Wien Energie zurück – und zwar, obwohl der Verbrauch im Jahresvergleich nur um zehn Prozent gestiegen ist.

Einerseits kommt auf die Bewohner eine Nachzahlung zu. Neben dem höheren Verbrauch wirkt sich dabei der höhere Gaspreis im vergangenen Jahr aus – denn die Wiener Fernwärme ist zu einem Gutteil fossil, die Müllverbrennung hat nicht ausreichend Leistung. Der Großhandelspreis für Gas hat sich im letzten Jahr – und schon vor dem Ukraine-Krieg – vervielfacht. Und da der Vertrag mit dem Großhandelspreis steigt und fällt („Indexierung“) hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass die Energiekosten höher waren als veranschlagt. Bei einem um zehn Prozent höheren Verbrauch betragen die Mehrkosten etwa ein Drittel.

Zweitens wirkt dieser Mechanismus auch in die Zukunft: Das bedeutet, dass die Akontovorschreibung für das laufende Jahr um 45 Prozent erhöht wurde, heißt es bei Wien Energie auf Anfrage des KURIER. „Ziel der Akontovorschreibungen ist immer, die Jahreskosten im Vorhinein bestmöglich abzubilden“, Nachzahlungen sollen so vermieden werden.

Kurier

Tanken war im Juni deutlich teurer als vor einem Jahr
 - Wien, APA/THEMENBILD

Haushaltsenergiepreise stiegen um 45 Prozent

12. August 2022, Wien

Österreichs Haushalte zahlten im Juni um 45 Prozent mehr für Energie als im Jahr davor. Stark gestiegen sind die Preise für Treibstoffe, Heizöl und Gas, auch Holzpellets und Brennholz verteuerten sich kräftig. Sprit kostete im Juni und Juli erstmals großräumig mehr als 2 Euro je Liter, so die Österreichische Energieagentur. Aktuell gibt es hier eine leichte Entspannung, kurzfristig könnte ein Plateau erreicht sein. Strom und Gas werden bei vielen Anbietern teurer.

APA

Laufkraftwerke an Donau produzieren aktuell auf niedrigem Niveau
 - Greifenstein, APA/THEMENBILD

Forscher für Management des „Wasserjahres“ und Energiesparen

12. August 2022, Wien

Die Gemengelage mit dem zuletzt trockenen Winter und dem von Hitzewellen und Dürre geprägten Sommer hat europaweit für beunruhigende Flusspegelstände gesorgt. Österreich sei mit seinem starken Fokus auf Wasserkraft "noch gut aufgestellt", müsse sich aber auf Mangel-Szenarien besser einstellen, sagte der Wasserbauexperte Christoph Hauer zur APA. Es brauche klimawandelfitte Flüsse und möglichst bald "Klimanotfallpläne", um das "Wasserjahr zu managen".

APA

Energiepreis-Ausgleich für Betriebe zieht sich

12. August 2022, Wien

Auch den Unternehmen soll ein Teil der gestiegenen Energiekosten rückerstattet werden. Die offene Frage lautet: Wie und wie viel? Die Regierung hat nicht nur Haushalten Abhilfe für die enorm gestiegenen Energiekosten in Aussicht gestellt. Die Details der geplanten Strompreisbremse werden derzeit im Klimaschutzministerium ausgearbeitet. Auch für Betriebe, die mit einer Vervielfachung der Strom-, Gas- und […]

Salzburger Nachrichten

Strom, Gas: Wem steht Grundversorgung zu?

12. August 2022, Wien

Energie. Das Recht auf Grundversorgung betrifft weitaus mehr Menschen als bisher angenommen. Es gibt Gesetze, über deren genauen Inhalt und Tragweite denkt jahrelang kaum jemand nach. Weil nur wenige Menschen davon betroffen sind. Oder weil man das irrigerweise annimmt. So war das wohl auch lange Zeit mit den Regelungen über die „Grundversorgung“ mit Strom und […]

Die Presse