IEA senkt Prognose für Ölnachfrage – „Mark bleibt fragil“

15. Dezember 2020, Paris
IEA: Nachfrage wird weiter tief bleiben
 - Ponca City, APA/ag

Die Erholung des Ölmarktes von der Corona-Pandemie wird nach Einschätzung der Internationale Energieagentur (IEA) langsamer als bisher prognostiziert verlaufen. „Die Nachfrage wird eindeutig längere Zeit niedriger sein als erwartet“, teilte die IEA am Dienstag in Paris in einem Bericht mit. Sie reduzierte daher ihre Prognose für die Rohölnachfrage. „Der Markt bleibt fragil“, schreibt die IEA.

Schließlich wurden zuletzt in Europa erneut viele wirtschaftliche Beschränkungen beschlossen, die die Nachfrage nach Rohöl dämpfen.

Für das Jahr 2021 senkte der Interessenverband führender Industriestaaten seine Prognose für die globale Nachfrage nach Rohöl um 110.000 Barrel pro Tag. Im gesamten Jahr 2021 dürfte die Nachfrage trotzdem um 5,7 Millionen Barrel pro Tag zum Vorjahr steigen. Damit hätte die Ölnachfrage rund zwei Drittel ihres historischen Rückgangs im Jahr 2020 wettgemacht. Insgesamt dürfte die Nachfrage im Jahr 2021 bei 96,9 Millionen Barrel pro Tag liegen

Bereits am Montag hatte die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ihre Prognose für das erste Quartal 2021 gesenkt. Die bisherige Prognose wurde um eine Millionen Barrel pro Tag reduziert. Die OPEC verwies auf Unsicherheiten mit Blick auf die Entwicklung der Coronakrise und die Verteilung von Impfstoffen. Die OPEC schätzte den Bedarf für 2021 auf 96,89 Mio. Fass täglich.

APA/dpa-AFX

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