Eni überraschte zum Ende des Krisenjahres 2020 positiv

19. Feber 2021, Rom
Aufwind für Eni
 - San Donato Milanese, APA/AFP

Der Ölpreiskollaps im vergangenen Frühjahr hat dem Ölkonzern Eni 2020 einen Milliardenverlust eingebrockt. So hatte die Coronapandemie zu einem historischen Nachfrageeinbruch geführt. Auch wegen hoher Abschreibungen summieren sich daher die Verluste auf 8,6 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag in Rom mitteilte. Im Jahr zuvor hatte nach einem Gewinneinbruch – ebenfalls infolge hoher Abschreibungen – immerhin noch ein kleiner Gewinn von 148 Millionen Euro gestanden.

Auch da hatte Eni schon den Bilanzwert einiger Anlagen wegen eines Ölpreisrückgangs reduzieren müssen. Einmalbelastungen und andere Sonderfaktoren ausgeklammert steht 2020 ein bereinigter Verlust von 742 Euro zu Buche. Immerhin: Zwischen Oktober und Ende Dezember erzielte Eni dank einer Erholung der Ölpreise einen bereinigten Gewinn von 66 Millionen Euro. Das vierte Quartal lief damit besser als Experten erwartet hatten.

Eni will seinen Aktionären für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 0,36 Euro pro Aktie zahlen, inklusive der Zwischendividende von 0,12 Euro vom September. Für das Jahr zuvor waren es mit 0,86 Euro noch mehr als doppelt so viel.

APA/dpa-AFX

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