Corona sorgte für weniger Andrang bei E-Control-Schlichtung

24. März 2021, Wien
Trotz Corona 2020 mehr als 1

Die Schlichtungsstelle der Energieregulierungsbehörde E-Control hat im Coronajahr 2020 mehr als 1.440 Eingaben bearbeitet. Damit habe man trotz der Pandemie „in gewohnter Weise verlässliche Unterstützung bei allen Fragen zu Problemen zu Strom und Gas“ geboten, so E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch am Mittwoch. Der Rückgang um rund 1.000 Eingaben gegenüber 2019, als es 2.400 Eingaben gab, ist wegen Coronaregelungen für die Behörde nicht überraschend.

„In der ersten Jahreshälfte ist es zu einer freiwilligen Vereinbarung zwischen der zuständigen Energieministerin und der Energiebranche gekommen mit dem Ziel, die Belieferung von Strom und Gas sicherzustellen und Abschaltungen zu vermeiden“, erläuterte der Behördenchef in einer Aussendung. Das habe einerseits dazu beigetragen, dass an die Schlichtungsstelle weniger Probleme herangetragen wurden, da von den Unternehmen auch vermehrt Ratenzahlungen, Stundungen aber auch eine Anpassung von Teilzahlungsbeträgen angeboten wurden. „Trotzdem hat es sehr viele Anfragen zu Zahlungsschwierigkeiten gegeben.“

Zudem ist das Thema „Vertragsrücktritt“ in der Schlichtungsstelle im vergangenen Jahr stark zurück gegangen. 2020 wurden Strom- oder Gasabschlüsse von den Lieferanten außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten nur in sehr eingeschränktem Maße abgeschlossen. „So hat es letztes Jahr zum Beispiel kaum ein Auftreten von Vermittlern in Einkaufszentren oder Haustürgeschäfte nahezu gar nicht gegeben“, erläutert Urbantschitsch.

Abseits der Pandemie hat die Schlichtungsstelle der E-Control „Dauerbrenner“-Themen. „Und zwar betrifft das Unklarheiten mit der Strom- und Gasabrechnung. Viele Konsumentinnen und Konsumenten sind verunsichert, wenn die Strom- oder Gasrechnung plötzlich höher als im Jahr davor ist und können sich die Gründe dafür häufig nicht erklären“, sagt der Behördenchef. Hier helfe die Schlichtungsstelle mit Aufklärung und auch im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens in dem mit dem Energielieferanten und Netzbetreiber Kontakt hergestellt wird, um den Verbrauch zu hinterfragen.

Ein Streitschlichtungsverfahren bei der Schlichtungsstelle ist für Konsumenten kostenlos. Kontaktiert werden kann die Schlichtungsstelle per Mail unter schlichtungsstelle@e-control.at, per Webformular, per Post bzw. Fax oder per Telefon unter 01-24724-444. Informationen zur Schlichtungsstelle gibt es auf der Homepage der E-Control unter . Auch Unternehmen können sich dorthin wenden.

APA

Ähnliche Artikel weiterlesen

Höherer Strom- und Gasverbrauch im ersten Halbjahr

3. September 2021, Wien
Strom- und Gasverbrauch heuer höher
 - Bremen, APA (Archivbild)

Smart Meter kommen zu langsam, auf Sonderwunsch aber früher

1. September 2021, Wien
Smart-Meter-Roll-Out erfolgt sehr langsam
 - Schwanenstadt, APA (Archivbild)

AGCS erhebt Einspruch gegen E-Control Bescheid

16. August 2021, Wien

Starkes Stromverbrauchs-Plus im Juni – Anstieg auch bei Gas

3. August 2021, Wien
41790348462027842_BLD_Online