Gazprom rechnet mit Nord Stream 2-Fertigstellung in diesem Jahr

26. März 2021, Moskau
Gazprom ist zuversichtlich
 - Lubmin, APA/dpa

Ungeachtet wiederholter Forderungen der USA nach einem Baustopp der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 rechnet der russische Energieriese Gazprom mit einem Ende der Arbeiten noch in den nächsten Monaten. „Sie wird definitiv in diesem Jahr fertiggestellt“, sagte Gazprom-Aufsichtsratschef Viktor Subkow der russischen Staatsagentur TASS zufolge am Freitag. Es gebe „nur noch wenig zu vervollständigen“. Mehr als 90 Prozent der Rohre seien bereits verlegt.

Der Kreml hatte sich wiederholt zuversichtlich gezeigt, dass das Projekt beendet wird. Die Leitung soll künftig 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr von Russland nach Deutschland befördern. An der Finanzierung des Projekts ist auch der Öl-und Gaskonzern OMV beteiligt.

Zuletzt hatte US-Außenminister Antony Blinken Deutschland zum Baustopp aufgefordert. Er hatte zudem weitere Sanktionen gegen die Pipeline nicht ausgeschlossen, um eine Fertigstellung zu verhindern. Die USA begründen ihre Ablehnung des Projekts mit der ihrer Ansicht nach zu großen Abhängigkeit ihrer europäischen Partner von russischem Gas. Washington hatte im Jänner bereits Sanktionen gegen ein am Bau beteiligtes Unternehmen verhängt. Pipeline-Befürworter werfen den USA dagegen vor, nur ihr Flüssiggas in Europa besser verkaufen zu wollen.

APA/dpa

Ähnliche Artikel weiterlesen

Bayern besteht auf Übernahme von Uniper-Wasserkraftwerken

13. Juni 2024, Düsseldorf
Bayern stellt Uniper die Rute ins Fenster
 - Düsseldorf, APA/AFP

Uniper kündigt Gaslieferverträge mit russischer Gazprom

12. Juni 2024, Düsseldorf
Uniper will kein Gas mehr von Gazprom
 - Unterreit, APA/AFP

ÖVP Burgenland kritisiert geplante Wasserstofffabrik

7. Juni 2024, Zurndorf
ÖVP: Projekt angesichts knapper Wasserressourcen  in der Region "unverantwortlich"
 - Wien, APA

Milliardenschwerer Erdkabel-Auftrag in Deutschland vergeben

6. Juni 2024, Mannheim/Dortmund
Höchstspannungskabel sollen Windstrom aus dem Norden in den Süden Deutschlands transportieren
 - Husum, APA/dpa