RAG will Sonnen- und Windenergie in H2-Form speichern

8. Juni 2021, Wien
Solarenergie wird in Wasserstoff umgesetzt - Gaarz, APA/dpa-Zentralbild

Die EVN-Speichertochter RAG Austria AG will mit Partnern Sonnen- und Windenergie in Form von Wasserstoff (H2) in unterirdischen Gaslagerstätten einspeichern. Gemeinsam mit österreichischen Projektpartnern wird die RAG in den nächsten Jahren dazu einen Feldversuch in Oberösterreich durchführen. „Wasserstoff ist das fehlende Puzzleteil für ein vollständig CO2-neutrales Energiesystem“, kommentierte RAG-Austria-Chef Markus Mitteregger die Projektankündigung.

„Das aber Entscheidende ist seine großvolumige Speicher- und Transportierbarkeit in der bestehenden nahezu unsichtbaren Infrastruktur“, sagte Mitteregger. Dadurch habe man auch in den sonnen- und windarmen Zeiten genügend „grüne Energie“ zur Verfügung. „Innovatives Speichern von erneuerbaren Energien wird auf dem Weg der Klimaneutralität bis 2040 eine wichtige Rolle spielen“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) in einer Aussendung am Dienstag. „Wir unterstützen rot-weiß-rote Innovationen, die zu diesem Ziel beitragen.“

Im Rahmen des Projekts „Underground Sun Storage 2030“ werden bis 2025 unter der Leitung der RAG gemeinsam mit Projektpartnern technischwissenschaftliche Untersuchungen unter realen Bedingungen an einer ehemaligen Erdgaslagerstätte in der oberösterreichischen Gemeinde Gampern (Bezirk Vöcklabruck) durchgeführt. Ziel ist es, eine sichere, saisonale und großvolumige Speicherung von Erneuerbarer Energie in Form von Wasserstoff in unterirdischen Gaslagerstätten zu entwickeln.

Zu den Projektpartner gehören Axiom Angewandte Prozesstechnik, Energie AG Oberösterreich, das Energieinstitut an der Johannes-Kepler-Universität Linz, EVN AG, HyCentA Research GmbH, K1-MET GmbH, Technische Universität Wien, Universität für Bodenkultur Wien, Verbund, Verein WIVA P&G und voestalpine Stahl. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Initiative „Vorzeigeregion Energie“ des Klima- und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des Klimaschutzministeriums.

Laut RAG haben die Vorgänger-Forschungsprojekte „Underground Sun Storage“ und „Underground Sun Conversion“ gezeigt, dass ein Wasserstoffanteil von bis zu 20 Prozent in Erdgaslagerstätten „gut verträglich“ gespeichert werden kann. Laboruntersuchungen würden nahe legen, dass ein Wasserstoffanteil von bis zu 100 Prozent möglich sei.

APA

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