Stmk fördert Green-Tech-Forschung mit weiteren 2 Mio. Euro

29. November 2021, Graz
Schwerpunktsetzung

Mit 3,5 Millionen Euro hat das Land Steiermark im vergangenen Jahr für Forschungsprojekte im Bereich der Grünen Technologien gefördert. In diesem Jahr wurden in einer weiteren Ausschreibungsrunde zusätzliche zwei Millionen Euro bewilligt. 2022 will man darüber hinaus eine dritte Ausschreibung starten, teilte die Kommunikation Steiermark am Montag mit. Das Geld kommt aus dem Budget des „Zukunftsfonds Steiermark“.

Im Vorjahr wurden in der Steiermark mit den Mitteln des „Zukunftsfonds Steiermark“ mit 3,5 Millionen Euro insgesamt zehn Projekte zum Thema „Grüne Transformation“ gefördert. „Der Ausstieg aus fossilen Energieträgern und das Einsparen von CO2-Emissionen erfordert tiefgehende Transformationsprozesse – von der Energiegewinnung bis hin zur Industrie“, betonte Klimaschutzlandesrätin Ursula Lackner (SPÖ). Nun gibt es eine weitere Finanzspritze.

Neun Projekte unterstützt

„Um unsere Spitzenposition weiter ausbauen zu können, unterstützen wir neun exzellente Projekte in diesem Bereich. Damit leisten wir zum einem einen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Umsetzung des europäischen Green Deal, zum anderen ergeben sich neue Perspektiven für wirtschaftliches Wachstum und zusätzliche Arbeitsplätze in der Steiermark“, erklärte Wissenschafts- und Forschungslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) die Schwerpunktsetzung. „Grüner Wasserstoff“, „Grüne Mobilität“ und Energiesysteme sind die zentralen Themen. Übernommen werden bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten, maximal jedoch 250.000 Euro pro Projekt.

So hat sich etwa das Projekt „Green AmmoniaFUEL“ der Montanuniversität Leoben zum Ziel gesetzt, ein energieeffizientes, industrielles Verfahren zu entwickeln, um aus Abwasser Stickstoff abzutrennen und als Ammoniak-Gas für eine Festoxidbrennstoffzelle nutzbar zu machen. Auf diese Weise könnten Kläranlagen entlastet und gleichzeitig aus dem dort vorhandenen, überschüssigen Stickstoff ein nachhaltiger Treibstoff erzeugt werden.

60 Prozent weniger CO2-Emission bei der Eisen- und Stahlproduktion wird im Projekt „SteirEISen“ der TU Graz angestrebt. Für Sideriterz – dem karbonatischen Eisenerz vom steirischen Erzberg – soll ein Prozesskonzept erarbeitet werden, bei dem durch die direkte Wasserstoffreduktion elementares Eisen direkt aus dem Eisenkarbonat gebildet werden soll.

Im Bereich der Herstellung von Wasserstoff stellt u.a. die AEM-Elektrolyse (Anion Exchange Membrane) eine vielversprechende Lösung zur nachhaltigen Herstellung von Wasserstoff dar. Die Grazer HyCentA Research GmbH will in ihrem Projekt „AEM Neo“ an einer verbesserten Performance des Prozesse arbeiten, indem der interne Schichtaufbau mit ionisch leitfähigen Polymeren gezielt modifiziert wird. Zum anderem will man durch systematische Experimente ein umfassenderes Verständnis erlangen und die weitere Entwicklung beschleunigen.

APA

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