China will Fünftel der Stromerzeugung aus grünen Quellen

22. März 2022, Peking
China will bis 2060 CO2-neutral sein
 - Shenzhen, APA/AFP (Symbolbild)

Der weltgrößte Energieverbraucher China will bis 2025 ein Fünftel seines Bedarfs aus erneuerbaren Quellen decken. Deren Anteil an der Stromgewinnung soll von zuletzt 16 auf dann 20 Prozent steigen, wie die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission am Dienstag mitteilte. Zudem soll der Einsatz von Kohle in der Schwerindustrie streng kontrolliert werden, wozu die Stahl-, Chemie- und Zementbranche gezählt werden.

„Wir werden die Anpassung der Energiestruktur beschleunigen und gleichzeitig die Energieversorgungssicherheit und die kohlenstoffarme Transformation fördern“, so die Kommission. Etwa 30 Gigawatt (GW) an Stromkapazitäten auf Kohlebasis sollen zwischen 2021 und 2025 abgeschaltet werden. Bis dahin sollen zugleich 380 Gigawatt an Wasserkraft- und 70 Gigawatt an Kernkraftkapazitäten installiert werden.

Die Volksrepublik ist der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen. Die Emissionen sollen bis 2030 ihren Höhepunkt erreichen, während das Land bis 2060 CO2-neutral sein will. Der Kommission zufolge wird China die jährliche Erdölproduktion bei 200 Millionen Tonnen halten, während bei Erdgas bis 2025 eine Steigerung auf mehr als 230 Milliarden Kubikmeter vorgesehen ist.

In China haben Engpässe bei der Kohleversorgung und Stromausfälle vor allem im vergangenen Jahr viele Unternehmen sowie Bürger in die Bredouille gebracht. Dabei spielen neben knappen Kohlevorräten auch strengere Emissionsnormen ein Rolle. Das hat zu weitreichenden Drosselungen des Stromverbrauchs geführt, während die Nachfrage nach Energie steigt.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

RWE und Siemens Gamesa bauen Offshore-Windpark in Polen

27. Juni 2022, Düsseldorf/Essen/München

Stromverbrauch im Mai zu 90 % aus Erneuerbaren gedeckt

27. Juni 2022, Wien
Windkraft-Feature
 - Mühlen Eichsen, APA/dpa

Illwerke/VKW zahlen Strombonus und 27 Mio. Sonderdividende

24. Juni 2022, Bregenz
Vorarlbergs Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink
 - Wien, APA/HANS KLAUS TECHT

Standard & Poor’s gab Energie AG OÖ erneut Note A

24. Juni 2022, Linz