„Nur Wind liefert im Winter“

24. Mai 2022

Kelag-Vorstand Güthlein favorisiert die Windkraft.

Kärnten ist bei der Wasserkraft gut aufgestellt, dennoch müssen wir im Winter zusätzlich Strom importieren. Wie kommen wir auch über das Jahr gerechnet auf 100 Prozent grüne Energie?

Danny Güthlein: Seit September hat Kärnten mehr Strom zukaufen müssen, als es verkauft hat. Das liegt auch an der verminderten Wasserführung im trockenen Winter. Wir brauchen daher den verstärkten Ausbau bei der Windkraft. Der Wind ist die einzige saubere Energiequelle, die auch im Winter ausreichend und verlässlich liefert.

Kärnten wird oft als „Sonnenland“ gepriesen, lässt sich der fehlende Strom nicht auch mit Fotovoltaik erzeugen?

Fotovoltaik ist ein wichtiger Baustein in der Energiewende. Sie erzeugt aber die meiste Energie – 70 Prozent – in den Sommermonaten. Da haben wir einen Überschuss, der zusätzlich das Stromnetz belastet. Würden wir nur auf Fotovoltaik setzen, bräuchte das einen Netzausbau, der nicht leistbar ist.

Im Winter führt also kein Weg am Wind vorbei?

Nicht, wenn wir uns aus der Abhängigkeit aus Kohle-, Gas- und Atomstrom befreien wollen. Das alles müssen wir aus anderen Ländern importieren – das gilt für Kärnten wie auch für Österreich.

Kleine Zeitung

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