Deutsche Regierung will Vorsorge für Gasmangel erhöhen

8. Juni 2022, Berlin

Die deutsche Regierung will die Vorsorge für den Fall einer Gasknappheit bei einem Stopp russischer Lieferungen erhöhen. Dazu soll eine bis 31. März 2024 befristete „Gasersatz-Reserve“ aus stillgelegten Kohlekraftwerken eingerichtet werden. Das Kabinett stimmte am Mittwoch entsprechenden Plänen zu, wie das deutsche Wirtschafts- und Klimaschutzministerium mitteilte.

Kohle- oder Ölkraftwerke sollen demnach im Falle einer Gasmangellage kurzfristig und auf Abruf in den Markt zurückkehren können – um den Gasverbrauch in der Stromerzeugung deutlich verringern zu können. Gas trug 2021 laut Ministerium zu 15 Prozent zur Stromerzeugung bei, der Anteil dürfte in den ersten Monaten 2022 aber schon geringer sein. Außerdem soll die deutsche Regierung im Fall einer Gasknappheit die Möglichkeit bekommen, die Stromerzeugung von Gaskraftwerken schnell zu verringern.

APA/dpa

Ähnliche Artikel weiterlesen

DIW: Überdimensionierter LNG-Ausbau nicht erforderlich

19. Feber 2024, Berlin
Ende der Alarmstufe des deutschen Notfallplans Gas gefordert
 - Lubmin, APA/dpa (Themenbild)

E-Control: Daten über Gas-Herkunft kommen Ende des Quartals

15. Feber 2024, Wien
Herkunftsdetails liegen bald vor
 - Frankfurt/Main, APA/dpa

Shell rechnet bis 2040 mit 50 Prozent höherer LNG-Nachfrage

14. Feber 2024, London/Singapur
LNG-Tanker auf Hoher See
 - Fos-sur-Mer, APA/AFP

Jurist: Ausstieg aus OMV-Gasverträgen wird immer schwieriger

13. Feber 2024, Wien/Moskau
OMV ist Gazpron wohl ausgeliefert
 - Wien, APA/HANS PUNZ