Verbund erhöhte Prognose für 2022: 1,68 bis 2,03 Mrd. Gewinn

28. Juli 2022, Wien
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Nach einem guten ersten Halbjahr hat der Verbund seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben geschraubt. Bis Juni profitierte das Unternehmen vor allem von stark gestiegen Strompreisen im Großhandel und steigerte den Nettogewinn um 151,8 Prozent auf 817,1 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 110,5 Prozent auf 1,38 Mrd. Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. 2022 soll der Nettogewinn 1,68 bis 1,03 Mrd. Euro erreichen.

Geopolitische Spannungen und der Krieg in der Ukraine, hohe Inflation und die Straffung der EZB-Geldpolitik hätten im ersten Halbjahr 2022 zu starken Verwerfungen auf den europäischen Energiemärkten geführt, so der Energieversorger in einer Aussendung. Die Folge seien steigende und volatile Energiepreise gewesen. Auch die Preise für CO2-Zertifikate seien nach oben geklettert, beides habe die europäischen Großhandelspreise für Strom in die Höhe getrieben. Der durchschnittlich erzielte Absatzpreis auf den Termin- und Spotmärkten im Bereich der Eigenerzeugung aus Wasserkraft verdoppelte sich fast von 65,9 Euro auf 112,5 Euro pro Megawattstunde (MWh).

Die Umsatzerlöse lagen im ersten Halbjahr 2022 bei 4,732 Mrd. Euro, das entspricht einem Plus von 174,4 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke lag mit 0,90 um 6 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres und um 10 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt von 1,0. Die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke erhöhte sich um 18,7 Prozent. Somit sank die Stromerzeugung aus Wasserkraft um insgesamt 455 Gigawattstunden (GWh).

Die Ausschüttungsquote für 2022 soll zwischen 45 und 55 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses liegen, das aktuell zwischen rund 1,60 und 1,95 Mrd. Euro erwartet wird. Im Halbjahr betrug das bereinigte Konzernergebnis 734,5 Mio. Euro (+133,0 Prozent).

APA

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