Pipeline Spanien-Frankreich wäre in unter einem Jahr möglich

12. August 2022, Madrid

Die angedachte Gas-Pipelineverbindung zwischen Spanien und Frankreich könnte nach Angaben der Regierung in Madrid in weniger als einem Jahr funktionstüchtig sein. Voraussetzung sei, dass sich Frankreich und die EU auf das Projekt verständigten, sagte die spanische Energieministerin Teresa Ribera am Freitag dem Sender TVE. Dann könnte es acht bis neun Monate dauern. Die Verbindung der Netze beider Länder würde es nötig machen, einen Pipeline-Abschnitt neu zu verlegen.

Der deutsche Kanzler Olaf Scholz hatte am Donnerstag gesagt, er habe sich für die Pipeline zwischen Portugal, Spanien und Frankreich ausgesprochen und mit EU-Vertretern über das Projekt gesprochen. Spanien hat die meisten Flüssiggas-Terminals in Europa und zudem eine Pipeline aus dem Förderland Algerien. Es besteht allerdings keine größere Verbindung nach Frankreich, ein Projekt wurde vor Jahren wegen Unwirtschaftlichkeit abgebrochen. Mit Hilfe der EU könnte es wiederbelebt werden.

Diskutiert wird auch eine Verbindung von Spanien nach Italien. Auch dies würde helfen, den Gasfluss nach Mitteleuropa und somit Deutschland zu erleichtern. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sucht die EU fieberhaft Alternativen zu russischen Gaslieferungen, die momentan stark eingeschränkt sind.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

Neues Gesetz für mehr Biogas-Versorgung am Weg

21. Feber 2024, Wien
Biogas soll bald rechtlich neu geregelt werden
 - Hemmingen, APA/dpa

DIW: Überdimensionierter LNG-Ausbau nicht erforderlich

19. Feber 2024, Berlin
Ende der Alarmstufe des deutschen Notfallplans Gas gefordert
 - Lubmin, APA/dpa (Themenbild)

Für Kogler bleibt das Thema Gas auf der Tagesordnung

19. Feber 2024, Wien
Kogler macht andere für die bestehenden Verträge verantwortlich
 - Wien, APA/ROLAND SCHLAGER

E-Control: Daten über Gas-Herkunft kommen Ende des Quartals

15. Feber 2024, Wien
Herkunftsdetails liegen bald vor
 - Frankfurt/Main, APA/dpa