Energiesparen ist für die meisten ein Thema

26. Jänner 2023, Wien/Kiew (Kyjiw)/Moskau
Viele denken über reduzierte Raumtemperaturen nach - Wien, APA/THEMENBILD

Angesichts der Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs ist ein sparsamer Umgang mit Heizung, Warmwasser und Strom für die meisten ein Thema. 71 Prozent achten beim Heizen darauf, „häufig“ (40 Prozent) bzw. „immer“ (31 Prozent) Energie zu sparen. Beim Warmwasser ist das ähnlich (70 Prozent), mit jeweils 42 bzw. 28 Prozent. Noch stärker im Fokus steht die Stromrechnung, hier sparen in Summe 79 Prozent – 42 Prozent „häufig“ und 37 Prozent „immer“, wie eine Gallup-Umfrage zeigt.

Die absolute Minderheit bilden diejenigen, die „nie“ Energiesparen – beim Warmwasser sind das 8 Prozent, beim Heizen 6 Prozent und beim Strom 3 Prozent der 1.000 zwischen 17. und 20. Jänner Online-Befragten. Rund ein Fünftel gibt an, „gelegentlich“ zu sparen, jeweils 21 Prozent tun dies beim Heizen bzw. beim Warmwasser und 17 Prozent beim Stromverbrauch.

Die überwiegende Mehrheit (67 Prozent) spricht sich dafür aus, dass die Europäische Union (EU) die Abhängigkeit von russischen Energieimporten abschüttelt – 50 Prozent sind für ein „schrittweises Beenden“, 17 Prozent für einen „Sofort-Stopp“. Knapp ein Viertel (24 Prozent) will „Energie beziehen wie bisher“ und 9 Prozent sind unschlüssig, wie aus dem Gallup-Stimmungsbarometer weiters hervorgeht.

Für die Unabhängigkeit tiefer ins Börsel greifen wollen allerdings nur 29 Prozent – bei 7 Prozent ist die Bereitschaft „sehr hoch“, höhere Preise für Energie im Haushalt zu akzeptieren, um die Unabhängigkeit von russischen Energieimporten zu erreichen, bei 22 Prozent ist sie „eher hoch“. Doch die Ablehnung überwiegt: Bei 38 Prozent ist die Bereitschaft „sehr niedrig“, bei 30 Prozent „eher niedrig“.

Mit der Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung sind lediglich 3 Prozent „sehr zufrieden“ und 21 Prozent „eher zufrieden“. Fast ein Drittel (31 Prozent) ist „gar nicht zufrieden“ und 38 Prozent sind „eher nicht zufrieden“. Gut die Hälfte der Befragten (52 Prozent) war Mitte Jänner 2023 der Meinung, dass die Regierung nicht genug unternehme, um die Energieversorgung sicherzustellen, im Juli 2022 waren das noch etwas mehr (57 Prozent). Nur ein schwaches Drittel (31 Prozent) meinte zuletzt, es werde genug dafür getan – im Sommer waren erst 15 Prozent dieser Ansicht.

APA

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