Versorgung der Raffinerie Schwedt bleibt in der Schwebe

20. Feber 2023, Potsdam
Derzeit läuft die Raffinerie mit einer Auslastung von 60 Prozent - Schwedt/Oder, APA/dpa

Für die Versorgung der deutschen Raffinerie Schwedt in Brandenburg steht nach dem Öl-Embargo gegen Russland weiter eine Lösung aus. „Wir brauchen die Verlässlichkeit, um planbarer zusammenarbeiten zu können“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am Montag.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach sagte, man müsse so schnell wie möglich belastbare Lieferverträge über Danzig bekommen. Der polnische Hafen Danzig hat eine zentrale Rolle für Schwedt nach dem Embargo gegen russisches Öl, das ab Jahresbeginn gegriffen hat.

Derzeit läuft die Raffinerie mit einer Auslastung von unter 60 Prozent. Als Ziel gilt mindestens 70 Prozent. Im April und Mai würden Wartungsarbeiten die Kapazität auf unter 50 Prozent drücken, sagte Steinbach. Es werde aber keine Versorgungsprobleme in dieser Zeit geben.

Wegen der Revision habe man auch von der polnischen Seite angebotene Nutzungszeiten von Danzig teils nicht genutzt. Polen ist bisher aber nicht bereit, dauerhaft die Versorgung von Schwedt zu unterstützen. Ein Grund ist, dass der russische Konzern Rosneft zwar unter deutscher Treuhand steht, aber rechtlich weiter Mehrheitseigentümer ist. Polen dringt auch auf ein Aus für Rosneft, da es Interesse an einem Einstieg der polnischen Orlen hat.

APA/Reuters

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