Haushaltsenergie verteuerte sich im Jänner um 13 Prozent

7. März 2023, Wien
Die Preise für Haushaltsenergie haben im Jänner deutlich angezogen

Die Preise für Haushaltsenergie haben heuer im Jänner wieder deutlich angezogen. Nachdem der von der Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) im Dezember gegenüber dem Vormonat um 10,9 Prozent gesunken war, verteuerte sich Haushaltsenergie zu Jahresbeginn wieder um 12,8 Prozent. Im Jahresvergleich legten die Haushaltsenergiepreise damit um 40,8 Prozent zu. Grund waren vor allem Preissteigerungen bei Strom, Erdgas und Fernwärme.

Die Preissteigerung im heurigen Jänner war die größte seit März 2022. Die Stromkostenbremse hätte zwar Wirkung gezeigt, der preisdämpfende Effekt sei aber von anderen Preissteigerungen überlagert worden. Die Strompreise hätten heuer zu Jahresbeginn demnach um 25,9 Prozent im Monatsvergleich und um 17,7 Prozent im Jahresvergleich zugelegt. Auch beim Gas mussten Kundinnen und Kunden im Jänner wieder tiefer in die Tasche greifen: Die Preise stiegen gegenüber dem Dezember 2022 um 15,4 Prozent, im Vergleich zum Jänner 2022 verteuerte sich Gas um satte 104,0 Prozent.

Ursachen dafür waren vor allem turnusmäßige Vertragsanpassungen einiger Energielieferanten und gestiegene Netzentgelte. Ab 1. März dürften die Netzentgelte allerdings wieder sinken, seitdem werden 80 Prozent der Mehrkosten vom Bund übernommen. Aktuell gebe es am Endkundenmarkt wieder vermehrt günstigere Angebote für Strom, ein Anbieter-Vergleich könne sich daher lohnen, so die Energieagentur.

Auch die Fernwärme verteuerte sich zu Jahresbeginn. Gegenüber dem Vormonat Dezember lag der Preisaufschlag bei 22,2 Prozent, im Jahresvergleich war Fernwärme um 94,3 Prozent teurer. Grund seien drastisch gestiegenen Kosten für Brennstoffe wie Erdgas und Biomasse. Bei der Fernwärme können Preise regional jedoch stark variieren, es handle sich hier somit um einen Durchschnittswert.

Die Preise für Holzpellets haben unterdessen im Monatsvergleich um 7,3 Prozent nachgelassen, im Jahresvergleich blieb dennoch ein Plus von 98,9 Prozent. Brennholz verteuerte sich gegenüber Dezember um 2,8 Prozent, verglichen mit Jänner 2022 lagen die Preise heuer um 83,4 Prozent höher.

Diesel war auch im Jänner teurer als Superbenzin, der Preisabstand hat sich aber verkleinert. Eine durchschnittliche Tankfüllung (50 Liter) Superbenzin kostete zu Jahresbeginn rund 80 Euro und verteuerte sich im Jahresvergleich damit um 10,2 Prozent. Bei Diesel musste man für die gleiche Tankfüllung etwa 87 Euro bezahlen, im Jahresvergleich entspricht das einem Preisanstieg von 23,8 Prozent. Lediglich beim Heizöl stellte sich ein Preisrückgang von 1,2 Prozent im Monatsvergleich ein, im Jahresvergleich lag der Preis dennoch um 49,6 Prozent höher.

APA

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