Stromnetz vor Überlastung

30. Oktober 2023

APG investiert 9 Milliarden €, weil sonst Ökostrom-Ausbau nicht möglich ist

APG-Chef Gerhard Christiner: „Die Energiewende ist ohne Netze nicht möglich.“

Der Ausbau der Ökostrom-Erzeugung beschleunigt sich heuer stark, vor allem bei Photovoltaik dürfte die installierte Leistung gleich um 2000 auf fast 6000 Megawatt hinaufschnellen.

Die Kehrseite ist, dass dadurch „das Stromnetz schon an der Belastungsgrenze ist, die Reserven sind aufgebraucht“, warnt Gerhard Christiner, Vorstand der APG, die das Hochspannungsnetz betreibt. Ohne diese Hochleistungs-Kabel sowie einen gewaltigen Ausbau von Übertragungsleitungen, Umspannwerken und Trafos aber ist der Bau von neuen Wind- oder PV-Anlagen sinnlos, da der erzeugte Strom nicht abtransportiert werden kann. Immer häufiger bekommen Anlagen schon jetzt gar keine Anschlussgenehmigung mehr.

Die APG will deshalb die Rekordsumme von neun Milliarden € bis 2034 investieren. Schwerpunkte sind vier Regionen (Ostösterreich, Großraum Linz, Ennstal/Leoben, Salzburg). Doch um das schnell genug umzusetzen, fehlten viele Rahmenbedingungen, so Christiner.

Es gäbe keinen bundesweiten Energie-Gesamtplan, einige Länder seien zögerlich bei der Widmung von geeigneten Flächen für weitere Wind- und PV-Projekte, Verfahren würden fast immer verzögert.

Kronen Zeitung

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