Sicherstellung der Gasversorgung

31. Jänner 2024

Reserve. Über zukunftsorientiertes Management der österreichischen Gasinfrastruktur

Die Austrian Gas Grid Management AG (AGGM) übernimmt in Österreich eine Schlüsselrolle in der Energieversorgung und Energiesicherheit. Als Markt- und Verteilergebietsmanager kooperiert AGGM eng mit den Gas- und Stromnetzbetreibern, um eine zukunftsfähige und effiziente Gasinfrastruktur zu schaffen. Im Zentrum steht ein integrierter Ansatz, der alle Energiesektoren bei der Netzplanung berücksichtigt, um eine bedarfsgerechte und ununterbrochene Gasversorgung mit Biomethan und Wasserstoff auch in Zukunft sicherzustellen.

Netzstabilität

Als unabhängiger Systembetreiber trägt AGGM die Verantwortung für die Steuerung der Gasflüsse in den österreichischen Netzen. Dies umfasst die Gewährleistung, dass das eingespeiste Gas zuverlässig die Verbraucher erreicht und rund um die Uhr ausreichend Ausgleichsenergie für die Netzstabilität zur Verfügung steht. „Ein wesentlicher Meilenstein war die Beauftragung zur Beschaffung und Verwaltung einer strategischen Gasreserve von 20 TWh durch die österreichische Bundesregierung im April 2022. Das Gesamtvolumen der österreichischen Gasspeicher umfasst knapp 100 TWh. Das ist mehr als der heimische Gas-Jahresbedarf“, sagt AGGM-Vorstand Michael Woltran. Die Speicher und der koordinierte Netzausbau tragen damit signifikant zur Versorgungssicherheit in Österreich bei, da Gas als universeller Energieträger für Strom- und Wärmeerzeugung, Industrie, Gewerbe, Haushalte und Mobilität somit ganzjährig zur Verfügung steht.

Eine zentrale Rolle

Biomethan ist ein wesentlicher Beitrag für ein resilientes Energiesystem. „Um die Klimaneutralität Österreichs bis spätestens 2040 zu erreichen, ist Biomethan unerlässlich. Das Potenzial von 25 – 33 TWh entspricht etwa einem Drittel des nationalen Gasbedarfs. Dies trägt signifikant Reduktion der Importabhängigkeit bei. Die aktuelle Eigenversorgung mit Gas liegt bei nur etwa 7 Prozent. Darüber hinaus schafft Biomethan regionale Arbeitsplätze, fördert die Nutzung von Reststoffen zur Energiegewinnung und die Technologie dazu stammt größtenteils aus Österreich“, sagt AGGM-Vorstand Bernhard Painz und ergänzt: „Die gut ausgebauten, bestehenden Gasnetze stehen für die Energiewende in der Pipeline bereit.“

Kurier

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