OPEC rechnet mit weiterhin steigendem Ölpreis

14. Mai 2024, Wien
Die OPEC veröffentlichte ihren Monatsbericht
 - Vienna, APA/AFP

Im April stieg der Preis des OPEC-Referenzkorbs im Vergleich zum März um 4,90 Dollar bzw. 5,8 Prozent auf durchschnittlich 89,12 Dollar, geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht der OPEC hervor. Weiters verzeichnete die OPEC bei den ICE Brent-Frontmonatskontrakten ein Plus von 5,1 Prozent und beim NYMEX WTI-Frontmonatskontrakt ein Plus um 4,9 Prozent. Der DME-Oman-Frontmonatskontrakt stieg um 6,1 Prozent. Und die OPEC erwartet weitere Ölpreis-Anstieg.

Dabei ist die Prognose der OPEC für das Weltwirtschaftswachstum für heuer und 2025 mit 2,8 Prozent bzw. 2,9 Prozent konstant. Mit dem größten Wachstum sei heuer in Indien mit 6,6 Prozent und China mit 4,8 Prozent zu rechnen.

Aber auch bei der weltweiten Ölnachfrage behält die OPEC ihre Prognose von einem Anstieg 2,2 Millionen Barrel a 159 Liter pro Tag (mb/d) fest. Einem leicht höherem Verbrauch in Amerika und China im 1. Quartal. Dafür sei im 2. und 3. Quartal mit einem leichten Rückgang zu rechnen. Nächstes Jahr dürfte laut der OPEC die Nachfrage um 1,8 mb/d steigen.

Im Gegensatz zu den Ölpreisen sind die Raffineriemargen im April weiter gefallen. Der größte Teil der Schwäche resultierte aus sinkenden Naphtha- und Diesel-Crackspreads aufgrund einer leicht geringeren Nachfrage. In Singapur trugen hohe Importe von Mitteldestillaten aus Indien dazu bei, die Rentabilität der südostasiatischen Raffinerien unter Druck zu setzen.

In puncto Handel zeichnete sich für April in den USA ein Plus ab: Die Rohstoffeinfuhren stiegen um 4 Prozent, die Exporte um 6 Prozent. Aber auch die Ein- und Ausfuhren von Produkten wie Benzin, Kerosin oder Propan stiegen um jeweils 3 Prozent.

In China stiegen die Rohölimporte gegenüber März um 4 Prozent. Signifikant gestiegen sind jedoch die Produktimporte nach China mit einem Plus von 26 Prozent, während die Produktausfuhren aufgrund steigender Abflüsse von Dieselöl, Benzin und Düsentreibstoff um 33 Prozent zunahmen. Die indischen Rohölimporte machten im März einen Großteil des Rückgangs des Vormonats wieder wett und stiegen um 8 Prozent. Die indischen Produktimporte sanken um 13 % aufgrund geringerer Zuflüsse von Flüssiggas.

Vorläufigen Schätzungen zufolge blieben die Rohölimporte der OECD-Region im April relativ konstant. Die Produktimporte in die Region waren leicht rückläufig, vor allem die Einfuhren von Flugturbinenkraftstoff gingen zurück.

APA

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