SNAM mit Umsatzrückgang im ersten Quartal

16. Mai 2024, Mailand

Der italienische Gasnetz-Betreiber SNAM, der 2016 mit der deutschen Allianz Capital Partners einen 49-Prozent-Anteil an der Pipelinegesellschaft Gas Connect Austria (GCA) übernommen hat, hat im ersten Quartal 2024 weniger Umsatz erzielt. Der Umsatz sank um 1,9 Prozent auf 895 Mio. Euro, der bereinigte Nettogewinn stieg um 11,3 Prozent auf 335 Mio. Euro, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Die Investitionen stiegen auf ein Rekordhoch von 462 Mio. Euro, das sind 47,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2023. Im Gesamtjahr 2024 rechnet SNAM mit einem Nettogewinn von 1,23 Mrd. Euro.

SNAM hatte 2016 zusammen mit Allianz Capital Partners das 49-prozentige GCA-Paket um 601 Mio. Euro erworben. Die Gas Connect Austria betreibt ein über 900 km langes Erdgas-Hochdruckleitungsnetz in Österreich. Der Konzern ist in Österreich mit 84,47 Prozent Mehrheitseigentümer der Trans Austria Gasleitung GmbH (TAG), 15,53 Prozent gehören der GCA. Die TAG ist eine der wichtigsten Transportleitungen für die Erdgas-Versorgung Österreichs, Italiens, Sloweniens und Kroatiens.

SNAM will Österreich und Deutschland spätestens bis 2030 mit grünem Wasserstoff aus Nordafrika versorgen. Die Trasse „South H2 Corridor“, die durch ein Konsortium aus fünf Firmen betrieben wird, soll von Tunesien und Algerien über Italien und Österreich bis nach Bayern verlaufen. Der Korridor mit der Bezeichnung SoutH2 sieht 3.300 Kilometer Wasserstoffpipelines vor und soll Nordafrika, Italien, Österreich und Deutschland miteinander verbinden, so dass die im südlichen Mittelmeerraum erzeugten erneuerbaren Wasserstofflieferungen die wichtigsten europäischen Nachfragezentren erreichen könnten.

APA

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