Die Ölpreise haben sich am Mittwoch im frühen Handel stabil gezeigt und ihre jüngsten Gewinne mehr oder weniger gehalten. Die Notierungen hatten den größten Gewinn über eine Vier-Tage-Periode in mehr als sechs Monaten hingelegt. Haupttreiber ist weiterhin die Krise im Iran und eine mögliche US-Reaktion. Am Morgen wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 65,24 US-Dollar (55,98 Euro) gezahlt, ein Minus von 23 US-Cent.
Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar fiel zuletzt um 26 Cent auf 60,89 Dollar. Am Vorabend war Brent-Öl aus der Nordsee so teuer gewesen wie seit dem vergangenen Oktober nicht mehr. Der Preis für US-Öl hatte den höchsten Stand seit Anfang November erreicht.
Lage im Iran und in Venezuela maßgeblich
US-Präsident Donald Trump warnte die Staatsführung der Islamischen Republik Iran vor der Hinrichtung von Teilnehmern der jüngsten Massenproteste. „Wir werden sehr hart reagieren“, sagte der Republikaner dem TV-Sender CBS News in Detroit. Näher führte Trump seine Drohung nicht aus.
Der Markt bleibe weiterhin von einem bestehendem Überangebot und einer möglichen Eskalation der geopolitischen Risiken bestimmt, sagte Ölanalyst Zhou Mi von Chaos Ternary Futures am Morgen. Auf kurze Sicht könnten die Entwicklungen im Iran für ein Auf und Ab bei den Preisen sorgen, eine US-Militärintervention würde die Notierungen dann aber wohl sicher nach oben treiben.
Die Lage in Venezuela, das über die weltweit größten Ölreserven verfügt, wird am Öl-Markt ebenfalls weiter eng beobachtet.
APA/dpa-AFX





