Deutschland will Wasserstoff-Produktion von Abgaben befreien

1. Dezember 2020, Berlin

Deutschland will die Produktion von Wasserstoff mit Hilfe erneuerbaren Energie billiger machen. Die Regierung in Berlin will am Mittwoch den Einsatz von Strom aus Wind- oder Sonnenenergie von der Abgabe zur Förderung erneuerbarer Energie befreien, zeigt eine am Dienstag bekannt gewordene Vorlage des Wirtschaftsministeriums. Das Papier ist eine sogenannte Formulierungshilfe für die Fraktionen im Bundestag, wo eine Reform des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) beraten wird.

Nach Angaben aus SPD- und Unionskreisen ist die Befreiung von der Umlage abgestimmt. Eine Reihe weitere Punkte im EEG ist allerdings noch strittig, wie etwa eine Pflicht für Solaranlagen an Neubauten.

Mit Hilfe von Wind- oder Sonnenstrom erzeugter Wasserstoff gilt als klimafreundlicher Brennstoff gerade für die Industrie. Während bei Autos der direkte elektrische Antrieb favorisiert wird, fehlen klimafreundliche Lösungen für Schwerlaster, die Schifffahrt sowie Chemie- und Stahlindustrie. Klar ist, dass mittelfristig Wasserstoff etwa aus sonnen- und windreichen Gegenden Südeuropas oder Afrikas importiert werden muss. Wind- und Sonnenstrom aus Deutschland werden dies allein nicht leisten können.

APA/ag

Ähnliche Artikel weiterlesen

Elektrizitätswirtschaftsgesetz stockt

13. Juni 2024, Wien
Elektrizitätswirtschaftsgesetz verzögert sich
 - Wien, APA/THEMENBILD

Bayern besteht auf Übernahme von Uniper-Wasserkraftwerken

13. Juni 2024, Düsseldorf
Bayern stellt Uniper die Rute ins Fenster
 - Düsseldorf, APA/AFP

Vorjahr brachte starken Ausbau von Photovoltaik

13. Juni 2024, Wien/Österreich-weit
PV-Anlagen 2023 stark gestiegen
 - Purbach, APA/THEMENBILD

VW plant Stromgroßspeicher in Norddeutschland

13. Juni 2024, Wolfsburg
Die VW-Ladenetzsparte Elli soll die 700-Megawattstunden-Anlage betreiben
 - Wolfsburg, APA/dpa