Deutsche Strompreise im zweiten Halbjahr 2020 gesunken

1. April 2021, Wiesbaden
Stromzähler in einem Haushalt

Privathaushalte in Deutschland haben im zweiten Halbjahr 2020 bei den Strompreisen von der befristeten Senkung der Mehrwertsteuer profitiert. Strom verbilligte sich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,4 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. Im Schnitt zahlten die privaten Haushalte im zweiten Halbjahr 31,16 Cent je Kilowattstunde, wie die Wiesbadener Behörde am Donnerstag mitteilte. Gas wurde aber teurer.

Um die Konjunktur anzukurbeln, hatte die deutsche Bundesregierung die Mehrwertsteuersätze vom 1. Juli an bis Ende 2020 gesenkt.

Erdgas verteuerte sich jedoch für private Verbraucher. Durchschnittlich 6,12 Cent je Kilowattstunde waren um 2,2 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres.

Zwar wirkte auch bei den Gaspreisen die befristete Mehrwertsteuersenkung preismindernd. Weil aber in der zweiten Hälfte eines Jahres der Verbrauch üblicherweise geringer sei, der Grundpreis für Erdgas aber gleich bleibe, sorge dies für einen Anstieg des Durchschnittspreises je Kilowattstunde, erläuterte das Bundesamt. Je nach Verbrauch ergäben sich ohnehin sehr unterschiedliche Preise für die Haushalte – sowohl bei Gas als auch bei Strom.

APA/dpa

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