Deutschland und Norwegen: Zusammenarbeit bei Stromnetzausbau

27. Mai 2021, Düsseldorf
Die 600 km lange Stromleitung "NordLink" verbindet die beiden Länder - Wilster, APA (dpa)

Deutschland und Norwegen verstärken ihre Zusammenarbeit im Energiebereich. Als ein Symbol bezeichnete die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die über 600 Kilometer lange Stromleitung „NordLink“, die die Länder miteinander verbindet. Deutschland und Norwegen rückten dadurch enger zusammen, fügte sie bei der Einweihung der Trasse am Donnerstag hinzu. „Norwegen trägt schon seit Jahren mit seinen Öl- und Gaslieferungen zu Versorgungssicherheit in Deutschland bei.“

Künftig werde Norwegen auch bei der Stromversorgung ein wichtiger Partner sein. Die neue Leitung trage zur Stabilisierung der Strompreise bei. Merkel und die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg machten deutlich, dass es weitere gemeinsame Projekte geben könne, etwa im Bereich Offshore-Windenergie.

Der Energieaustausch über NordLink soll die Versorgungssicherheit sowohl für das deutsche als auch das norwegische Stromnetz erhöhen und den Austausch erneuerbarer Energien zwischen den Ländern erhöhen. NordLink ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem unter anderem der Netzbetreiber Tennet und die KfW sowie der norwegische Netzbetreiber Statnett beteiligt sind. Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier sprach von einer Win-Win-Situation. „Und es ist ein ebenso wichtiger Schritt für das Zusammenwachsen und die Versorgungssicherheit der Energieversorgung in Europa wie auch für mehr Klimaschutz und mehr Nachhaltigkeit.“ Klimafreundlicher und zugleich preiswerter Strom aus Norwegen werde in die großen Verbrauchszentren transportiert.

APA/ag

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