VW-Präsident will austro-deutsches E-Auto-Ladenetz

30. Juni 2021, Wien
Spricht sich für "länderübergreifende, nutzerfreundliche Infrastruktur aus"
 - Klagenfurt, APA/THEMENBILD

VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch schlägt angesichts des schleppenden Ausbaus der Lademöglichkeiten für Elektroautos eine gemeinsame Initiative von Deutschland und Österreich vor. „Ich würde es sehr begrüßen, wenn wir schon heute an der Vernetzung der E-Mobility-Infrastruktur arbeiten würden“, sagte der gebürtige Österreicher zu einem möglichen koordinierten Vorgehen beider Staaten in dieser Frage.

Eine „länderübergreifende, nutzerfreundliche Infrastruktur“ könne hilfreich sein. Pötsch sprach das Thema heute in der Begrüßungsrede einer virtuellen Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen der Deutschen Handelskammer in Österreich an, deren Präsident er ist.

Die deutsche Regierung fördert die Erweiterung des Ladepunkte-Angebots mit Milliarden, Autobauer investieren in firmeneigene Netze und sind Teil von Industriekonsortien für das „Stromtanken“ an Fernstrecken. Das nötige Ausbautempo fällt nach Beobachtung vieler Branchenkenner bisher aber hinter die zunehmende Nachfrage nach E-Fahrzeugen zurück.

„Deswegen ist gerade jetzt ein enger technologischer Schulterschluss zwischen Deutschland und Österreich wichtig“, meinte der Chefkontrolleur von Volkswagen mit Blick auf die Debatte. „Dabei sollten wir uns auf jene Themenfelder konzentrieren, die sich schon jetzt durch eine hohe Wettbewerbsfähigkeit auszeichnen. Dazu gehört unser gemeinsames Know-how in der gesamten Mobilitätswirtschaft oder in der Umwelttechnologie.“ An dem Online-Termin nahmen auch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) und ihr deutscher Amtskollege Peter Altmaier (CDU) teil.

APA/dpa

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