Auf einen Blackout richtig vorbereiten

23. November 2021

Infrastruktur. Ein länger dauernder Stromausfall kann sehr teuer werden.

Der Strom kommt für die meisten aus der Steckdose und nur selten wird daran gedacht, welche komplexe Technologie dies ermöglicht und was passiert, wenn einmal kein Strom da ist. Eine nicht ganz unwahrscheinliche Situation, denn kleine Störungen im europaweiten Stromnetz können fatale Folgen haben. Bislang haben hierzulande Sicherheitsmaßnahmen gegriffen und einen totalen Blackout verhindert. Die Wiener Netze sind mit 99,99-prozentiger Versorgungssicherheit sogar internationaler Vorreiter.

„Aber präventive Maßnahmen sind im Ernstfall enorm wichtig“, sagt Stefan Ehrlich-Adam, Spartenobmann der Industrie in der Wirtschaftskammer Wien. Denn ein längerer Blackout hätte dramatische Folgen: Würde unter der Woche der Strom in ganz Österreich für 24 Stunden ausfallen, läge der volkswirtschaftliche Schaden laut Experten bei 1,2 Milliarden Euro – für Wien alleine bei rund 250 Millionen. Ein Blackout bedeutet nämlich, dass nicht nur der Strom ausfällt, sondern nach und nach vieles andere von der Telekommunikation über Heizungen, bis letztendlich der ganze Betrieb steht. „Um das zu verhindern, bedarf es eines raschen und ausfallsicheren Ausbaus der Infrastruktur der Energieversorger über die Grenzen hinaus. Die Versorgungsknappheit und Netzschwankungen sind keine Probleme, die wir in Österreich alleine lösen können“, so Ehrlich-Adam.

Tipps für Betriebe

Damit Betriebe für den Ernstfall gerüstet sind, hat die Sparte Industrie in der WK Wien Anfang des Jahres die Broschüre „Sicher bei Blackout – Hintergründe, Informationen und Tipps für Unternehmer“ produziert. Sie enthält viele Informationen über notwendige Maßnahmen, um die Folgen eines Blackouts abzufedern.

Die Presse

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