Zehn Gemeinden wollen zur Energiewende beitragen

1. Dezember 2022

Mit dem Konzept, Energie nachhaltig aus der Region zu gewinnen und dort zu halten, hat der Stegersbacher Andreas Schneemann heuer den österreichischen Solarpreis gewonnen.

Erneuerbare Energien, Elektro-Autos oder nachhaltige Stromgewinnung sind derzeit in aller Munde. Kaum einer zeigt sich auf diesem Sektor aber so innovativ wie der Stegersbacher Andreas Schneemann, der heuer für seine Projekte „act4energy“ und „solar.one“ den österreichischen Solarpreis gewinnen konnte.

Das sogenannte Innovationslabor „act4energy“ wird vom Bundesministerium gefördert. 20.000 Bürger in zehn burgenländischen Gemeinden – unter anderem Stegersbach und Oberwart – hat Schneemann 2018 dabei zu einer sogenannten Innovationslaborregion zusammengefasst. Das Ziel: Energie nachhaltig aus der Region zu gewinnen und in der Region zu halten.

Allgemeines Ziel ist es, auf den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität ein regionales Energiesystem zu entwickeln. Dazu benötigt es neben der Energiegewinnung, auch gute Speichersysteme und effiziente Konzepte für Interessenten. Beispielsweise erstellte man einen Plan für ein solarbetriebenes Wasserwerk, bei dem die Pumpen bisher in der Früh arbeiteten. „Zu dieser Zeit gibt es natürlich noch nicht viel Sonne“, erklärt Schneemann, „jetzt laufen die Pumpen zu Mittag und so vollständig mit erneuerbaren Energien.“

Über die Plattform teams4energy hat man 18 Energiegemeinschaften geschaffen, denen Interessenten beitreten können. Dieses Projekt soll 2023 auch auf die Steiermark ausgeweitet werden.

Schneemann beschloss außerdem, in Stegersbach einen Standort zu errichten, der nicht nur als Anlaufstelle dienen, sondern auch Energietechnologien zu Schau stellen soll. „solar.one“ wurde im Herbst 2021 eröffnet: Das Gebäude soll als Kompetenzzentrum für digitale erneuerbare Energien dienen. Es verfügt über eine Fotovoltaikanlage, Energie-Speichersysteme und E-Lade-Stationen. Dort sollen Start-ups, Interessenten, Bauträger und Bürgermeister zusammengebracht werden.

Die Architektur des Gebäudes ist ein Alleinstellungsmerkmal: Es sieht aus, wie eine aufbrechende Ackerscholle. So möchte man zeigen, dass es höchste Zeit ist, zur Energiewende aufzubrechen. „Denn erneuerbare Energien sind der Weg der Zukunft, das haben die meisten inzwischen begriffen.“

Kleine Zeitung

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