Erneuerbares Propangas kommt

31. Jänner 2024

Energiewende. Das Gas im Tank und in der Flasche wird grün und sichert so die saubere Energieversorgung für viele Haushalte und Gewerbetreibende im ländlichen Raum

Flüssiggas in Form von Tankgas und Flaschengas ist vielseitig einsetzbar: im Wärmemarkt, in der Landwirtschaft und im Freizeitbereich, aber auch als Kraftstoff, Kältemittel und Prozesswärme in der Industrie. Flüssiggas ist auch ein Garant für eine sichere Energieversorgung, vor allem im ländlichen Raum. Denn wo keine leitungsgebundene Energie verfügbar ist, ist die einfache Lagerung und der leichte Transport von Flüssiggas von großem Vorteil. „Und Flüssiggas hat viele weitere Vorteile: Es ist flexibel und überall einfach einsetzbar, ungiftig und nicht grundwassergefährdend, verbrennt mit geringen Emissionen und komplett ohne Feinstaub oder Russ“, so Gerhard Ölsinger, der Vorsitzende des Österreichischen Verbands für Flüssiggas, ÖVFG.

Bio-Propan

Flüssiggas, insbesondere CO₂-neutrales Bio- und erneuerbares Flüssiggas, soll ein fester Bestandteil der Dekarbonisierung sein, und zur Erreichung der österreichischen Klimaziele beitragen. Ölsinger erklärt: „Die europäische Flüssiggasbranche investiert derzeit sehr viel in die Entwicklung und Produktion von nachhaltigem Flüssiggas. Aber auch Raffinerien stellen auf die Produktion von Bio-Treibstoffen und Bio-Propan um. So wird in den nächsten Jahren immer mehr Bio-Propan auf den Markt kommen und an Kunden ausgeliefert werden können.“

Mithilfe von Bio-Propan und erneuerbarem Flüssiggas können Tankgaskunden sogar ohne zusätzliche Investitionen auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung umsteigen, da für erneuerbares Flüssiggas ganz einfach die bestehende Heiz- und Flüssiggasanlage weiter genutzt werden kann. „Alle bestehenden Flüssiggasheizungen können in naher Zukunft auch mit erneuerbarem Flüssiggas betrieben werden und bieten so für Konsumenten die einfachste Art, auf einen erneuerbaren Energieträger ohne Investitionen umzusteigen“, erklärt Ölsinger. „Flüssiggas stärkt die Resilienz und Sicherheit der österreichischen Wärmeversorgung, indem es Energieunabhängigkeit schafft, auf lokale Produktion setzt, Bezugsquellen diversifiziert und der Jahresverbrauch einfach zuhause eingelagert werden kann“, ergänzt Ulrike Andres, Geschäftsführerin des ÖVFG. Und weiter: „Es gibt viele Orte, die nicht an das Wärme- oder Stromnetz angeschlossen sind – auch die zahlreichen österreichischen Berghütten oder Almwirtschaften zählen dazu. Propangas wird auch hier zum Heizen, Kochen, Licht erzeugen und Warmwasser Bereitstellung genutzt.“ Haushalte, Gastronomie, Hotellerie und Gewerbebetriebe im ländlichen Raum werden somit in Zukunft auch Bio-Propan mit ihren Flüssiggaslieferungen erhalten können, und die vielen Vorteile dieser Energieform weiter nutzen können. Ziel ist, dass Bio-Propan in den nächsten Jahren schrittweise eingeführt wird. Abnehmer können sich zu näheren Informationen an ihre Lieferanten wenden.

Kurier

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