D – Wirtschaftsminister auf Wasserstoff-Mission in Namibia

5. Dezember 2022, Windhuk/Berlin

Viel Sonne, viel Wind - und viel Platz: Die Bedingungen für die Produktion von "grünem" Wasserstoff in Namibia gelten als ideal. Davon will auch Deutschland für den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft profitieren. Wirtschaftsminister Robert Habeck macht am Montag in der namibischen Hauptstadt Windhuk deutlich: Es soll um eine Partnerschaft auf Augenhöhe gehen.

APA/dpa

RWE fordert Schadenersatz von Gazprom

5. Dezember 2022, Essen/Moskau

Nach dem deutschen Energiekonzern Uniper fordert auch der weitere deutsche Versorger RWE wegen ausbleibender Gaslieferungen Schadenersatz von dem russischen Gazprom-Konzern. Der Konzern, der in Kärnten maßgeblich an der Kelag beteiligt ist, habe deshalb ein Schiedsverfahren gegen Gazprom eingeleitet, berichtete das "Handelsblatt" am Montag unter Berufung auf einen Konzernsprecher.

APA/ag

Öl-Sanktionen gegen Russland in Kraft getreten

5. Dezember 2022, Brüssel/Moskau
Öl-Sanktionen der EU gegen Wladimir Putins Russland sind in Kraft
 - Novo-Ogaryovo, APA/SPUTNIK

Rohöl aus Russland darf seit dem heutigen Montag nur noch in Ausnahmefällen in die EU importiert werden. Grundlage der Einfuhrbeschränkung ist eine im Juni von den 27 Mitgliedstaaten beschlossene Sanktionsverordnung wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Sie trat bereits kurz nach dem Beschluss in Kraft, sah aber für das Öl-Embargo Übergangsfristen vor. Der Kreml bekräftigte, den Deckel nicht akzeptieren zu wollen und bereitet Gegenmaßnahmen vor.

APA/ag

Ausstieg aus Gasheizungen kostet 84 Mrd. Euro

5. Dezember 2022, Wien
Umstieg könnte teuer werden
 - Hannover, APA/dpa

Der von der Politik geplante Ausstieg aus Gasheizungen in Wohnungen und Wohnhäusern bis zum Jahr 2040 würde die rund 910.000 betroffenen Haushalte bis zu 84 Mrd. Euro kosten - das hat die Wirtschaftsforscherin Anna Kleissner von Econmove berechnet. "Das sind ab sofort bis 2040 jedes Jahr Belastungen von jedenfalls 5 Mrd. Euro", sagte Kleissner am Montag bei einer Pressekonferenz mit Bundesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker.

APA

Kreml bekräftigt Nicht-Anerkennung des Ölpreisdeckels

5. Dezember 2022, Kiew (Kyjiw)/Moskau
Russland lehnt Deckel kategorisch ab
 - Moscow, APA/AFP

Der Kreml hat seine Ablehnung des von westlichen Staaten eingeführten Preisdeckels für russisches Öl bekräftigt. "Wir werden keine Obergrenzen anerkennen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Moskau bereite Gegenmaßnahmen vor.

APA/dpa

Top Artikel der Woche

Bertsch Energy steht vor der Insolvenz

1. Dezember 2022, Bregenz

Der Bludenzer Kraftwerksbauer Bertsch Energy GmbH & Co KG muss in den nächsten Tagen Insolvenz anmelden. Das berichteten die "Vorarlberger Nachrichten" am Donnerstag unter Berufung auf die Geschäftsführung. Betroffen sind 156 Mitarbeiter, alle am Standort Bludenz. Sie werden beim AMS zur Kündigung angemeldet, eine Fortführung des Betriebs wird angestrebt. Die weiteren Unternehmen der Bertsch Gruppe, Bertsch Foodtec und Bertsch-Laska, seien nicht betroffen.

APA

Kelag senkt Grundversorgungstarif auf 10,87 Cent

3. November 2022, Velden

Der Kärntner Landesenergieversorger Kelag hat den Grundversorgungstarif von 60 Cent pro Kilowattstunde auf 10,87 Cent - jenen Tarif für Privatkunden - abgesenkt. Vorstandssprecher Manfred Freitag reagierte am Donnerstag vor Journalisten auf Diskussionen um die Stromtarife. Demnach würden 92 Prozent der Kelag-Privatkunden 10,87 Cent bezahlen, die Stromkosten "für die allermeisten Privatkunden der Kelag" seien im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

APA

Tiwag-Preissprung wirft Fragen auf

16. September 2022

Als die Strompreisbremse fixiert wurde, vervierfachte die Tiwag die Neukunden-Preise. Sint (Liste Fritz) ortet Zusammenhang mit Strom-Subventionen, Tiwag-Chef weist das zurück.

Innsbruck - Mit der von der Regierung verkündeten Strompreisbremse dürfen Energieversorger den Privathaushalten ab Dezember für die ersten 2900 kWh maximal 10 Cent netto je kWh verrechnen. Sollte ihr tatsächlicher Strompreis höher sein, wird den Energiefirmen die Differenz bis zum Preis von 40 Cent subventioniert. Das heißt, der Steuerzahler schießt den Stromfirmen bis zu 30 Cent je kWh zu. Einige Ökonomen befürchten, dass Energieunternehmen ihren Strompreis ohne Zwang auf 40 Cent erhöhen, nur um die 30 Cent an Subvention zu kassieren.

In diesem Zusammenhang wirft die kräftige Erhöhung der Neukunden-Strompreise bei Tiwag (und ihrer Tochter IKB) aus Sicht von Liste-Fritz-Klubchef Markus Sint Fragen auf. Denn just an dem Tag, an dem die Strompreisbremse fixiert wurde, vervierfachte die Tiwag ihren Strom-Arbeitspreis für Neukunden.

Der Vergleich zweier Preisblätter der Tiwag, jeweils mit Gültigkeit ab September 2022, veranschaulicht die Entwicklung. In einem im Juli erstellten Preisblatt gab die Tiwag für Neukunden etwa beim Eco-Tarif noch einen Arbeitspreis von 10,46 Cent netto an. In dem aktuellen Preisblatt, ebenfalls mit September 2022 datiert, wird der Eco-Arbeitspreis nun mit netto 38 Cent je kWh angegeben. Laut den Metadaten des pdf-Dokuments wurde das neue Preisblatt (38 Cent) am Morgen des 7. September 2022 erstellt -jener Tag, an dem im Ministerrat gegen Mittag die Strompreisbremse fixiert wurde. LA Sint mag hier nicht an Zufall glauben und bringt eine weitere Parallele ins Spiel. So hält die Tiwag im Neukunden-Preisblatt fest, dass eine Anpassung des Strompreises, also auch eine mögliche Vergünstigung, abweichend von den üblichen Lieferbedingungen (mit jährlicher Preisanpassung) erst im Juni 2024 erfolgen wird - auch die Strompreisbremse läuft Mitte 2024 aus. Der Comfort-Tarif für Neukunden wurde ebenso am 7.9. auf etwa 38 Cent erhöht, gleichermaßen bis Mitte 2024. Und auch die Tiwag-Tochter IKB habe rund um den 7. September die Neukundenpreise von zuvor 9,5 Cent netto auf ca. 38 Cent erhöht, so Sint. "Wer hier an Zufall glaubt, glaubt auch ans Christkind", sagt der wahlkämpfende Liste-Fritz-Mandatar: "Das ist natürlich kein Zufall, sondern bewusst gemacht, um bei Neukunden die Subventionen von bis zu 30 Cent einzustreifen. Ausgerechnet öffentliche Unternehmen greifen in die Taschen der Steuerzahler. Energieministerium und Wettbewerbshüter müssen hier einschreiten."
Tiwag-Chef Erich Entstrasser bestätigt zwar die Neukunden-Preise seit 7. September, weist aber einen Zusammenhang mit der Strompreisbremse zurück. Dies sei lediglich "eine zulässige Denkübung", sagt er. "Wir wussten zwar, dass eine Strompreisbremse kommt. Die genauen Details kannten wir aber nicht."

Tiroler Tageszeitung

Hoher Strompreis bringt privaten Erzeugern Profit

20. September 2022, Salzburg

Photovoltaik boomt. Für Überschussstrom gibt es jetzt deutlich höhere Tarife – aber längst nicht bei allen Anbietern.

Auf immer mehr Dächern schimmert es blau: Angetrieben durch steigende Energiepreise, Klimakrise und entsprechende Förderungen entstehen immer mehr Photovoltaikanlagen auf Hausdächern. Scheint die Sonne, wird dabei oft mehr Strom produziert, als zu Hause gerade verbraucht wird. Der geht zurück ins Netz – und spült je nach Vertrag sehr unterschiedliche Summen in die Haushaltskasse. Die Einspeisetarife variieren stark, selbst innerhalb eines Energieversorgers: 30,5 Cent zahlt etwa die Salzburg AG Altkunden pro eingespeister Kilowattstunde. Wer allerdings einen neuen Vertrag ab Februar abgeschlossen hat, muss sich mit 12,3 Cent zufriedengeben.

Woher der Unterschied kommt? Früher koppelte die Salzburg AG ihren Tarif an den von der Regulierungsbehörde E-Control errechneten Marktpreis laut Ökostromgesetz. Und der war in der Vergangenheit nicht hoch: 2019 und 2020 lag er zwischen 3 und 5 Cent. Mit den steigenden Strompreisen ist er nun auf mehr als 30 Cent geklettert. Die Salzburg AG reagierte – und setzt die Tarife nun selbst fest. Der Energieversorger zahle auch für neue private Stromlieferanten marktgerechte Einspeisetarife, rechtfertigt sich eine Sprecherin der Salzburg AG. „Zur Abnahme von Ökostrom ist allerdings ausschließlich die OeMAG verpflichtet. Über Förderungen kann die OeMAG marktunübliche Preise bezahlen.“

Die OeMAG, die Abwicklungsstelle für Ökostrom, kann sich derzeit deshalb vor Anfragen kaum retten. Bezahlt wird der Marktpreis, und den hat die Regulierungsbehörde E-Control für das 3. Quartal 2022 mit 30,73 Cent ermittelt. Insgesamt seien bereits an die 60.000 Anträge eingegangen, berichtet Vorstand Gerhard Röthlin. Ende 2021 haben 800 PV-Anlagen über die Abwicklungsstelle eingespeist, aktuell seien es bereits rund 35.000. „Seitens der OeMAG wurden bisher 50.000 Verträge ausgestellt“, so Röthlin. Die Wartezeit auf einen Vertrag liege aktuell bei rund sechs Wochen. Wenn die Photovoltaikanlage bereits errichtet sei, könne der Antrag beschleunigt bearbeitet werden.

Salzburger Nachrichten

Neue Öl-Sanktionen gegen Russland gelten

5. Dezember 2022, Brüssel/Moskau
Öl-Sanktionen der EU gegen Wladimir Putins Russland sind in Kraft
 - Novo-Ogaryovo, APA/SPUTNIK

Rohöl aus Russland darf von diesem Montag an nur noch in Ausnahmefällen in die Europäische Union importiert werden. Grundlage der Einfuhrbeschränkung ist eine im Juni von den 27 Mitgliedstaaten beschlossene Sanktionsverordnung wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Sie trat bereits kurz nach dem Beschluss in Kraft, sah aber für das Öl-Embargo Übergangsfristen vor.

APA/ag