Habeck treibt Planungen für deutsche LNG-Terminals voran

16. August 2022, Berlin
Deutschlands Wirtschaftsminister Robert Habeck
 - Berlin, APA/dpa

Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck treibt die Planungen für die ersten Flüssigerdgas-Terminals in Deutschland voran. In Wilhelmshaven und in Brunsbüttel sollen zum Jahreswechsel schwimmende LNG-Terminals in Betrieb gehen mit einer Leitungsanbindung, um die Kapazitäten ins Netz zu bringen, wie der Grünen-Politiker am Dienstag in Berlin sagte.

APA/dpa

OGE könnte weitere Pipeline in Wilhelmshaven bauen

16. August 2022, Wilhelmshaven/Essen

Das Gas-Transportunternehmen Open Grid Europe (OGE) bereitet sich auf die Anbindung eines weiteren LNG-Terminals in Wilhelmshaven vor. Dieses zweite Terminal für die Anlandung von Flüssigerdgas werde derzeit diskutiert, sagte der Sprecher der OGE-Geschäftsführung, Jörg Bergmann, am Dienstag in Essen. Die vor dem Baubeginn stehende, 26 Kilometer lange Gasleitung zwischen Deutschlands erstem LNG-Terminal könnte dafür verlängert werden, sagte Bergmann.

APA/dpa

Strompreise an der Börse auf neuem Rekordhoch

16. August 2022, Wien

Die Strompreise an der Börse sind auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Am Spotmarkt kostete die Megawattstunde am Mittwoch zwischen 19 und 20 Uhr 747,9 Euro, wie aus der Auktion an der Strombörse Epex am Dienstag hervorging. Selbst in den Nachtstunden, wo wenig Strom-Nachfrage herrscht, sinkt der Spotpreis nicht unter 460 Euro pro Megawattstunde (MWh). Auf die Kilowattstunde umgerechnet sind das 0,46 Cent pro KWh.

APA

Gazprom: Gas könnte sich im Winter weiter deutlich verteuern

16. August 2022, Moskau
Gazprom warnt vor noch viel höheren Gaspreisen
 - Moscow, APA/AFP

Der russische Staatskonzern Gazprom warnt seine europäischen Kunden vor stark steigenden Gaspreisen im Winter. Diese könnten um 60 Prozent auf mehr als 4.000 Dollar (3.923 Euro) pro 1.000 Kubikmeter zulegen, wie das Unternehmen am Dienstag in Moskau bekanntgab. Grund dafür sei, dass Exporte und Produktion aufgrund westlicher Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs weiter schrumpften.

APA/ag

Preisbremse auch für Gas im Gespräch

16. August 2022, Wien
Vizekanzler Werner Kogler
 - Wien, APA/EVA MANHART

Die geplante Preisbremse für Strom mit einem subventionierten Preis für eine bestimmte Menge und dem marktüblichen Preis für darüber liegenden Verbrauch könnte auch für Gas ein Thema werden. Entsprechende Überlegungen, die Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler am Montagabend im ORF-Sommergespräch angestellt hat, halten Experten für möglich.

APA

Top Artikel der Woche

RHI-Magnesita-Chef will „klare Energiestrategie“ in Europa

8. August 2022, Wien

Die hohen Energiepreise gefährden die Wettbewerbsfähigkeit Europas, warnte der Chef des Feuerfestkonzerns RHI Magnesita, Stefan Borgas, am Montag im Interview mit der "Kleinen Zeitung". Ohne eine "klare Energiestrategie", wie Europa wieder wettbewerbsfähig wird, müsse das Unternehmen im kommenden Jahr über Produktionsverlagerungen nachdenken, so Borgas. Neben grünem Wasserstoff müsse auch Atomkraft und Fracking in Österreich als Teil der Lösung diskutiert werden.

APA

Boltz: Aus für Merit-Order-Prinzip brächte preislich wenig

10. Mai 2022, Wien

Auch ein Abgehen von der sogenannten Merit Order zur Strompreisbildung, wonach das jeweils letzte - in der Regel teuerste - (Gas-)Kraftwerk das Preisniveau bestimmt, würde nach Meinung des Energie-Experten Walter Boltz nicht viel ändern. Würde man stattdessen etwa ein Pool-Modell anwenden, würde es preislich "nicht um so viel besser", so Boltz im Radio. Zuletzt hatte die WKÖ eine Änderung des Prinzips verlangt, die AK machte sich für einen Gaspreisdeckel für Kraftwerke stark.

APA

„Strompreise steigen 2023 erneut um 100 Prozent“

1. Juni 2022

Theodor Tanner. Ex-Chef der Bundeswettbewerbsbehörde sieht die EU in der Pflicht

In den vergangenen Wochen sind die Preise für Energie massiv gestiegen. Beim Verbund etwa betrug der Zuwachs im Durchschnitt 77 Prozent. Viele Verbraucher ächzen unter diesem Anstieg. Doch es könnte noch schlimmer kommen, glaubt man Theodor Thanner. Er war bis vor kurzem Chef der heimischen Bundeswettbewerbsbehörde BWB. Bis Mai hätten die Preise an der Stromhandelsbörse in Leipzig bereits um rund 30 Prozent zugelegt. „Rechnet man
das aufs ganze Jahr hoch, kommt man auf 100 Prozent.“ Das würde bedeuten, dass die Preise im kommenden Jahr in diesem Ausmaß erneut steigen würden. Thanner will das so nicht akzeptieren.

„Es gibt dringenden Handlungsbedarf“, sagte er im Klub der Wirtschaftsjournalisten. Der Strommarkt sei kein freier Markt. Daher fordert er die EU-Kommission auf, tätig zu werden. „Sie sollte sich intensiv mit der Merit-Order beschäftigen.“ Diese besagt, dass das teuerste Kraftwerk, das zur Deckung der Stromnachfrage benötigt wird, den Preis bestimmt. Das ist meist ein Gaskraftwerk – und wegen der aktuell hohen Gaspreise ist auch der Strom teuer.
Konkret sollte die EU sich in dem Zusammenhang damit beschäftigen, ob das Kartellrecht hier greifen könnte. „Das System ist nicht wettbewerbsfördernd.“ Zudem hinterfragt er generell die Merit-Order. „Man könnte auch den Strom- vom Gaspreis lösen.“ Dies sei natürlich nicht von heute auf morgen möglich, „sonst würden die Märkte zusammenbrechen.“

Des Weiteren sei die Einführung einer Obergrenze für den Gaspreis möglich, wie dies etwa schon Spanien oder Portugal vollzogen haben.

Kurier

Strom, Gas: Wem steht Grundversorgung zu?

12. August 2022, Wien

Energie. Das Recht auf Grundversorgung betrifft weitaus mehr Menschen als bisher angenommen. Es gibt Gesetze, über deren genauen Inhalt und Tragweite denkt jahrelang kaum jemand nach. Weil nur wenige Menschen davon betroffen sind. Oder weil man das irrigerweise annimmt. So war das wohl auch lange Zeit mit den Regelungen über die „Grundversorgung“ mit Strom und […]

Die Presse

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Treibhausgasemissionen der EU fast so hoch wie vor Pandemie

16. August 2022, Brüssel

Die EU hat im ersten Quartal dieses Jahres fast so viele klimaschädliche Gase wie im gleichen Zeitraum vor der Pandemie ausgestoßen. Zwischen Jänner und März wurden laut Statistikbehörde Eurostat 1.029 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) und andere Treibhausgase ausgestoßen. Im gleichen Quartal 2019 waren es demnach 1.035 Million Tonnen. Verglichen mit den ersten drei Monaten der Pandemie-Jahre 2020 und 2021 stiegen die Emissionen um sieben und sechs Prozent jeweils an.

APA/dpa

Energiepreise - Staaten greifen ein
 - Pokrent, APA/dpa

EU-Länder dämpfen Energiepreis-Explosion mit Staatshilfen

16. August 2022, Wien/EU-weit

Auf den starken Anstieg der Energiepreise haben viele Regierungen in Europa mit Entlastungsmaßnahmen für Haushalte und Unternehmen reagiert: Neben Steuererleichterungen und Hilfszahlungen haben etliche Länder auch die Energiepreise reguliert und einige sogar "Übergewinne" von Energieunternehmen mit Sondersteuern abgeschöpft. Gemessen an der Wirtschaftsleistung gehört Österreich zu den Ländern mit den höchsten Unterstützungen, hat der Brüsseler Thinktank Bruegel errechnet.

APA

Archivbild des Kraftwerks
 - Mellach, APA/ERWIN SCHERIAU

Notverordnung für Kohlekraftwerk Mellach liegt vor

16. August 2022, Wien/Moskau

Die Verordnung für die Reaktivierung des klimaschädlichen Kohlekraftwerks in Mellach wird am Mittwoch dem Energielenkungsbeirat vorgelegt, wie das Klimaministerium von Leonore Gewessler (Grüne) am Dienstag mitteilte. Betroffen sind auch Kraftwerke, die sowohl mit Gas als auch mit Öl betrieben werden können. Ziel ist, dass Energieversorger und Industrie im Fall eines Gasmangels oder Lieferstopps andere Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Biomasse einsetzen.

APA

Dürre gefährdet Europas Stromversorgung

16. August 2022, Wien
Geringer Wasserstand am Rhein
 - Mainz-Kastel, APA/dpa

Die anhaltende Dürre in Europa gefährdet zunehmend die Stromversorgung des Kontinents, weil infolge der austrocknenden Flüsse gleichzeitig Atomkraftwerke und Wasserkraftwerke ausfallen und das Risiko besteht, dass Kohlekraftwerke nicht mehr versorgt werden können. "Es ist möglich, dass wir in Deutschland vor einer Gasknappheit noch eine Stromknappheit bekommen", sagte Alexander Weiss, Leiter der globalen Energieberatung von McKinsey, dem "Handelsblatt".

APA