Anträge für Energiekostenzuschuss ab heute möglich

29. November 2022, Wien

Unternehmen, die besonders von den hohen Energiepreisen betroffen sind, können ab heute, dem 29. November, den Energiekostenzuschuss bei der aws, der Austria Wirtschaftsservice beantragen. Dies teilte das Wirtschaftsministerium in einer Aussendung mit.

APA

Experten üben Cyber-Umgang mit „realistischem“ Blackout

29. November 2022, Wien
Vor allem wird die Kommunikation im Krisenfall geübt
 - Lassee, APA/THEMENBILD

Im immer komplexer werdenden österreichischen Stromnetz fällt aufgrund eines technischen Gebrechens ein Kraftwerk aus. Das führt in der Folge zu einem flächendeckenden Stromausfall - vulgo "Blackout". Dieses Szenario spielen am Dienstag Experten aus dem ganzen Land in einer von Forschern geschaffenen virtuellen Umgebung namens "AIT Cyber Range" durch. Für Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) handelt es sich hier um "keine akute Bedrohung, aber die latente Bedrohung ist da".

APA

Brüssel legte Zwischenziele für Gasreserven 2023 fest

29. November 2022, Brüssel

Die EU-Kommission hat für das kommende Jahr neue Zwischenziele für Speicherfüllstände von Erdgas vorgelegt. Österreich muss nach Berechnungen des Energieministeriums bis 1. Februar 2023 einen Speicherstand von rund 19 Prozent aufweisen, bis 1. Mai rund 14,4 Prozent, bis 1. Juli rund 22,2 Prozent, bis 1. September rund 26,1 Prozent und bis 1. November 35 Prozent. Die Ziele der EU-Kommission sind verpflichtend.

APA

China will bei Energie enger mit Russland zusammenarbeiten

29. November 2022, Peking/Moskau

Chinas Präsident Xi Jinping zeigt sich offen für eine vertiefte Kooperation mit Russland bei Energiethemen. "China ist bereit, mit Russland daran zu arbeiten, eine engere Energiepartnerschaft zu schmieden, die Entwicklung sauberer und grüner Energie zu fördern und gemeinsam die internationale Energiesicherheit und die Stabilität der industriellen Versorgungsketten aufrechtzuerhalten", sagte Xi laut staatlichem Sender CCTV auf einem chinesisch-russischen Energieforum.

APA/ag

Katar liefert Flüssiggas nach Deutschland

29. November 2022, Doha/Berlin
Zwischengeschaltete US-Firma Conoco Phillips liefert nach Brunsbüttel
 - Brunsbüttel, APA/dpa (Themenbild)

Der Energieriese Qatar Energy hat laut Katars Energieminister Saad Scharida al-Kaabi Abkommen über Gaslieferungen nach Deutschland geschlossen. Das Flüssiggas werde an das US-Unternehmen Conoco Phillips verkauft, das es weiter nach Brunsbüttel liefere, sagte der Minister am Dienstag bei der Vertragsunterzeichnung in der katarischen Hauptstadt Doha. Die Lieferung soll 2026 beginnen und mindestens 15 Jahre laufen. Jährlich sollen bis zu 2 Millionen Tonnen geliefert werden.

APA/dpa

Top Artikel der Woche

Tiwag-Preissprung wirft Fragen auf

16. September 2022

Als die Strompreisbremse fixiert wurde, vervierfachte die Tiwag die Neukunden-Preise. Sint (Liste Fritz) ortet Zusammenhang mit Strom-Subventionen, Tiwag-Chef weist das zurück.

Innsbruck - Mit der von der Regierung verkündeten Strompreisbremse dürfen Energieversorger den Privathaushalten ab Dezember für die ersten 2900 kWh maximal 10 Cent netto je kWh verrechnen. Sollte ihr tatsächlicher Strompreis höher sein, wird den Energiefirmen die Differenz bis zum Preis von 40 Cent subventioniert. Das heißt, der Steuerzahler schießt den Stromfirmen bis zu 30 Cent je kWh zu. Einige Ökonomen befürchten, dass Energieunternehmen ihren Strompreis ohne Zwang auf 40 Cent erhöhen, nur um die 30 Cent an Subvention zu kassieren.

In diesem Zusammenhang wirft die kräftige Erhöhung der Neukunden-Strompreise bei Tiwag (und ihrer Tochter IKB) aus Sicht von Liste-Fritz-Klubchef Markus Sint Fragen auf. Denn just an dem Tag, an dem die Strompreisbremse fixiert wurde, vervierfachte die Tiwag ihren Strom-Arbeitspreis für Neukunden.

Der Vergleich zweier Preisblätter der Tiwag, jeweils mit Gültigkeit ab September 2022, veranschaulicht die Entwicklung. In einem im Juli erstellten Preisblatt gab die Tiwag für Neukunden etwa beim Eco-Tarif noch einen Arbeitspreis von 10,46 Cent netto an. In dem aktuellen Preisblatt, ebenfalls mit September 2022 datiert, wird der Eco-Arbeitspreis nun mit netto 38 Cent je kWh angegeben. Laut den Metadaten des pdf-Dokuments wurde das neue Preisblatt (38 Cent) am Morgen des 7. September 2022 erstellt -jener Tag, an dem im Ministerrat gegen Mittag die Strompreisbremse fixiert wurde. LA Sint mag hier nicht an Zufall glauben und bringt eine weitere Parallele ins Spiel. So hält die Tiwag im Neukunden-Preisblatt fest, dass eine Anpassung des Strompreises, also auch eine mögliche Vergünstigung, abweichend von den üblichen Lieferbedingungen (mit jährlicher Preisanpassung) erst im Juni 2024 erfolgen wird - auch die Strompreisbremse läuft Mitte 2024 aus. Der Comfort-Tarif für Neukunden wurde ebenso am 7.9. auf etwa 38 Cent erhöht, gleichermaßen bis Mitte 2024. Und auch die Tiwag-Tochter IKB habe rund um den 7. September die Neukundenpreise von zuvor 9,5 Cent netto auf ca. 38 Cent erhöht, so Sint. "Wer hier an Zufall glaubt, glaubt auch ans Christkind", sagt der wahlkämpfende Liste-Fritz-Mandatar: "Das ist natürlich kein Zufall, sondern bewusst gemacht, um bei Neukunden die Subventionen von bis zu 30 Cent einzustreifen. Ausgerechnet öffentliche Unternehmen greifen in die Taschen der Steuerzahler. Energieministerium und Wettbewerbshüter müssen hier einschreiten."
Tiwag-Chef Erich Entstrasser bestätigt zwar die Neukunden-Preise seit 7. September, weist aber einen Zusammenhang mit der Strompreisbremse zurück. Dies sei lediglich "eine zulässige Denkübung", sagt er. "Wir wussten zwar, dass eine Strompreisbremse kommt. Die genauen Details kannten wir aber nicht."

Tiroler Tageszeitung

Strom, Gas: Wem steht Grundversorgung zu?

12. August 2022, Wien

Energie. Das Recht auf Grundversorgung betrifft weitaus mehr Menschen als bisher angenommen. Es gibt Gesetze, über deren genauen Inhalt und Tragweite denkt jahrelang kaum jemand nach. Weil nur wenige Menschen davon betroffen sind. Oder weil man das irrigerweise annimmt. So war das wohl auch lange Zeit mit den Regelungen über die „Grundversorgung“ mit Strom und […]

Die Presse

Kelag senkt Grundversorgungstarif auf 10,87 Cent

3. November 2022, Velden

Der Kärntner Landesenergieversorger Kelag hat den Grundversorgungstarif von 60 Cent pro Kilowattstunde auf 10,87 Cent - jenen Tarif für Privatkunden - abgesenkt. Vorstandssprecher Manfred Freitag reagierte am Donnerstag vor Journalisten auf Diskussionen um die Stromtarife. Demnach würden 92 Prozent der Kelag-Privatkunden 10,87 Cent bezahlen, die Stromkosten "für die allermeisten Privatkunden der Kelag" seien im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

APA

Hoher Strompreis bringt privaten Erzeugern Profit

20. September 2022, Salzburg

Photovoltaik boomt. Für Überschussstrom gibt es jetzt deutlich höhere Tarife – aber längst nicht bei allen Anbietern.

Auf immer mehr Dächern schimmert es blau: Angetrieben durch steigende Energiepreise, Klimakrise und entsprechende Förderungen entstehen immer mehr Photovoltaikanlagen auf Hausdächern. Scheint die Sonne, wird dabei oft mehr Strom produziert, als zu Hause gerade verbraucht wird. Der geht zurück ins Netz – und spült je nach Vertrag sehr unterschiedliche Summen in die Haushaltskasse. Die Einspeisetarife variieren stark, selbst innerhalb eines Energieversorgers: 30,5 Cent zahlt etwa die Salzburg AG Altkunden pro eingespeister Kilowattstunde. Wer allerdings einen neuen Vertrag ab Februar abgeschlossen hat, muss sich mit 12,3 Cent zufriedengeben.

Woher der Unterschied kommt? Früher koppelte die Salzburg AG ihren Tarif an den von der Regulierungsbehörde E-Control errechneten Marktpreis laut Ökostromgesetz. Und der war in der Vergangenheit nicht hoch: 2019 und 2020 lag er zwischen 3 und 5 Cent. Mit den steigenden Strompreisen ist er nun auf mehr als 30 Cent geklettert. Die Salzburg AG reagierte – und setzt die Tarife nun selbst fest. Der Energieversorger zahle auch für neue private Stromlieferanten marktgerechte Einspeisetarife, rechtfertigt sich eine Sprecherin der Salzburg AG. „Zur Abnahme von Ökostrom ist allerdings ausschließlich die OeMAG verpflichtet. Über Förderungen kann die OeMAG marktunübliche Preise bezahlen.“

Die OeMAG, die Abwicklungsstelle für Ökostrom, kann sich derzeit deshalb vor Anfragen kaum retten. Bezahlt wird der Marktpreis, und den hat die Regulierungsbehörde E-Control für das 3. Quartal 2022 mit 30,73 Cent ermittelt. Insgesamt seien bereits an die 60.000 Anträge eingegangen, berichtet Vorstand Gerhard Röthlin. Ende 2021 haben 800 PV-Anlagen über die Abwicklungsstelle eingespeist, aktuell seien es bereits rund 35.000. „Seitens der OeMAG wurden bisher 50.000 Verträge ausgestellt“, so Röthlin. Die Wartezeit auf einen Vertrag liege aktuell bei rund sechs Wochen. Wenn die Photovoltaikanlage bereits errichtet sei, könne der Antrag beschleunigt bearbeitet werden.

Salzburger Nachrichten

Dunkle und kalte Monate in der Ukraine

28. November 2022

Stromausfälle und Wassernot nach russischen Angriffen. Jetzt ist zudem der Winter hereingebrochen.

Kiew ist am Donnerstag in dichten Nebel gehüllt, in der Früh waren Autoscheinwerfer und Stirnlampen von Passanten die einzigen Lichtquellen. Internationale Journalisten berichteten, sie hätten die Drei-Millionen-Stadt noch nie so dunkel gesehen. Nach verheerenden Angriffen Russlands sind Strom und Wasser vielerorts Mangelware. Und jetzt ist der Winter hereingebrochen, es gibt Schnee in der Ukraine und Temperaturen unter Null Grad.

Viele Menschen halten sich vorwiegend an ihren Arbeitsstätten auf, weil dort im Gegensatz zur Privatwohnung geheizt ist. Überall kommen Notfallgeneratoren zum Einsatz, in Kiew funktionierte das Handynetz fallweise nicht, auch ein Zugang zum Internet war oft nicht möglich. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer humanitären Katastrophe, weil Krankenhäuser ohne Stromversorgung sind. Operationen müssen im Schein von Taschenlampen durchgeführt werden. Tausende Menschen waren ohne Trinkwasser.

Solidarität und Spenden

Die ukrainische Regierung tut, was sie kann, um das Schicksal der Betroffenen zu lindern. So sollen 4.000 Wärmestuben für die Bevölkerung eingerichtet werden. Diese werden sich in Verwaltungsgebäuden oder Schulen befinden, hier können sich die Menschen aufwärmen, Tee trinken, Telefone aufladen und Rat einholen, heißt es. „Ich bin sicher, dass wir diesen Winter gemeinsam überstehen werden, wenn wir uns gegenseitig helfen“, sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Auch Unternehmen seien gebeten, Räume als Wärmestuben zur Verfügung zu stellen.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko ruft zu Solidarität und Spenden auf. So werden mobile Stromgeneratoren dringendst benötigt. Viele Einwohner in der Hauptstadt haben mittlerweile damit begonnen, Kisten mit Lebensmitteln, Taschenlampen und Powerbanks in den Aufzügen der Hochhäuser zu deponieren – für den Fall, dass sie bei einem Stromausfall im Aufzug gefangen sind. Die meisten haben auf ihrem Mobiltelefon eine App, die den Beginn und das Ende von Luftalarm anzeigt. Zudem gibt es jetzt auch handbetriebene Sirenen, die die Menschen warnen sollen.
Am gestrigen Donnerstag konnte die Strom- und Wasserversorgung in Kiew nur teilweise wieder hergestellt werden. „70 Prozent der Hauptstadt sind bisher ohne Elektrizität“, so Bürgermeister Vitali Klitschko. Immerhin sei es gelungen, die Stadtteile am linken Flussufer des Dnipro wieder mit Wasser zu versorgen. Die kommunalen Dienste arbeiteten mit Hochdruck an der Behebung der Schäden, doch die Stromversorgung Kiews hänge auch von der Stabilität des gesamten Energiesystems in der Ukraine ab.

Wiener Zeitung

Unsichere Zeiten für (österreichische) Investoren im Energiebereich

28. November 2022

Gastkommentar

Droht ein Massenexodus aus dem Vertrag über die Energiecharta?

Der schon bisher von Krisen gezeichnete Energiemarkt erlebt nun eine weitere Erschütterung. Innerhalb weniger Wochen haben zahlreiche europäische Staaten (darunter Polen, Spanien, die Niederlande, Deutschland, Slowenien, Belgien, Luxemburg und Frankreich) ihren Rücktritt aus dem Vertrag über die Energiecharta (englisch Energy Charter Treaty, „ECT“) angekündigt – einem der bedeutendsten Rechtsinstrumente des internationalen Energiemarktes.
Der ECT, ein multilateraler Staatsvertrag, trat in den 90er Jahren in Kraft. Ursprünglich als Regelwerk für eine Energiekooperation zwischen den ehemaligen Sowjetländern und dem Westen konzipiert, ist er seither für die zwischenstaatliche Zusammenarbeit im Energiebereich maßgeblich. Ziel des ECT ist es, die Sicherheit der Energieversorgung durch offene und wettbewerbsfähige Energiemärkte zu fördern. Dazu garantiert er insbesondere den Schutz ausländischer Investitionen im Energiebereich und sieht für Investoren die Möglichkeit vor, diesen Schutz vor internationalen Schiedsgerichten rechtswirksam einzuklagen. Aktuell hat der ECT 53 Vertragsparteien, darunter vorwiegend europäische und asiatische Staaten sowie die EU selbst.

Abkommen ist massiv in die Kritik geraten

Während der ECT von Beginn an als vielversprechendes Mittel zur Liberalisierung und Integration der Energiemärkte galt, ist das Abkommen in den vergangenen Jahren massiv in die Kritik geraten. Vor allem der Vorwurf wurde laut, die im Abkommen enthaltenen Schutzstandards für Investoren würden staatliche Klimaschutzmaßnahmen behindern und das Erreichen der Pariser Klimaziele erschweren. Staaten würden notwendige Reformen für den Klimaschutz aufschieben oder erst gar nicht realisieren, da sie befürchteten, sonst von Öl- und Gaskonzernen mit Klagen in Milliardenhöhe vor ein internationales Schiedsgericht gezogen zu werden. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass sich nun viele europäische Staaten vom ECT abwenden wollen.

Wiener Zeitung

Energiemarkt auf dem Weg zurück zur Staatswirtschaft

28. November 2022

Gastkommentar

Für ein System mit regulierten Strom- und Gaspreisen ist der Staat nicht gerüstet.

Es ist nun knapp ein Jahr her, dass die größte Energiekrise seit dem Zweiten Weltkrieg begonnen hat. Seither sucht die Politik ein Gegenmittel gegen die explodierenden Preise. Zuletzt schien eine Entspannung in Sicht, als die kurzfristigen Preise an den Strom- und Gasmärkten aufgrund der hohen Speicherstände deutlich gesunken sind. Die Preise für die kommenden Jahre an den Terminmärkten sind aber durchwegs extrem hoch geblieben. Dass es daher dringend struktureller Änderungen im Energiesystem bedarf, darin sind sich die meisten Experten einig.

Nur wie man den Energiemarkt ändern soll, darüber können sich Europas Energieminister bisher nicht so recht verständigen. Das liegt unter anderem am Bremsen der deutschen Bundesregierung bei strukturellen Eingriffen in die Strom- und Gasmärkte, weil sie Störungen auf der Angebotsseite und somit Mangellagen fürchtet. Nur langsam und schrittweise nähern sich die Energieminister strukturellen Verbesserungen an, in der Tat hat sich Deutschland kürzlich erstmals bewegt und sowohl einer Notwendigkeit der Reform des Strommarktes als auch geringfügigen Preisbeschränkungen am Gasmarkt zugestimmt.

Doch weil das alles dauert und eine Lösung ungewiss ist, gehen die nationalen Regierungen mittlerweile selbst zu staatlicher Regulierung der Energiepreise über. Österreich hat bekanntlich bereits eine Strompreisbremse mit fixen Endkundentarifen beschlossen. Deutschland setzt zusätzlich eine steuerfinanzierte Deckelung der Gas- und Fernwärmepreise um – nicht nur für Haushalte, sondern auch für die Industrie. Gleichzeitig wurden europaweit Höchstpreise für Strom aus erneuerbaren Energien (Wasserkraft, Windenergie, Photovoltaik) festgelegt. Am Ende regelt somit neuerdings der Staat die Preise zum Beispiel von Solarstrom und deckelt gleichzeitig die Tarife, die Haushalte und Industrie für die Energie bezahlen. Das klingt einfach, führt aber zu Streuverlusten.

Wiener Zeitung

Kroatien einigt sich mit Österreich und Bayern auf Energiekooperation

28. November 2022

Kanzler Karl Nehammer will künftig für Österreich Flüssiggas vom Terminal auf der Insel Krk beziehen, der ausgebaut werden soll

Die Zeiten ändern sich deutlich. Vor einigen Jahren noch, als Österreich und Deutschland ganz auf das billige Gas aus Russland setzten, wurden Alternativen aus Flüssiggasterminals links liegengelassen. Doch nun pilgerten am Donnerstag der österreichische Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf die kroatische Insel Krk, wo vergangenes Jahr in Omišalj ein Flüssiggasterminal (LNG) eröffnet wurde.

Beiden ging es um eine politische Einigung mit der kroatischen Regierung. Denn das Gas aus Krk ist im Moment extrem gefragt. Bis 2027 sind alle Kapazitäten ausgebucht. Der kroatische Premier Andrej Plenković ließ beim Besuch Nehammers auch durchklingen, dass es nun auch auf das Wohlwollen der Regierung in Zagreb ankomme.

Ausbau des Terminals

Nehammer und Söder interessierten sich vor allem für den Ausbau des Terminals, um die Kapazitäten zu erhöhen. Die drei Politiker verständigten sich auf eine engere Kooperation und Unterstützung, wenn es um finanzielle Mittel der EU geht. Die Zusammenarbeit soll über eine Steuerungsgruppe laufen, der in Österreich auch Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) angehören sollen.

Der Standard