Deutschland bekräftigt Nein zur Atomkraft gegenüber der EU

21. Jänner 2022, EU-weit/Brüssel/Berlin

Die deutsche Bundesregierung will sich gegenüber der EU-Kommission klar gegen die Einstufung von Atomkraft als nachhaltige Investition positionieren. Das erklärte am Freitag die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann in Berlin.

APA/dpa

Wien beschloss „Klimafahrplan“ und Rahmenstrategie bis 2040

21. Jänner 2022, Wien

Die rot-pinke Stadtregierung hat am Freitag im Rahmen einer Klausur einen "Klimafahrplan" für Wien - sowie eine "Smart Klima City Rahmenstrategie" - besiegelt. Vorgesehen ist, dass Wien bis 2040 klimaneutral wird. Alternative Energien, Abfallvermeidung oder neue Mobilitätsformen stehen dabei im Fokus. Vorgesehen ist etwa, dass ab diesem Zeitpunkt keine Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotoren mehr im Einsatz sind.

APA

Weltweit erster Wasserstofftanker nimmt Ladung an Bord

21. Jänner 2022, Melbourne/Kawasaki

Das weltweit erste Tankschiff für flüssigen Wasserstoff sticht bald von Australien aus Richtung Japan in See. Die vom japanischen Konzern Kawasaki Heavy Industries gebaute Suiso Frontier wird ab Freitag mit flüssigem Wasserstoff aus Braunkohle beladen und tritt dann ihre Reise an. Geliefert wird der Wasserstoff vom japanisch-australischen Gemeinschaftsunternehmen Hydrogen Energy Supply Chain (HESC), das von Kawasaki Heavy Industries angeführt wird.

APA/ag

EU-Umweltminister: Beratungen über Einstufung von Atomkraft

21. Jänner 2022, Amiens/EU-weit/Brüssel

Die europäischen Umwelt- und Energieminister haben am Freitag in Amiens über das weitere Vorgehen bei der Einstufung von Atomkraft und Gas als nachhaltige Energiequellen beraten. Die luxemburgische Umweltministerin Carole Dieschbourg appellierte an Deutschland, sich einer geplanten Klage anzuschließen, falls es dazu komme. "Wir würden es begrüßen, wenn Deutschland sich beteiligen würde", Dieschbourg der Nachrichtenagentur AFP.

APA/AFP

Experten für Kurswechsel der EU bei Öko-Label für Atom und Gas

21. Jänner 2022, EU-weit/Brüssel/Berlin

Ein Expertenrat der EU kritisiert die Europäische Kommission für ihre Pläne, Atomkraft und Erdgas als nachhaltige Technologien anzuerkennen. Die Brüsseler Behörde sollte ihr Vorgehen so nicht weiterverfolgen, heißt es in einem Entwurf der Expertenstellungnahme, die am Freitag vorlag. Nur Gaskraftwerke mit Emissionen von maximal 100 Gramm CO2-Äquivalenten pro Kilowattstunde sollten als klimafreundlich gelten - das wäre eine deutliche Verschärfung.

APA/ag

Top Artikel der Woche

Gasspeicher auf historisch niedrigem Stand

20. Dezember 2021, Berlin

Netzbetreiber mobilisieren Reserven. EU-Kommission mahnt Kooperation der EU-Staaten an. Die Reserven der Gasspeicher in Deutschland bewegen sich auf niedrigem Niveau. Der Füllstand habe „die 60-Prozent-Marke unterschritten“, sagte Sebastian Bleschke, Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (INES), dem Handelsblatt. In der Initiative haben sich die Betreiber von Erdgasspeichern zusammengeschlossen.Mit einem Füllstand von derzeit rund 59 Prozent bewege […]

Handelsblatt

Kein Weihnachtsfriede bei der OMV

27. Dezember 2021

Öl- und Gaskonzern. CEO bei der Konkurrenz: Wurden bei Aufsichtsratschef Marc Garrett die Compliance-Regeln eingehalten? Überraschender Abgang des Chefs der Konzern-Revision Die neue Strategie der OMV hat im Unternehmen, in der Politik sowie in der Öl- und Gasindustrie heftige Diskussionen ausgelöst. Kein Zufall, dass jetzt auch Kritik an Marc Garrett, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, laut […]

Kurier

Steiermark stellt Förderung für Heizungstausch neu auf

15. Dezember 2021, Graz

Für den Umstieg von Ölheizungen auf neue, klimaschonende Heizsysteme ist in der Steiermark das Fördersystem neu aufgestellt worden. Das Land hat dafür für 2022 rund 11,5 Mio. Euro budgetiert. Um auf die unterschiedlichen finanziellen Voraussetzungen der Förderwerber besser antworten zu können, werde das Fördersystem erstmals sozial gestaffelt sein, teilte Umweltlandesrätin Ursula Lackner (SPÖ) mit.

APA

Für Wasserstoff-Lkw ist Strom zu teuer

20. Jänner 2022, Wien/Lauterach

Mehrere österreichische Logistiker wollen bis 2030 rund 2.000 Wasserstoff-Lkw auf die Straße bringen. In einer bei Deloitte in Auftrag gegebenen Studie sind mehrere Hürden aufgetaucht. Das Hauptproblem ist, dass aus grünem Strom gewonnener Wasserstoff ungefähr dreimal so teuer ist wie Diesel und Wasserstoff-Lkw nicht 100.000 Euro, sondern eine halbe Million Euro kosten. Die Firmen wollen, dass der Staat 80 Prozent dieser Mehrkosten übernimmt, konkret 420 bis 460 Mio. Euro.

APA

Industriestaatssekretärin Karoline Edtstadler
 - Wien, APA/TOBIAS STEINMAURER

Atomkraft: Edtstadler zu „frostigen“ Gesprächen in Paris

21. Jänner 2022, EU-weit/Brüssel/Paris

Von harten Gesprächen mit Frankreich über das geplante grüne Label für Atomkraft und Gas hat Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) berichtet. Nach Gesprächen in Paris zur sogenannten EU-Taxonomie mit der Staatssekretärin für Industrie, Agnes Pannier-Runacher, habe "frostige Stimmung" geherrscht, sagte Edtstadler am Freitag im Gespräch mit der APA. Man sei "auf zwei unterschiedlichen Planeten zuhause", so Edtstadler.

APA

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Börse straft Siemens Energy ab

21. Jänner 2022, München

Die Probleme beim Windkraftunternehmen Siemens Gamesa reißen nicht ab und belasten auch den Mehrheitseigner Siemens Energy. Der deutsche Konzern musste am späten Donnerstagabend zum wiederholten Male wegen der spanischen Tochter ihre Ziele nach unten schrauben, nun wackelt sogar die mittelfristige Prognose. An der Börse wurde Energy am Freitag abgestraft, die Aktie fiel im Xetra-Handel um zeitweise mehr als 14 Prozent und war damit der mit Abstand größte Verlierer im DAX.

APA/dpa

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Total und Chevron ziehen sich aus Myanmar zurück

21. Jänner 2022, La Defense/Naypyidaw/San Ramon (Kalifornien)

Die Energiekonzerne Total und Chevron ziehen sich ein Jahr nach dem Militärputsch in Myanmar komplett aus dem südostasiatischen Land zurück. Die sich weiter verschlechternde Menschenrechtssituation und generelle Lage habe zu der Entscheidung geführt, sich nach Aufgabe laufender Projekte auch aus der Gasförderung im Yadana-Feld zurückzuziehen, teilte der französische Energiekonzern TotalEnergies am Freitag in Paris mit.

APA/dpa

Alles für das Klima? Wie Atomkraft und Gas die EU spalten

21. Jänner 2022, EU-weit/Brüssel

Sollen Atomkraft und Gas als klimafreundliche Technologien eingestuft werden? Die Frage treibt EU-Staaten, Bürger und Aktivisten seit Wochen um. Die EU-Kommission hat dazu einen Entwurf an die EU-Staaten geschickt, die Frist für Rückmeldung setzte sie für Mitternacht in der Nacht von Freitag auf Samstag an. Hintergrund ist die sogenannte Taxonomie, die festlegen soll, welche Geldanlagen als klimafreundlich gelten, um die Klimawende voranzubringen.

APA/dpa