Marktprämien für Ökostrom kommen

5. Oktober 2022

Verordnung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes soll auch in Zeiten hoher Strompreise Anreiz für Investitionen sein.

In Österreich wurden seit 2020 keine großen Ökostromanalagen mehr gefördert. Das soll sich mit der Markprämienverordnung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG), mit deren Kundmachung diesen Donnerstag gerechnet wird, nun ändern. Heimische Energieunternehmen sollen damit einen weiteren Anreiz erhalten, in den Ausbau von Windkraft, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft zu investieren.

Anders als mit der Investitionsförderung erhält man bei der Marktprämie keinen Zuschuss zur Errichtung der Anlagen, sondern im Fall zu niedriger Marktpreise einen Zuschuss zur Erzeugung. „Durch die Errichtung von erneuerbaren Energien werden teurere fossile Kraftwerke aus dem Markt gedrängt“, heißt es aus dem Klimaministerium. Für die Errichtung von kleineren Anlagen stehen bereits jetzt im Rahmen der EAG Investitionsförderung mehr als 355 Millionen Euro zu Verfügung. Durch die Marktprämien-Verordnung werden Mittel für größere Kraftwerke mobilisiert.
Warum fast zwei Jahre lang keine neuen Projekte gefördert wurden, liegt offenbar an den Regierungsparteien. Vor zwei Jahren lief die Förderung nach dem Ökostromgesetz aus, das EAG aber ließ auf sich warten. Im September 2021 trat es schließlich in Kraft. Im April 2022 wurde die Investitionsverordnung, erlassen, im Oktober nun schließlich die Marktprämienverordnung. Die größten Kontingente haben Sonnenenergie und Windkraft. Photovoltaikanlagen werden 2022 zum ersten Mal in dieser Größenordnung gefördert und haben heuer und im kommenden Jahr Kontingente von je 700 Megawatt zur Stromerzeugung zur Verfügung.

Mehr Gas sparen

5. Oktober 2022, Paris

Verbrauch sollte um ein Zehntel reduziert werden, um Engpässe zu vermeiden

Die Internationale Energieagentur IEA rät der EU zu Einsparungen beim Gasverbrauch, um leere Speicher und das Risiko von Versorgungsunterbrechungen in diesem Winter zu verhindern. Um die Gasvorräte bis zum Ende der Heizsaison auf einem angemessenen Niveau zu halten, müsse die Nachfrage im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre um 9 bis 13 Prozent reduziert werden, heißt es in dem am Montag in Paris vorgelegten Gasmarktbericht der IEA.

Dies stelle bei einem geringen Zufluss von Flüssiggas sicher, dass die Gasspeicher auf einem Niveau von 25 bis 30 Prozent gefüllt bleiben.

Ohne reduzierten Gasverbrauch und bei einem vollständigen russischen Lieferstopp ab November könnten die Speicherstände auf knapp fünf Prozent sinken, wenn zugleich nur wenig Flüssiggas in die EU geliefert wird.
Das würde das Risiko auf Versorgungsunterbrechungen im Falle eines späten Kälteeinbruchs erhöhen. Bei einem hohen Zufluss von Flüssiggas blieben die Speicher nach der IEA-Analyse zu weniger als 20 Prozent gefüllt.
"Der Einmarsch Russlands in der Ukraine und die drastische Reduzierung der Erdgaslieferungen nach Europa schaden Verbrauchern, Unternehmen und ganzen Volkswirtschaften erheblich - nicht nur in Europa, sondern auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern", sagte der IEA-Direktor für Energiemärkte und Sicherheit, Keisuke Sadamori.
"Die Aussichten für die Gasmärkte bleiben getrübt, nicht zuletzt wegen des rücksichtslosen und unberechenbaren Verhaltens Russlands, das den Ruf des Landes als zuverlässiger Lieferant erschüttert hat." Alles deute darauf hin, dass die Märkte bis weit in das Jahr 2023 hinein sehr angespannt bleiben, sagte er.

Der Tagesspiegel

Verstärkter Gasfluss nach Österreich

5. Oktober 2022

Auch zu Wochenbeginn ist mehr Gas ins Land gekommen als zuletzt. Der Füllstand der Speicher liegt bei den angepeilten 80 Prozent und dürfte noch steigen. Für diesen Winter sollte das reichen.

Ein Etappenziel ist erreicht, wenn auch teuer erkauft: Die Gasspeicher in Österreich sind mittlerweile zu gut 80 Prozent gefüllt. Für das vorsorglich eingespeicherte Gas haben die heimischen Versorger, internationalen Händler und lokalen Industriebetriebe aber ein Vielfaches dessen bezahlt, was 2021 in Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit nötig war.
Haushalte in Österreich sind über die Mehrkosten entweder schon informiert worden, oder sie stoßen demnächst wohl auf Post von ihrem Lieferanten. Eine Verfünf- bis Versechsfachung der monatlichen Vorschreibung ist keine Seltenheit.
Dass die heimischen Gasspeicher trotz erheblich reduzierter Liefermengen aus Russland so voll geworden sind, ist keine Selbstverständlichkeit. „Damit haben wir eigentlich nicht gerechnet,“ gibt Carola Millgramm, Leiterin der Abteilung Gas in der E-Control, im Gespräch mit dem STANDARD zu.

Man sei davon ausgegangen, die Speicher bis zu Beginn der Heizsaison mindestens zu 80 Prozent befüllen zu können, allerdings ohne Haidach. Der im salzburgisch-oberösterreichisch-bayerischen Grenzgebiet befindliche der russischen Gazprom gehörende Speicher ist derzeit nur an das deutsche Gasnetz angeschlossen. Er wurde im vorigen Winter so gut wie leergepumpt und nicht wieder befüllt. Weil Gazprom die im Sommer gesetzlich fixierte „Use it or lose it“-Regelung ignoriert hat, wurden dem russischen Gasmonopolisten die Nutzungsrechte an Haidach aberkannt. Seitdem die RAG AG (Renewables and Gas), ein in Mehrheitsbesitz der EVN befindliches und bisher schon mit der technischen Betriebsführung von Haidach betrautes Unternehmen, auch für die Vermarktung des Speichers zuständig ist, hat sich einiges zum Positiven verändert.

Seit August wird nun auch in Haidach kontinuierlich Gas eingespeichert – von Deutschland aus. „Auch wenn der Speicher noch nicht an das österreichische Gasnetz angeschlossen ist, hilft uns ein guter Füllstand dort, weil Tirol und Vorarlberg von Bayern aus versorgt werden“, sagt Millgramm.

Der Standard

Ringen um Gaspipeline durch die Pyrenäen

5. Oktober 2022, Madrid

Energie. Der Bau einer Pipeline, durch die Gas aus Spaniens LNG-Terminals nach Norden fließen könnte, wurde vor Jahren gestoppt. Angesichts der Energiekrise drängen Spanien und Deutschland nun auf den Weiterbau — vorerst mit wenig Erfolg.

Deutschland und Spanien geben nicht auf. Die Regierungen beider Länder erhöhen den Druck, um Frankreich davon zu überzeugen, dass die Fertigstellung einer europäischen Süd-Nord-Gaspipeline durch die Pyrenäen sinnvoll ist. Bisher lehnt Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron das Projekt ab: Es lohne sich wirtschaftlich nicht und sei umweltpolitisch nicht durchsetzbar.

Die 300 Kilometer lange Röhre, deren Bau 2019 gestoppt wurde, soll überschüssiges Erdgas aus Spaniens Flüssiggasanlagen nach Zentraleuropa transportieren. "Die Pipeline würde einen massiven Beitrag zur Entspannung der Versorgungslage leisten", wirbt Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz für den Weiterbau. "Berlin und Spanien stimmen darin überein, dass wir mehr europäische Netze für die Energie brauchen — sei es für Gas oder Strom", bekräftigen auch Diplomaten in Madrid.

Die Midcat-Pipeline steht am 5. Oktober ganz oben auf der Tagesordnung des deutsch-spanischen Regierungsgipfels, der in der spanischen Atlantikstadt A Coruña stattfindet. Nicht weit entfernt liegt im Hafen des Ortes Mugardos eines jener sechs großen Gasterminals, die Spanien besitzt — während Deutschland bisher keinen einzigen hat. An den Terminals docken die mit verflüssigtem Erdgas (LNG) gefüllten Riesentanker an, die im Falle Spaniens vor allem aus den USA, Algerien und Nigeria kommen. In den Anlagen wird das LNG wieder in Erdgas verwandelt.

Die Presse

Markt goutiert RWE-Zukauf

5. Oktober 2022, Frankfurt

Akquisition. Nach anfänglichen Zweifeln kommt der Kauf in den USA gut an. Katar wird größter Aktionär.

In den Anfangsminuten noch marktkonform schwach, haben sich RWE-Aktien im deutschen Feiertagshandel am Montag zu einem der Dax-Favoriten gemausert. Die Stärkung des Erneuerbare-Energien-Portfolios mit einem Zukauf in den USA war zunächst nur verhalten von den Investoren aufgenommen worden, dann jedoch setzte sich eine positive Einschätzung des Deals am Markt durch. Am späten Vormittag standen die Aktien des Essener Versorgers mit rund eineinhalb Prozent im Plus. Sie gehörten damit zu den besten Dax-Werten.

RWE schluckt für 6,8 Milliarden US-Dollar das Unternehmen Con Edison Clean Energy Businesses, ein nach Unternehmensangaben "im US-Markt führender Betreiber und Entwickler von Solaranlagen und Speichern". Finanziert wird der Deal zum Teil durch die Emission einer Pflichtwandelschuldverschreibung, die in RWE-Inhaberstückaktien gewandelt und von der Qatar Holding gezeichnet wird. Perspektivisch macht dieser Finanzierungsdeal das arabische Emirat Katar zum mit Abstand größten Aktionär des deutschen Versorgers.

Bei Branchenkennern kam der Zukauf gut an. Vincent Ayral von der US-Bank JPMorgan schrieb von einem strategisch "großartigen" und passenden Schritt. Für Ahmed Farman vom Analysehaus Jefferies ist die Bewertung des Deals vernünftig. Die Übernahme werde sich positiv auf die Gewinnentwicklung auswirken und verschaffe RWE eine führende Position in den USA auf dem dortigen Markt für Erneuerbare Energien, so der Experte.

Die Presse

Top Artikel der Woche

ARBÖ: Auto vor Start der CO2-Steuer noch volltanken

26. September 2022, Wien

Der ARBÖ rät allen Autofahrern, ihr Auto in der nächsten Woche vollzutanken. "Denn am 1. Oktober kommt die CO2-Steuer, und damit wird Treibstoff pro Liter um gut 8 Cent teurer", erinnerte ARBÖ-Präsident Peter Rezar am Sonntag. Eine Tankfüllung bei einem Fahrzeug mit 50-Liter-Tank koste ab nächstem Samstag um rund vier Euro mehr, weshalb bis kommenden Sonntag mit einem Ansturm auf die Tankstellen zu rechnen sei, so der ARBÖ.

APA

Gaspreis – Kritik an EU-Maßnahmen aus Österreich

30. September 2022, Wien

Österreichische Interessensvertretungen und Organisationen haben mit Kritik auf die europäische Einigung zur Bewältigung der Energiekrise, darunter etwa eine Steuer auf Krisengewinne, reagiert. Während die angedachten Maßnahmen der Arbeiterkammer (AK), dem Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) sowie der Umweltschutzorganisation Greenpeace nicht weit genug gehen, begegnen die Wirtschaftskammer (WKÖ), die E-Wirtschaft und EcoAustria den Maßnahmen grundlegend skeptisch.

APA

Tarif-Wechsel: Die Crux mit den Regionalversorgern

24. August 2022

Stromanbieter. Wien Energie und EVN heben ihre Standard-Tarife mit September deutlich an. Was das für Konsumenten bedeutet und worauf bei einem Tarif-Wechsel zu achten ist

Viele Kunden von Wien Energie und EVN erhalten dieser Tage Schreiben, die eine Tariferhöhung bei Strom ankündigen. Um die Teuerung abzufedern, haben die Unternehmen Rabatte angekündigt – diese sind aber, wie aus einem Informationsschreiben hervorgeht, an einen Tarifwechsel gebunden.

Pikant daran: Der Wechsel erfolgt automatisch, sofern der Kunde nicht widerspricht. Konsumentenschützer sind alarmiert, die Arbeiterkammer (AK) prüft derzeit eine Klage.

Um wie viel teurer werden Strom und Gas? Die Tariferhöhung tritt am 1. September für Kunden mit dem Standard-Tarif „Optima“ in Kraft. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden Strom kommen auf Kunden von Wien Energie und EVN dadurch jährliche Mehrkosten von etwa 680 Euro zu. Inklusive Gas steigt die jährliche Belastung bei einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden um etwa 2.000 Euro.
Sind die neuen Tarife niedriger? Die neuen Tarife, auf die Kunden, die nicht widersprechen, gewechselt werden, sind relativ billiger – aber teurer als die bisher gültigen.

Können die neuen Tarife stärker steigen?Bisher konnten Tarife einmal pro Jahr angepasst werden, jetzt geschieht das zwei Mal, im Frühling und im Herbst. Bei den neuen Tarifen bieten EVN und Wien Energie eine Preisgarantie über ein Jahr. Danach können sie im selben Ausmaß steigen, wie der alte Optima-Tarif. Gebunden sind sie dabei an den Österreichischem Strompreisindex (ÖSPI) und den Verbraucherpreisindex.

Welche Rabattaktionen gibt es? Bei den Rabattaktionen unterscheiden sich Wien Energie und EVN. Während es bei Wien Energie zum Beispiel ein Guthaben gibt – etwa Gratis-Strom bis zu 100 Tagen – wenn sich Kunden für ein Jahr lang binden, gibt es bei EVN einmalig den „blau-gelben Strompreisrabatt“.
Gibt es einen Grund, am bisherigen Optima-Tarif festzuhalten?Ein Vorteil ist laut AK nicht absehbar. Der alte Tarif ist ab September höher und kann bereits im April das nächste Mal angepasst werden.
Warum passen EVN und Wien Energie ihre Tarife im Gleichschritt an? Die beiden Regionalversorger sind seit 2001 in der Energieallianz Austria (EAA) organisiert. Auch die Energie Burgenland ist in der Vertriebsgemeinschaft, sie hat die Tariferhöhung vom Jänner 2023 aber im Gegensatz zu EVN und Wien Energie nicht vorgezogen.

Kurier

Druckabfall bei Nord Stream 2

26. September 2022, Lubmin/Moskau

In der Nacht auf Montag hat es in der Gaspipeline Nord Stream 2 nach Angaben des Betreibers einen Druckabfall gegeben. Es sei ein Druckverlust in Röhre A festgestellt worden, die zuständigen Marinebehörden in Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Russland seien sofort informiert worden, teilte der Sprecher des Pipeline-Betreibers Nord Stream 2 AG, Ulrich Lissek, am Montag mit. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an.

APA/dpa

Sonnenstrom aus dem Ofenloch für Lenzin

5. Oktober 2022

Oberösterreichs größte Flächen-Photovoltaikanlage liefert pro Jahr 6 Mio. kWh erneuerbare Energie

Oberösterreichs größte Flächen-Photovoltaikanlage wurde gestern offiziell eröffnet. Sie steht im „Ofenloch" — einer ehemaligen Mülldeponie — in Lenzing und liefert dem Faserhersteller Lenzing erneuerbare Energie. Mit dem Verbund als Partner hat man 10.284 Photovoltaik-Module errichtet, die eine Strommenge von 6.000.000 kWh jährlich produzieren. Damit können rund 4400 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Außerdem hat Lenzing bereits im Frühjahr drei Photovoltaik-Dachanlagen mit einer Leistung von 1454 kWp und einer Jahreserzeugung von rund 1.508.000 kWh Strom in Betrieb genommen. Der Strom wird für die Produktion des Faserherstellers und für E-
Ladestationen verwendet. Bis Ende des Jahres werden 16 Wallboxen installiert. Nächstes Jahr sollen 23 weitere folgen.

„Wir sind Nachhaltigkeits-Champion und wollen das auch in Zukunft sein. Mit dem kontinuierlichen Ausbau erneuerbarer Energie führen wir unseren Kurs der Ökologisierung der Wertschöpfungskette fort“, betonte Lenzing-Chef Stephan Sielaff. Weitere Energie-Projekte an anderen Standorten seien derzeit in Planung. Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner sprach von einem „historischen Tag für Oberösterreich“auf dem Weg in eine erneuerbare Energiezukunft und betonte, dass erneuerbare Energieprojekte Vorrang bei UVP-Verfahren hätten. Das beste und kürzeste Verfahren sei aber immer noch kein Verfahren. Weshalb Oberösterreich die Grenze, ab wann eine Prüfung durchgeführt werden muss, erhöht habe. Verbund-Chef Michael Strugl betonte, dass die Energiewende unabdingbar sei, es aber noch viel zu tun gebe. Der Verbund sehe sich als Partner der Unternehmen, „denn die Energiewende bewältigen wir nur gemeinsam“.

Bgm. Rudolf Vogtenhuber, LR Markus Achleitner, Lenzing-CEO Stephan Sielaff, Christian Skilich (Lenzing), LR Stefan Kaineder und Verbund-CEO Michael Strugl bei der Eröffnung.

Oberösterreichisches Volksblatt

Covid-Medikamente werden kaum an Patienten verschrieben

5. Oktober 2022, Wien

Die Herbst-Corona-Welle in Österreich nimmt weiter an Fahrt auf, am Dienstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bereits bei 952,6. Gegen schwere Covid-Verläufe hilft einerseits die Schutzimpfung, außerdem sind mittlerweile zwei antivirale Medikamente für die Einnahme zu Hause in Österreich zugelassen. Doch diese werden kaum an Patienten verschrieben, berichtete das "Ö1"-Morgenjournal am Mittwoch. Demnach wurden bisher nur ein Fünftel der vorhandenen Medikamente auch verschrieben.

APA

Laut Gazprom sind die regulatorischen Probleme behoben worden

Gazprom liefert wieder Gas nach Italien über Österreich

5. Oktober 2022, Wien/Rom

Der russische Energieriese Gazprom nimmt die Gasexporte über Österreich nach Italien wieder auf, nachdem die Lieferungen am Wochenende wegen regulatorischer Probleme ausgesetzt worden waren. Gazprom und die italienischen Kundinnen und Kunden hätten nach den Regeländerungen in Österreich eine Lösung für den Gasverkauf gefunden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Auch der italienische Energieriese Eni bestätigte die Wiederaufnahme der Gaslieferungen über Österreich.

APA

Tagespreise für Gas auf Niveau vom Juni zurückgegangen

5. Oktober 2022, Wien
Kurzfristige Gaspreise auf Niveau vom Juni
 - Lubmin, APA/AFP

Wer kurzfristig Gas braucht, kann sich derzeit wie zu Preisen im Juni damit eindecken. Gestern gab es Gas für den Folgetag (VTP Day-ahead Index) um weniger als 120 Euro je Megawattstunde. So günstig war der Energieträger im kurzfristigen Handel zuletzt Mitte Juni. Damals hat der russische Monopolist Gazprom die Lieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 um 40 Prozent gekürzt. Am 23. Juni rief Deutschland die Gas-Alarmstufe aus.

APA