ÖVP in OÖ will Gewinne der Energiekonzern für Ausbau nutzen

16. Mai 2022, Linz/Wien/Kiew (Kyjiw)

Der oö. Energie-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) kann sich vorstellen, die durch Verwerfungen am Strommarkt zu erwartenden Gewinne der Energieversorger in den rascheren Ausbau alternativer Projekte oder Fördermaßnahmen zu stecken. Von "steuerlichen Überlegungen oder gesetzlichen Eingriffen" halte er nichts, über höhere Dividenden könne man aber nachdenken, so Achleitner, der auch Aufsichtsratschef der - zu knapp 53 Prozent im Landeseigentum befindlichen - Energie AG OÖ ist.

APA

ÖVP-Beschwerde gegen PV-Anlage in Güssing

16. Mai 2022, Güssing

Die ÖVP Güssing hat am Montag eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgericht eingebracht, da eine von ihr geforderte Volksbefragung zur geplanten Photovoltaik-Anlage im Bezirksvorort nicht durchgeführt wird. "790 Menschen haben für eine Volksbefragung gegen die Monster-PV-Anlage unterschrieben. Die SPÖ ist über den Willen der Bürger drübergefahren", kritisierte Vizebürgermeister Alois Mondschein (ÖVP).

APA

IEA sieht Ölförderung in Russland vor Einbruch um 30 Prozent

16. Mai 2022, Wien/Paris/Kiew (Kyjiw)
Massiver Rückgang wird erwartet
 - Emlichheim, APA/dpa

Die Ölförderung Russlands ist im April um fast eine Million Barrel oder etwa zehn Prozent unter dem Niveau vor Kriegsbeginn gelegen. Ab Mitte Mai werden aber große Handelshäuser ihre Verträge wegen der Sanktionen auslaufen lassen. Daher könnte der Rückgang im zweiten Halbjahr auf drei Millionen Barrel oder 30 Prozent steigen, heißt es im aktuelle Ölmarktbericht der Internationalen Energieagentur (IEA). Die weltweite Versorgung mit Öl sieht die IEA nicht in Gefahr.

APA

Feststoffbatterien für Elektroautos noch nicht marktreif

16. Mai 2022, Karlsruhe
Die Super-Batterie der Zukunft lässt auf sich warten
 - Hannover, APA/dpa

Hersteller von E-Autos hoffen auf sie: Die sogenannte Feststoffbatterie, mit der sich etwa Probleme langer Ladezeiten und geringer Reichweite von E-Autos lösen lassen könnten. Laut einer am Montag veröffentlichten Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe dürfte es aber noch einige Zeit dauern, bis sich diese Technologie im Vergleich zur bisher dominierenden Lithium-Ionen-Batterie (LIB) durchsetzt.

APA/dpa

EU-Kommission: Deckel könnte gegen hohe Gaspreise helfen

16. Mai 2022, Kiew (Kyjiw)/Moskau

Für den Fall eines weitgehenden russischen Gas-Lieferstopps schlägt die EU-Kommission staatliche Preisdeckel gegen hohe Energiepreise vor. "Eine Möglichkeit wäre, die Preisbildung während dieses Störungsszenarios durch eine Preisobergrenze an den europäischen Gasbörsen zu begrenzen", heißt es in einem Papier, das die Kommission voraussichtlich nächste Woche vorstellen will und der dpa vorliegt. Eine solche - zeitlich begrenzte - Maßnahme würde "erhebliche" Summen erfordern.

APA/ag

Top Artikel der Woche

Regulator: Verbund könnte Strompreis senken

13. Mai 2022, Wien

Aus Sicht von Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der Regulierungsbehörde E-Control, wäre es nicht Untreue, würden Energieerzeuger Strom günstiger verkaufen, als es im Großhandel möglich ist. Das "sehe ich nicht", sagt er den "Salzburger Nachrichten" (SN). Da gebe es "unternehmerischen Spielraum".

APA

So viel verdienen die Energiekonzerne

10. Mai 2022

Preisausschläge. Während die Kosten für Konsumenten stark gestiegen sind, schreibt zumindest ein Teil der Unternehmen satte Gewinne. Nun könnte es darauf eine Sondersteuer geben.

Teures Gas, teurer Strom, teurer Sprit. Nach Berechnung der Österreichischen Energieagentur war Haushaltsenergie im März um insgesamt 42 Prozent teurer als im Jahr davor. Derweil steigen international die Profite der Energiekonzerne. Viele Konsumenten fühlen sich abgezockt. Bei näherem Hinsehen zeigt sich aber ein differenzierteres Bild in der Branche (siehe Grafik). Der KURIER hat recherchiert, woran die teils massiven Unterschiede liegen.

Die Großhandelspreise sind im Vorjahr stark gestiegen. Zunächst, weil die Nachfrage mit dem Auslaufen der Corona-Beschränkungen in vielen Ländern deutlich zulegte. Der Ukraine-Krieg hat zu einem weiteren Ausschlag geführt.

Sondersteuer

Die EU-Kommission hat den Mitgliedsstaaten Vorschläge gemacht, wie sie die Verbraucher entlasten können, ohne den Wettbewerb zu verzerren. Darunter findet sich neben Beihilfen und Zuschüssen auch die Möglichkeit von Sondersteuern auf unerwartete Profite (sogenannte „windfall profits“). Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat sich zuletzt dafür ausgesprochen, das Finanzministerium prüft den Vorschlag (siehe unten).

Die Energieversorger argumentieren, dass sie die Gewinne für Investitionen in den Erneuerbaren-Ausbau brauchen. Auch profitiere der Staat als Miteigentümer sowohl von der Dividende als auch von der mit den Umsätzen gestiegenen Steuerleistung.

Kurier

Neuer chemischer Speicher zur Lagerung großer Energiemengen

9. Mai 2022, Wien

Einen neuartigen chemischen Wärmespeicher haben Wissenschafter der Technischen Universität (TU) Wien entwickelt. Die Methode eignet sich laut TU-Aussendung ideal zur Nutzung der Abwärme von Industrieanlagen, die umweltfreundlich praktisch unbegrenzt lange gespeichert werden kann. Das bereits patentierte Verfahren nutzt eine kostengünstige und einfach verfügbare chemische Verbindung, die relativ ungefährlich sei und oft genutzt werden könne.

APA

Neues Recht auf Raten bei Stromrechnung-Nachzahlungen

12. Mai 2022, Wien

Die Preissteigerungen am Strommarkt belasten viele Konsumentinnen und Konsumenten. Für Nachzahlungen bei der Stromrechnung gibt es nun ein Recht auf Ratenzahlungen bis zu 18 Monate. Das regelt eine neue Verordnung der Energieregulierungsbehörde E-Control, die ab sofort in Kraft ist. Solche Ratenzahlungen waren auch bisher schon möglich, sie mussten aber mit dem Stromlieferanten oder Netzbetreiber vereinbart werden.

APA

IEA erwartet ab 2023 abflachende Biokraftstoff-Nachfrage

16. Mai 2022, Wien
Ein knappes Drittel des heimischen Getreides landet in Tanks
 - Owingen, APA/dpa

Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet 2023 eine abflachende Nachfrage nach Biokraftstoffen aufgrund steigender Preise. Heuer würde der Verbrauch um fünf Prozent ansteigen, im kommenden Jahr sollen es dann drei Prozent sein, geht aus dem vor wenigen Tagen publizierten IEA-Update zum Markt der nachwachsenden Rohstoffe hervor.

APA