Uniper setzt auf erneuerbare Energie aus Wilhelmshaven

14. Juni 2024, Düsseldorf
Der Konzern will künftig mehr Künden mit Erneuerbaren beliefern
 - Düsseldorf, APA/AFP

Der verstaatlichte deutsche Energiekonzern Uniper will sein Geschäft mit erneuerbarer Energie in Wilhelmshaven in den kommenden Jahren weiter ausbauen. "Wilhelmshaven wird ein immer wichtigerer Energiestandort, weil die Nordsee eine immer größere Bedeutung für die Energiewende bekommt", sagte Vorstandsmitglied Holger Kreetz in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des "Handelsblatt Wasserstoff-Gipfels" in Essen.

APA/ag

Telekomfirmen dürfen künftig mit Strom sparsamer umgehen

14. Juni 2024, Wien
Gesetzesnovelle ermöglicht Stromeinsparung
 - St

Die Telekomfirmen können künftig Strom sparen, indem sie in ruhigen Zeiten einen Teil ihrer Kapazitäten abschalten. Eine dafür nötige Gesetzesänderung wurde am Donnerstag beschlossen. Dadurch würden "enorme Effizienzpotenziale" entstehen und die Servicequalität trotzdem gleich hoch bleiben, schreibt Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) in einer Aussendung. Die drei großen Telekomfirmen wollen mit den Energiesparmaßnahmen anfangen, sobald die Regulierungsbehörde das erlaubt.

APA

Nationalrat beschloss Förderung von erneuerbarem Wasserstoff

13. Juni 2024, Wien
Gasversorger werden zu Versorgungssicherheitskonzepten verpflichtet
 - Wien, APA

Der Nationalrat hat am Mittwoch Grünes Licht für die Förderung der Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff gegeben. Gemäß dem mit breiter Mehrheit beschlossenen Gesetz werden dafür Bundesmittel im Ausmaß von bis zu 820 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit Verfassungsmehrheit wurden Gasversorger ab einer bestimmten Größe per Novelle dazu verpflichtet, Versorgungssicherheitskonzepte zu erstellen.

APA

Bayern besteht auf Übernahme von Uniper-Wasserkraftwerken

13. Juni 2024, Düsseldorf
Bayern stellt Uniper die Rute ins Fenster
 - Düsseldorf, APA/AFP

Bayern will dem an die Börse strebenden Energiekonzern Uniper mittel- bis langfristig zahlreiche Wasserkraftwerke entreißen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte am Donnerstag in München an, der Freistaat werde von seinem Recht zur Übernahme von mehr als 80 Kraftwerken an bayerischen Flüssen von 2030 an Gebrauch machen.

APA/Reuters

Vorjahr brachte starken Ausbau von Photovoltaik

13. Juni 2024, Wien/Österreich-weit

Der Photovoltaik-Ausbau hat in Österreich ein Rekordniveau erreicht. 2,6 Gigawatt Leistung kamen 2023 neu dazu, mehr als doppelt so viel wie 2022. Solaranlagen gibt es inzwischen auf 420.000 Dächern in Österreich, Österreich liegt auf Kurs, schon 2025 das für 2030 angestrebte Ziel von 11 Terawattstunden (TWh) Solar-Strom zu erreichen. Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) stellte zur weiteren Unterstützung des Sektors am Donnerstag eine "Photovoltaik-Strategie" vor.

APA

Top Artikel der Woche

Gericht hält Preiserhöhung des Verbund von 2023 für ungültig

10. Juni 2024, Wien

Die Strompreiserhöhung der Verbundgesellschaft vom März 2023 war unzulässig und damit unwirksam, urteilte das Handelsgericht Wien. Verbund-Kunden dürften daher auf Rückzahlungen hoffen, schreibt der Verbraucherschutzverein (VSV), auf dessen Betreiben das Verfahren lief, in einer Aussendung. Auch andere Energieanbieter hatten auf der gleichen Rechtsgrundlage wie der Verbund die Preise erhöht, auch hier könnte es daher Rückzahlungen geben, meint VSV-Obfrau Daniela Holzinger.

APA

Uniper kündigt Gaslieferverträge mit russischer Gazprom

12. Juni 2024, Düsseldorf

Der verstaatlichte deutsche Energiekonzern Uniper hat einen endgültigen Schlussstrich unter den Streit um Gaslieferungen mit dem russischen Staatskonzern Gazprom gezogen. Uniper habe sich in einem Schiedsverfahren durchgesetzt und dann die Verträge gekündigt, teilte Uniper am Mittwoch mit. Die Verträge mit Gazprom waren noch in Kraft, obwohl seit Juni 2022 nur noch eingeschränkt und seit Ende August 2022 kein Gas mehr geflossen war.

APA/Reuters

Neuer Bonus für PV-Anlagen

11. Juni 2024, Wien

„Made in Europe“: Förderung soll europäische Hersteller stützen Als die Regierungsspitze im März dem Technologiekonzern Fronius in Sattledt einen Besuch abstattete, wurde der „Made in Europe“-Bonus angekündigt. Photovoltaikanlagen mit Komponenten aus europäischer Herstellung sollen gefördert werden. Am Freitag präsentierten Vizekanzler Werner Kogler, Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) sowie VP-Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) den Vorschlag: Wer eine […]

Oberösterreichische Nachrichten

Elektrizitätswirtschaftsgesetz stockt

13. Juni 2024, Wien

Das neue Gesetz zur Regelung der Elektrizitätswirtschaft (ElWG) kommt heute nicht mehr in den Nationalrat. Während der Grüne Regierungspartner von einem fertig ausverhandelten Text spricht, heißt es aus dem ÖVP-Parlamentsklub, dass auf EU-Ebene noch Themen offen seien, die nicht im Amtsblatt veröffentlicht wurden. Daher sei es sinnvoller, erst Details abzuwarten, bevor das heimische Gesetz beschlossen wird. Gespräche der Koalitionspartner gibt es heute offenbar nicht mehr.

APA

Die VW-Ladenetzsparte Elli soll die 700-Megawattstunden-Anlage betreiben
 - Wolfsburg, APA/dpa

VW plant Stromgroßspeicher in Norddeutschland

13. Juni 2024, Wolfsburg

Der Volkswagen-Konzern steigt in den Betrieb von großen Batteriespeichern für das Stromnetz ein. Im kommenden Jahr werde in Deutschland das erste sogenannte "Power Center" ans Netz gehen, das Ökostrom zwischenspeichert, kündigte Technik-Vorstand Thomas Schmall am Freitag in Berlin an. Der Standort werde im Norden Deutschlands sein, der erste Spatenstich soll in 6 bis 8 Wochen erfolgen. "Und wir werden Anfang nächsten Jahres ans Netz gehen", sagte Schmall.

APA/dpa

Carsharing könnte helfen, CO2-Emissionen zu vermeiden
 - Wien, APA/EVA MANHART

VCÖ sieht großes Potenzial für Carsharing in Österreich

12. Juni 2024, Wien

Carsharing hat laut dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) das Potenzial in Österreich von 2025 bis 2030 bis zu 235.000 Tonnen CO2-Emissionen zu vermeiden. Die gemeinsame Nutzung von Autos verbessere nicht nur die Umweltbilanz, sondern verringere auch die Platzprobleme in den Städten, so der VCÖ in einer Aussendung. Ein Carsharing-Auto könne demnach 10 private Pkw ersetzen. Um das Potenzial von Carsharing auszuschöpfen, brauche es aber mehr Angebote und eine einfache Nutzbarkeit.

APA

70,9 Kilometer lange 220-kV-Freileitung wird erneuert
 - Zillingtal, APA/THEMENBILD

Vorarlberger illwerke vkw erneuert Freileitung

11. Juni 2024, Bregenz

Der Vorarlberger Energieversorger illwerke vkw erneuert eine 70,9 Kilometer lange 220-kV-Freileitung. Die Leitung von Bürs im Bezirk Bludenz bis zur Staatsgrenze mit Deutschland in Hohenweiler (Bez. Bregenz) ist rund 100 Jahre alt und hat als Anbindung der Kraftwerksgruppe Obere Ill-Lünersee der illwerke vkw AG an das deutsche Marktgebiet besondere Bedeutung. Eine Pflicht zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bestehe nicht, informierte die Landesregierung am Dienstag.

APA

Lkw-Bauer Scania steigt in Geschäft mit Ladesäulen ein

11. Juni 2024, Södertälje
Scania will mit Erinion 40

Der schwedische Lkw-Bauer Scania steigt in das Geschäft mit Ladesäulen und Strom für elektrische Lastwagen ein. Die Traton-Tochter gründete dazu nach Angaben vom Dienstag ein Tochterunternehmen, das sich auf Ladelösungen in den Depots und Logistikzentren der Lkw-Kunden konzentriert. Der zuständige Scania-Manager Gustaf Sundell sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Ziel sei es, bis 2030 weltweit 40.000 Lademöglichkeiten aufzubauen.

APA/Reuters

Photovoltaik-Ausbau bis 2030 laut E-Control auf Kurs

11. Juni 2024, Wien
Photovoltaik-Zubau lag im ersten Quartal 2024 bei knapp 500 Megawatt
 - Purbach, APA/THEMENBILD

Im ersten Quartal 2024 sind hierzulande 497 Megawatt (MW) Photovoltaikanlagen zugebaut worden. Das war zwar nicht mehr ganz so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Q1 2023: 646 MW), doch "der Boom geht weiter", sagte E-Control-Vorstand Alfons Haber im Gespräch mit der APA. Der im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz vorgesehene Photovoltaik-Zubau von 11 Terawattstunden (TWh) bis 2030 sei damit jedenfalls auf Kurs.

APA

20 Prozent mehr Geld für Kernkraft

11. Juni 2024, Paris

Laut IEA fließen 2024 global mehr als 3 Bill. Dollar in „saubere Energie“. Die Investitionen in den Umbau der Energiesysteme werden heuer erstmals auf mehr als drei Billionen Dollar (2,7 Bill. Euro) weltweit steigen. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor. Zwei Drittel davon fließen in CO2-neutrale Energieformen, von Wasser-, Wind- […]

Salzburger Nachrichten

Windkraft Simonsfeld erzielt neuen Rekord

11. Juni 2024

Mit einer Öko-Stromproduktion von 678 Gigawattstunden für 169.000 Haushalte hat die Windkraft Simonsfeld aus Ernstbrunn im Bezirk Korneuburg 2023 ihre bisher größte Elektrizitätsmenge erzeugt. Der Schwerpunkt lag im Weinviertel. Auf die Windkraftanlagen im Bezirk Mistelbach entfielen 47 Prozent der Erzeugungsmenge, auf jene in Gänserndorf 40 Prozent.

Kurier

Investitionen in Energiewende doppelt so hoch wie in fossile Energieträger

11. Juni 2024

China gibt dafür fast so viel Geld aus wie Europa und die USA zusammen, berichtet die Internationale Energieagentur Weltweit werden heuer etwa 2.760 Milliarden Euro (mehr als drei Billionen Dollar) in den Bereich Energie investiert, schätzt die Internationale Energieagentur (IEA) in einem aktuellen Report. Ein Drittel davon geht in fossile Energieträger, zwei Drittel in Technologien […]

Kurier

Von negativen Strompreisen profitieren

11. Juni 2024

Dynamische Stromtarife sind derzeit noch ein Nischenprodukt, aber mit viel Potenzial. Das sind die wichtigsten Fakten zum Phänomen der „negativen Strompreise“. Ist mehr Strom vorhanden, als aktuell verbraucht wird, kann es zu negativen Strompreisen kommen. „Das heißt grundsätzlich, dass der Abnehmer bzw. Verbraucher des Stroms zu diesem Zeitpunkt für seine Abnahme bezahlt werden muss“, erklärt […]

Kleine Zeitung

Veränderungen von Klima-Mustern kann die Luftverschmutzung verschlimmern
 - Agra, APA/AFP

135 Mio. vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub in 40 Jahren

10. Juni 2024, Singapur

Weltweit hat die Feinstaubbelastung einer neuen Studie zufolge zwischen 1980 und 2020 rund 135 Millionen vorzeitige Todesfälle verursacht. Mit mehr als 98 Millionen Todesfällen war Asien am stärksten betroffen, wie die Nanyang Technological University (NTU) in Singapur am Montag erklärte. Die meisten Menschen starben in China und Indien vorzeitig an den Folgen von Feinstaub, gefolgt von Pakistan, Bangladesch, Indonesien und Japan.

APA/ag

Wiener Geothermie-Atlas ist online
 - Soultz-sous-Forêts, APA/AFP Symbolbild

Wiener können online ihr Geothermie-Potenzial einsehen

10. Juni 2024, Wien

Wer in Wien wohnt, kann sich nun online seine Chancen auf Nutzung von Erd- und Grundwasserwärme anschauen. Die Stadt Wien und die GeoSphere Austria haben dafür am Montag einen "Geothermie-Atlas" vorgestellt. Er zeige "online für jeden Standort in Wien eine erste Abschätzung des Energiepotenzials von Erdwärmesonden und Grundwasserwärme", heißt es in einer Aussendung. Bis 2025 sollen Salzburg und die Steiermark folgen, langfristig ganz Österreich.

APA

Schweizer stimmen für mehr Erneuerbare Energie

10. Juni 2024, Bern

In der Schweiz haben die Bürgerinnen und Bürger in einem Referendum Prognosen zufolge für die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien gestimmt. Das vom Parlament bereits beschlossene Gesetz wurde am Sonntag laut einer nach Schließung der Wahllokale veröffentlichten Prognose von der deutlichen Mehrheit der Wähler unterstützt. Damit erlitten die Initiatoren der Volksbefragung, die das Gesetz kippen wollten, eine Niederlage.

APA/dpa/AFP

Kaunertal-Kraftwerk: Söldener sagten „Nein“

10. Juni 2024, Innsbruck/Sölden
Starkes Nein zu ohnehin auf Eis gelegten Plan
 - Innsbruck, APA/WWF

Wenige Tage nachdem der landeseigene Tiroler Landesenergieversorger Tiwag die geplante Ausleitung von Wasser aus dem Ötztal für das vielkritisierte Vorhaben einer Erweiterung des Kraftwerks Kaunertal zumindest auf Eis gelegt hatte, hat die Bevölkerung von Sölden am Sonntag in einer Volksbefragung mit 96,19 Prozent "Nein" zu den ursprünglichen Plänen gesagt. 59,44 Prozent nahmen an der Befragung teil. In Summe waren 2.520 Personen berechtigt, abzustimmen.

APA